Elf der Woche vom 26. Spieltag: Thomas Müller, Bernd Leno und Leonardo Bittencourt
Thomas Müller vom FC Bayern hat die Torjägerkanone noch nicht abgeschrieben, der Weltmeister trifft gleich doppelt. Bernd Leno rettet seiner Mannschaft gegen den HSV mit zahlreichen Paraden den Sieg. Außerdem: Leonardo Bittencourt schnürt den Doppelpack gegen die alten Kollegen und Marco Reus beendet eine starke Woche für Borussia Dortmund. Eurosport.de präsentiert die Elf des 26. Spieltags.
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Tor
Bernd Leno (Bayer Leverkusen): Mit einer überragenden Leistung rettete Schlussmann Leno seinem Team die drei Punkte. Vor allem im Duell mit HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs wuchs der Schlussmann über sich hinaus und blieb im direkten Duell viermal Sieger. Selbst nach kurzer Benommenheit nach einem Zusammenprall spielte Leno weiter - und wurde noch stärker.
Abwehr
Jeremy Toljan (TSG 1899 Hoffenheim): Starke Partie des Linksverteidigers. Defensiv ließ er kaum etwas zu, offensiv unterstützte er Kevin Volland bei nahezu jedem Angriff. Er überzeugte mit schnellen Dribblings und harmonierte sehr gut mit seinen Vorderleuten.
Florian Jungwirth (SV Darmstadt 98): Zweikämpfer, Dauerläufer, Vorlagengeber. Jungwirth zeigte gegen Augsburg ein nahezu perfektes Spiel. Der Außenverteidiger machte seine rechte Seite komplett zu und gewann fast alle Zweikämpfe.
Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund): Machte eine auffällige Partie im Spiel nach vorne. Leitete vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder gefährliche Angriffe ein, die seine Kollegen jedoch reihenweise vergaben. In der Defensive mit soliden Werten.
Mittelfeld
Kingsley Coman (FC Bayern München): Er trieb die Bremer schier zur Verzweiflung. Santiago Garcia wurde ständig überlaufen, auch im Doppel mit Papy Djilobodji konnten sie die gefährlichen Flanken nicht verhindern. Coman legte Thiago das 1:0 vor, genauso wie Thomas Müllers 2:0 mit einem tollen Solo. Er wirkte motiviert bis in die krause Haarspitze, agierte frech und enorm spritzig. Beinahe hätte er seinen klasse Auftritt noch mit einem eigenen Treffer gekrönt.
Raffael (Borussia Mönchengladbach): Der Brasilianer befindet sich seit Wochen in herausragender Form und erzielte gegen die Frankfurter Eintracht bereits das siebte Tor im Kalenderjahr 2016. Sein wunderbarer Treffer aus 34 Metern war das Tor mit der weitesten Distanz in dieser Bundesliga-Saison. Auch bei der Führung hatte der 30-Jährige seine Füße im Spiel: Er schlug den Freistoß, den Lukas Hradecky nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördern konnte.
Leonardo Bittencourt (1. FC Köln): Hannover 96 hielt viel von seinem damaligen Mittelfeldspieler, doch dem 22-Jährigen wurde mangelhafte Torgefahr unterstellt. Bittencourt durfte zum 1. FC Köln wechseln. Auf der Spielmacherposition hinter Angreifer Anthony Modeste aufgestellt, strafte er seine Kritiker Lügen und erzielte beim 2:0 des effizienten "Effzeh" gegen Hannover 96 beide Treffer. Es waren im 25. Einsatz die Saisontore zwei und drei für den Deutsch-Brasilianer.
Tolga Cigerci (Hertha BSC): Dass die Berliner nun seit acht Heimspielen ungeschlagen sind und die schwarze Serie gegen Schalke riss (erster Sieg seit 2006), war auch ein Verdienst des 23-jährigen Mittelfeldstrategen. Auf der Doppelsechs sorgte er nicht nur für Stabilität, sondern war besonders auf der linken Seite der aktivste Anschieber im Berliner Angriffsspiel. Siebenmal schoss Cigerci selbst aufs Tor und brachte vor allem den agilen Salomon Kalou immer wieder gefährlich in Position.
Thiago (FC Bayern München): Mit Leistungen wie diesen muss sich Thiago wohl keine Sorgen um seinen Platz in der spanischen Nationalelf machen. Der Mittelfeldmann traf zweimal sehenswert, feuerte zwischendurch noch einen tollen Schuss an die Latte ab und war mit 28 geführten Zweikämpfen (fast 70 Prozent gewonnen) der bissigste - und auch noch lauffreudigste - aller Bayern.
Sturm
Thomas Müller (FC Bayern München): Es müllerte gewaltig gegen Bremen. Das 2:0 und 3:0 erzielte er in typischer Manier - gekonnt, aber mit ein klein wenig Dusel. Und die Treffer markierten gleich zwei persönliche Rekorde des Weltmeisters: Es waren die Saisontore 18 und 19 und zudem seine Pflichtspieltreffer 26 und 27. Müller schoss allein in der Allianz Arena mehr Bundesligatore (14) als zuvor in einer kompletten Saison (maximal 13). Ein Sahnetag einer furiosen Saison.
Marco Reus (Borussia Dortmund): Mit seinem 1:0 und einer auch sonst ansprechenden Leistung schloss Reus eine sehr gute Woche ab. Am Donnerstag erzielte der Nationalspieler schon einen Doppelpack in der Europa League gegen die Tottenham Hotspur. Gegen Mainz fungierte er als "Dosenöffner" und war ständig mit Tempo in der offensiven Dreierreihe unterwegs. Einzig die Chancenverwertung könnte man dem Ex-Gladbacher ankreiden.
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