Elf der Woche von 25. Spieltag: Dreifacher Koo und bärenstarker Hummels

Bayerns Joshua Kimmich spielte gegen Dortmund in der Innenverteidigung und überzeugte. Roman Bürki rettete mit einer Parade gegen Arturo Vidal dem BVB einen Punkt, auch Mats Hummels war überragend. In Bremen markierte der ewige Claudio Pizarro seinen 100. Treffer für Werder, Georg Niedermeier glänzte in Stuttgart mit einem Doppelpack. Eurosport.de präsentiert die Elf der Woche vom 25. Spieltag.

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Tor

Roman Bürki (Borussia Dortmund): Der Dortmunder Schlussmann bewahrte den BVB im Topspiel gegen den FC Bayern mehrmals vor dem Rückstand. Vor allem seine Parade gegen Douglas Costa und die Glanztat nach Arturo Vidals Schuss sind hier besonders hervorzuheben. Dass er den einen oder anderen kleinen Wackler im Spielaufbau hatte, fällt daher weniger ins Gewicht.

Abwehr

Georg Niedermeier (VfB Stuttgart): Nachdem er unter Ex-Trainer Alexander Zorniger keine Rolle spielte, blüht Georg Niedermeier unter Jürgen Kramny auf. Der 30-jährige Abwehr-Hühne machte sein bestes Spiel in dieser Saison. Er ist der Mann der Stunde und fuhr gegen die TSG seine Scorerpunkte drei und vier in der Rückrunde ein. Hinten räumte er in den entscheidenden Situationen vor allem mit klassischen Grätschen alles ab, vorne war er mit seinem Doppelpack maßgeblich am Sieg beteiligt.
Joshua Kimmich (FC Bayern München): Pep Guardiola war mit der Leistung des 21-Jährigen völlig zurecht sehr zufrieden. Der Aushilfs-Innenverteidiger fiel im Spielaufbau einmal mehr positiv auf und ließ BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kaum zur Entfaltung kommen. Kann Joshua Kimmich diese Leistungen in den nächsten Wochen weiterhin zeigen, ist er zweifelsohne ein ernsthafter Kandidat für die Europameisterschaft in Frankreich.
Clemens Fritz (SV Werder Bremen): Das Bremer Urgestein zeigte beim 4:1-Sieg gegen Hannover 96 was es bedeutet, als Routinier eine Mannschaft zu führen. Von der ersten Minute an grätschte Fritz durch das Mittelfeld, feuerte seine Nebenleute pausenlos an und brillierte zusätzlich mit erstklassigen Pässen auf die Nebenleute im Mittelfeld. Durch seine enorme Präsenz nahm Fritz den Druck im Abstiegskampf von seinen unerfahrenen Mitspieler wie beispielsweise Levin Öztunali.
Mats Hummels (Borussia Dortmund): War der beste Mann bei den Dortmundern. Gewann den Großteil seiner Zweikämpfe und degradierte - zusammen mit Nebenmann Sven Bender - den besten Torjäger der Liga, Robert Lewandowski (nur ein Torschuss) fast zur Bedeutungslosigkeit. Schaltete sich besonders im ersten Durchgang immer wieder ins Offensivspiel ein ohne dabei nachlässig mit der Defensivarbeit umzugehen. In der Form ganz klar einer der besten Innenverteidiger des Kontinents.

Mittelfeld

Ja-Cheol Koo (FC Augsburg): Was für ein Sahne-Tag des Augsburger Spielmachers. Drei Schüsse, drei Tore. Besser geht es wirklich nicht. Egal, was der FCA-Akteur probierte - es klappte. Der Südkoreaner war von der Bayer-Defensive zu keinem Zeitpunkt der Partie in den Griff zu kriegen.
Arturo Vidal (FC Bayern München): Der Chilene erhielt im Gipfeltreffen den Vorzug gegenüber Thiago und rechtfertige seine Startelfnominierung eindrucksvoll. Als unermüdlicher Antreiber kurbelte er die Münchner Angriffe immer wieder an und avancierte so zu einem der auffälligsten Spieler auf dem Feld. Um ein Haar hätte er sich für seinen starken Auftritt mit einem Treffer belohnt. In dieser Form ist der Mittelfeldspieler nicht aus der Anfangself wegzudenken.
Filip Kostic (VfB Stuttgart): Der fleißigste Flankengeber der Liga war auch im Baden-Württemberg-Duell einer der Aktivposten der Schwaben. Er gehörte zu den lauffreudigsten sowie zweikampstärksten Stuttgartern und machte auf dem linken Flügel viel Wirbel. Beide Niedermeier-Treffer bereitete er mit präzisen Eckbällen vor. Seine tolle Leistung veredelte er mit einem sehenswerten Tor zum zwischenzeitlichen 4:1.
Pierre-Emile Höjbjerg (FC Schalke 04): Absolvierte sein bestes Spiel im Schalke-Trikot und war damit auch bester Mann auf dem Platz. Holte in der Anfangsphase den schnellsten Elfmeter der Saison heraus, der Huntelaar eiskalt verwandelte und legte auch das 2:0 für "Königsblau" für Meyer auf. Seine Passquote war hochprozentig, sein Zusammenspiel mit Johannes Geis harmonisch.

Sturm

Claudio Pizarro (SV Werder Bremen): Wie ein guter Wein scheint der Peruaner im Alter immer nur noch besser zu werden. Der seit Wochen in Galaform aufspielende Pizarro schoss seine Werderaner fast im Alleingang mit einem Tor und zwei Vorlagen zum 4:1 über Hannover 96. Endgültig Standing Ovations holte sich der Oldie ab, als er in der 90. Minute beim Spielstand von 4:1 über den Platz sprintete und an der eigenen Eckfahne mit einem Tackling zum Einwurf klärte.
Nicolai Müller (Hamburger SV): Der Hamburger Flügelspieler zeigte beim 2:0-Sieg gegen die Berliner Hertha seinen wohl stärksten Auftritt im HSV-Dress. Defensiv präsent mit stetiger Hilfe für Gotoku Sakai, setzte der Ex-Mainzer auch offensiv die von ihm lange vermissten Akzente. Unermüdlich trat Müller zu einem Flankenlauf nach dem anderen an und krönte seine Leistung schließlich mit dem siegbringenden Doppelpack, der die Hanseaten vorerst aller Abstiegssorgen entledigen sollte.
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