Eurosport
Gladbachs Patrick Herrmann und Dortmunds Nuri Sahin feiern ihre Bundesliga-Comebacks
Von
Publiziert 28/02/2016 um 21:24 GMT+1 Uhr
Auf den Tag genau ein Jahr hat es bei Nuri Sahin gedauert, knapp fünf Monate bei Patrick Herrmann: Der Sonntag war ein Tag der Rückkehrer. Herrmann meldete sich bei Borussia Mönchengladbach wieder zum Dienst, fiel in Augsburg nicht sonderlich auf, allerdings auch nicht ab. Dortmunds Sahin feierte sein Bundesliga-Comeback beim Kraftakt-Sieg über Hoffenheim.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Nicht gewonnen, nur ein Punkt beim Abstiegskandidaten, und dennoch wich Patrick Herrmann der erhellende Ausdruck nicht vom Gesicht. "Das ist ein echt geiles Gefühl, der Mannschaft nach einer so langen Pause helfen zu können", kommentierte der 25-Jährige sein Comeback für Borussia Mönchengladbach.
Beim 2:2 gegen Augsburg blieben große Akzente aus, nachdem Herrmann in der 68. Minute eingewechselt wurde. Verständlich. Erstmals seit dem 3. Oktober 2015 bewegte sich der zweimalige Nationalspieler in der Bundesliga, damals bestritt er seine bis dato letzte Partie. Die Kreuzband-Verletzung aber hatte eine Vorgeschichte.
Bereits am 4. September rauschte Herrmann gegen eine Werbebande, diagnostiziert wurde eine schwere Kapselreizung mit Sehnenansatzbeteiligung. Am 23. September - im Hinspiel gegen Augsburg, beim Debüt von Coach André Schubert - spielte der Offensivmann wieder, doch die Schmerzen blieben. Erst Anfang Oktober stellten weiteren Untersuchungen einen Riss des hinteren Kreuzbandes fest, Herrmann wurde konservativ behandelt, also ohne Operation.
Als er gegen den FCA den Rasen betrat, hallte sein Name in Chören aus dem Gladbacher Block. Die Blessur habe er "nicht im Kopf gehabt. Es fühlt sich wie vorher an. Und im Spiel vergisst man das sowieso." Herrmanns Wunsch: "Weiter Minuten sammeln."
Sahins (fast) unendliche Geschichte
Einen Jahrestag der besonderen Art beging derweil Nuri Sahin bei der anderen Borussia, jener aus Dortmund. Am 28. Februar 2015 gewann er mit dem BVB gegen Schalke, und Sahin prägte das Strategiespiel im Mittelfeld. Keiner ahnte, was folgen würde. Ein Muskelfaserriss entwickelte sich zur (fast) unendlichen Geschichte, eine Sehnenansatzreizung im Adduktorenbereich verdammte den Türken zur sportlichen Untätigkeit.
Nun stand Sahin beim 3:1 über Hoffenheim wieder auf dem Feld, am 28. Februar 2016 und somit 365 Tage nach dem letzten Einsatz. Eine feine Note. 74 Minuten durfte er ran, zuvor hatte der 27-Jährige beim Europa-League-Sieg über Porto einen emotionalen Auftritt. "Wir konnten Nuri nicht mehr zurückhalten. Er brennt seit Wochen. Es ist eine große Leistung, nach einer so langen Pause so eine Leistung zu bringen", würdigte Trainer Thomas Tuchel nach dem 2:0-Hinspielerfolg.
Sahin verlor ein komplettes Karrierejahr. Umso intensiver saugte er die Erlebnisse auf, "wie ein kleines Kind. Das hatte ich mir vorgenommen. Es war unbeschreiblich."
Welcome back!
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung