Maurizio Gaudino über Talente beim FC Bayern München: Wer Geld kostet, hat bessere Chancen

Ex-Bundesligaprofi Maurizio Gaudino erkennt ein Ungleichgewicht im internen Wettbewerb beim FC Bayern München. Tenor: Die eigene Jugend habe einen anderen Stellenwert, weil sie keine Millionen-Ablöse gekostet habe. Als Beispiel nennt Gaudino zum einen Joshua Kimmich, der beim Rekordmeister durchstartet - und zum anderen seinen Sohn Gianluca.

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Im Winter machte Gianluca Gaudino den Abflug vom FC Bayern München: Leihe zum FC St. Gallen, bis 2017, kleine Schweiz statt pompöser Bundesliga. Gaudino ist zufrieden und will sich entwickeln, sein Vater Maurizio aber kritisiert den Rekordmeister.
Für den Ex-Profi herrschen ungleiche Voraussetzungen - weniger hinsichtlich der fußballerischen Begabung, denn auch er weiß, dass der 19-jährige Gianluca "körperlich noch nicht so ausgereift ist. Aber ich traue ihm zu, dass er es bei Bayern schafft."
Einen internen Wettbewerbsnachteil sieht Gaudino senior allerdings in den Rahmenbedingungen. Bei Joshua Kimmich etwa, der für 8,5 Millionen Euro zu Bayern kam und es zur (zwischenzeitlichen) Stammkraft brachte, erkennt er in der "Bild" eine "ganz andere Struktur". Konkret:
Gaudino (49) glaubt, dass die Chancen seines Sohnes größer gewesen wären, wenn er ebenfalls "für Geld gewechselt wäre. Dann hätte er einen anderen Stellenwert." Im Umkehrschluss heißt das: Selber ausgebildete Talente haben in München keine Lobby.
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