Philipp Lahm ist gegen einen radikalen Umbruch beim FC Bayern München

Das Double - für die Bayern das Mindeste, das in einer Saison geholt werden muss. Letztes Jahr reichte es "lediglich" für die Meisterschaft. Im Pokal-Halbfinale flog der Rekordmeister gegen Dortmund raus, in der Champions League enttäuschten die Roten gegen Barcelona. Bleibt die Frage: Ist der Kader zu schwach und braucht einen radikalen Umbruch? Zumal Bastian Schweinsteiger nicht mehr da ist ...

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Lahm findet das nicht, dass ein radikaler Umbruch her muss.
"Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in allen Wettbewerben ganz oben mitmischen kann. Wir hatten letzte Saison sehr, sehr große Verletzungsprobleme", so der Bayern-Kapitän gegenüber dem Internetportal "goal.com" und führt aus: "Wenn alle gesund gewesen wären, hätten wir bessere Möglichkeiten gehabt."
Zum Saisonende hin fielen besonders die Ausfälle von Franck Ribéry und Arjen Robben ins Gewicht. Deshalb haben die Verantwortlichen den Brasilianer Douglas Costa verpflichtet. "Er verfügt über bestimmte Fähigkeiten, die wir in unserem Kader gebrauchen können", bewertete Weltmeister Lahm den Transfer.
Er selbst will "die nächsten drei Jahre auf absolutem Top-Niveau agieren" und erneut die Champions League gewinnen. "Zwei Mal schaffen das nicht so viele. Das wäre etwas Besonderes", weiß der gelernte Verteidiger.
Eine radikale Personalveränderung findet Lahm als nicht förderlich. "Es muss keinen Cut geben. Der Umbruch geht nur langsam." Trotzdem fordert er, dass der Rekordmeister den Transfermarkt im Auge behalten muss. "Bayern muss sich auf dem Markt immer umsehen. Umsehen, wo man die Mannschaft besser machen kann."
Dazu kommt, dass zur Zeit des Interviews der Abgang von Bastian Schweinsteiger noch nicht feststand (zum ausführlichen Bericht).
Früher oder später kommt man beim Rekordmeister an einem Umbruch ohnehin nicht herum. Das Stammpersonal der vergangenen Saison wird älter und - viel wichtiger - verletzungsanfälliger. Deshalb ist die Verpflichtung von Douglas Costa ein gutes Zeichen für das Münchner Mittelfeld. Mit dem Brasilianer kommt neuer Schwung und neuer Titelhunger an die Säbener Straße.
Aber reicht dieser Schwung auch aus, um die ambitionierten Ziele zu erreichen?
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