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Umbruch statt Jagd auf Bayern München: Borussia Dortmund startet den Neuanfang
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Publiziert 30/06/2016 um 00:36 GMT+2 Uhr
Mit Mats Hummels und Ilkay Gündogan haben den BVB bereits zwei Hochkaräter verlassen, der Wechsel von Henrich Mchitarjan zu Manchester United steht kurz bevor. Vor der offiziellen Eröffnung der Sommer-Transferperiode am 1. Juli stehen aber auch sechs Neuzugänge auf der Habenseite. Größtenteils junge, aufstrebende Talente. Das Durchschnittsalter beträgt gerade einmal 21,5 Jahre. Gefährlich!
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Die Jagd auf Bayern München ist verschoben, die Saison des Umbruchs beginnt gegen den FSV Mainz 05: Wenn Trainer Thomas Tuchel mit Borussia Dortmund am 27./28. August gegen seinen Ex-Klub in die neue Spielzeit startet, wird beim Vizemeister und Pokalfinalisten eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Das Motto lautet: Neuaufbau statt Angriff auf den Rekordmeister.
Schon der Start gegen Mainz ist für Tuchel "eine echte Herausforderung". Angesichts der Abgänge der Leistungsträger Mats Hummels (Bayern München) und Ilkay Gündogan (Manchester City) sowie des bevorstehenden Wechsels von Henrich Mchitarjan zum englischen Rekordmeister Manchester United verwundert diese Einschätzung nicht.
BVB muss nachlegen
Der BVB muss sich im zweiten Tuchel-Jahr neu erfinden. Der Umbau des Kaders fällt viel größer aus als noch vor einigen Wochen angenommen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ("Wir haben jetzt eine andere Ausgangslage") hatte da noch definitiv ausgeschlossen, dass Hummels, Gündogan und Mchitarjan den Verein verlassen werden. In Innenverteidiger Neven Subotic verliert der BVB wohl ein weiteres Gesicht der erfolgreichen Jürgen-Klopp-Ära. Dem Vernehmen nach ist der 1. FC Köln am Serben interessiert.
Seit Wochen basteln die Verantwortlichen an einer neuen Mannschaft. Das Ergebnis bisher: Marc Bartra (FC Barcelona), Sebastian Rode (Bayern München), Emre Mor (FC Nordsjaelland), Ousmane Dembélé (Stade Rennes), Mikel Merino (CA Osasuna) und Raphaël Guerreiro (FC Lorient) stehen als Neuzugänge fest. Das Durchschnittsalter beträgt 21,5 Jahre.
Trotz der berechtigten Hoffnung auf eine große Entwicklung dieser Spieler ist daher klar, dass der BVB noch nachlegen muss. Zumal Marco Reus nach seinem EM-Aus nach Vereinsangaben voraussichtlich erst Mitte August wieder voll belastungsfähig sein wird. Er wird damit einen großen Teil der am Montag startenden Saisonvorbereitung verpassen.
Kuba als Premiumlösung?
Da der Mchitarjan-Verkauf rund 42 Millionen Euro in die ohnehin gut gefüllte Klubkasse spülen wird, werden rund um den Borsigplatz viele Namen gehandelt. Eine Rückkehr von WM-Held Mario Götze aus München ist weiterhin ein Thema. Wesentlich weiter sollen die Verhandlungen mit André Schürrle sein. Für den Weltmeister vom VfL Wolfsburg müsste der BVB aber tief in die Tasche greifen, 30 Millionen Euro sind im Gespräch. Auch bei Karim Bellarabi hatte man laut "Bild"-Zeitung angefragt - für rund 36 Millionen Euro.
Eine deutlich günstigere Lösung wäre Jakub Blaszczykowski. Nach seiner Ausleihe an den AC Florenz kehrt der polnische Nationalspieler im Sommer nach Dortmund zurück. Sein Vertrag läuft noch bis 2018. Bei der EM in Frankreich zeigt der 30-Jährige eindrucksvoll, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Sportdirektor Michael Zorc kündigte ein Gespräch nach der EM an.
Blaszczykowski würde genug Erfahrung mitbringen und zudem ist er ein Liebling der Fans. Beides kann die Borussia gut gebrauchen.
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