Bayer Leverkusen: Kevin Kampl will weg - aber spielt die Werkself da mit?

Kevin Kampl will Bayer Leverkusen im Sommer verlassen und äußert seinen Wechselwunsch ganz unverblümt in der Öffentlichkeit. Kampl und sein Berater befindet sich mittlerweile in Gesprächen mit Klubs aus China oder Italien. Aber: Damit ein Wechsel zustande kommt, muss die Werkself mitspielen. Kollege Ömer Toprak kann ein Lied davon singen.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Roger Schmidt und Kevin Kampl kennen sich bestens aus gemeinsamen Zeiten bei RB Salzburg und Bayer Leverkusen. Während der vergangenen Saison trennten sich ihre Wege zum zweiten Mal. Roger Schmidt musste für die sportliche Talfahrt mit seinem Job bezahlen, die Rheinländer schafften im Anschluss so eben noch den Klassenerhalt.
Schmidt hat mittlerweile einen neuen Job gefunden, trainiert in der neureichen chinesischen Liga den Hauptstadtklub Beijing Guoan. Kampl ist unzufrieden in Leverkusen, das nächstes Jahr nicht mit internationalem Fußball locken kann und deswegen auf der Suche nach einem neuen Verein. "Ich werde Leverkusen auf jeden Fall verlassen das ist Fakt", sagte der 26-Jährige kürzlich dem "kicker".

Kampl zum Mentor?

Als Favorit auf eine Verpflichtung gilt ausgerechnet Schmidts neuer Klub in China. Allerdings sei der Verein trotz weitreichender finanzieller Mittel nicht bereit, die geforderte Ablöse von rund 30 Millionen Euro zu zahlen.
Ein Problem, denn das letzte Wort bei einem Transfer hat eben nicht der Spieler (Kampl) oder der vermeintlich neue Trainer (Schmidt), sondern der aktuelle Arbeitgeber (Bayer 04 Leverkusen), an den Kampl noch bis Juni 2020 gebunden ist.

Auch Gespräche mit Serie-A-Klub

Dass Leverkusen trotz des expliziten Wechselwunsches eines Spielers auf stur schalten kann, wenn es auf der Angebots-Seite nicht zu 100 Prozent stimmt, haben die Verantwortlichen zuletzt vor Beginn der abgelaufenen Spielzeit bewiesen.
Damals wollte Ömer Toprak unbedingt zu Borussia Dortmund wechseln, tat das ebenfalls öffentlich kund. Michael Schade und Rudi Völler machten dem Türken aber einen Strich durch die Rechnung, weil der BVB anstatt der geforderten 25 Millionen Euro lediglich 22 Millionen Euro zahlen wollte.
Und so steht weiter ein dickes Fragezeichen vor einer möglichen Schmidt-Kampl-Reunion im Reich der Mitte. Der Slowene und sein Berater fahren deshalb mehrgleisig, sollen laut "kicker" unter anderem mit dem AC Milan sprechen. Das könnte noch spannend werden.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung