Bundesliga: SV Werder Bremen schlägt dank Max Kruse den SV Darmstadt 98 und springt auf Rang 14

Schlusslicht Darmstadt 98 hat beim SV Werder Bremen eine späte 0:2 (0:0)-Niederlage kassiert und bleibt weiter tief im Tabellenkeller stecken. Darmstadt hatte vor allem in der ersten Hälfte gute Torchancen. Nach der Pause übernahm Werder die Kontrolle. Nach einem Foul an Claudio Pizarro im Strafraum traf Max Kruse per Elfmeter in der 75. Spielminute zum und erhöhte kurz vor Schluss (92.) auf 2:0.

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So lief das Spiel:

Entgegen aller Erwartungen war Darmstadt im ersten Durchgang die deutlich aktivere Elf, während die Bremer eine blutleere Vorstellung mit einem einzigen Schuss aufs Tor der Gäste darboten. Bereits nach drei Minuten musste Felix Wiedwald seine Elf mit einem überragenden Reflex vor dem Rückstand bewahren. Einen Kopfball von Aytac Sulu lenkte der Werder-Schlussmann reaktionsschnell über die Latte.
Werder fand defensiv keinen Zugriff und hatte kurz darauf riesiges Glück, dass Antonio Colak mit seiner Kopfballverlängerung am Pfosten scheiterte (8.). Werder spielte hinten offen und vorne ohne Durchschlagskraft. Zudem verloren die Hausherren im Laufe der ersten 45 Minuten ihre Doppel-Sechs.
Erst musste Zlatko Junuzovic mit Rückenbeschwerden ausgewechselt werden (32.), dann verletzte sich Kapitän Clemens Fritz am Sprunggelenk und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Spielfeld (39.).
Kurz nach Wiederanpfiff hätte Claudio Pizarro den SV Werder in Führung bringen müssen. Der Peruaner köpfte eine maßgenaue Flanke von Max Kruse freistehend am Tor vorbei (47.). Theodor Gebre Selassie vergab wenig später die nächste hundertprozentige Chance für die Grün-Weißen. Robert Bauer flankte an den langen Pfosten, wo dem aufgerückten Tschechen der Ball über die Stirn rutschte (51.).
Werder drückte weiter und wurde eine Viertelstunde vor Schluss für die Mühen belohnt. Sulu fuhr Pizarro im Fünfer von hinten in die Beine, Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte nach kurzem Zögern auf den Punkt. Kruse übernahm Verantwortung und verwandelte sicher unten links (75.).
In der Nachspielzeit machte Kruse nach einem Konter mit seinem zweiten Doppelpack den ersten Werder-Heimsieg im Jahr 2017 perfekt (90.+2).

Die Stimmen zum Spiel:

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Für die erste Halbzeit muss ich mich beim Publikum entschuldigen, für die zweite Halbzeit bei der Mannschaft bedanken. Wir haben lange zu wenig Aufwand betrieben und sind deswegen auch in Schwierigkeiten geraten. Am Ende war unser Sieg aber verdient, denn wir hatten ein klares Chancenplus."
Torsten Frings (Trainer Darmstadt 98): "Ich denke, dass nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat. Es waren für Bremen drei glückliche Punkte. Wir kriegen immer wieder Komplimente, aber haben in den entscheidenden Situationen kein Glück. Manchmal hat die Geilheit auf ein Tor gefehlt."
Robert Bauer (Werder Bremen): "Nach dieser ersten Halbzeit wollten wir uns den Zuschauern einfach nicht weiter so präsentieren. Das hat an unserer Ehre gekratzt."

Der Tweet zum Spiel: Mr. Zuverlässig vom Punkt

Das fiel auf: Darmstadts zwei Gesichter

Gegen Bremen präsentierten sich die "Lilien" im ersten Durchgang wie ein gestandener Bundesligist. Die Darmstädter kamen zu guten Gelegenheiten und konnten teilweise 60 Prozent Ballbesitz im Weserstadion vorweisen. Zehn Torschüsse sprechen für die Überlegenheit der Gäste bis zum Pausenpfiff.
Nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft von Torsten Frings nicht mehr wiederzuerkennen. Ein deutlich dominanteres Werder drängte die Gäste immer weiter hinten rein, die offensiv kaum noch gefährlich wurden und nun seit fünf Auswärtspartien ohne Torerfolg sind.

Die Statistik: 50

Darmstadts Kapitän Aytac Sulu absolvierte gegen Werder sein 50. Spiel in der Bundesliga.
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