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Bundesliga: Werder Bremen oben auf! Doppelpacker Gnabry versenkt Wolfsburg
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Publiziert 24/02/2017 um 20:18 GMT+1 Uhr
Eine gute Portion Glück und zwei Tore von Serge Gnabry haben Werder Bremen im Kampf um den Klassenerhalt aufatmen lassen. Die Hanseaten gewannen den norddeutschen Bundesliga-Abstiegsgipfel beim VfL Wolfsburg sehr schmeichelhaft mit 2:1 (2:1) und zogen so nach Punkten mit den enttäuschten Platzherren gleich. Dabei schockte Gnabry den VfL durch einen frühen Doppelschlag (10./18.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Endspiel für Valérien Ismael auf der Trainerbank der des VfL Wolfsburg? Zumindest schien seine Ausgangslage im Vorfeld nicht glücklich. Doch die Mannschaft schien einmal mehr ihrem Trainer den Kopf retten zu wollen, überzeugte und zeigte sich druckvoll, lauf- und spielfreudig wie selten in dieser Saison – nur das Ergebnis wollte am Ende paradoxerweise nicht passen.
Bremen kam zu zwei wirklichen Chancen und nutze beide eiskalt: Zunächst fälschte Ricardo Rodríguez einen Schuss von Serge Gnabry unglücklich zur Bremer-Führung ab (10.), kurz darauf nahm der Nationalspieler einen weiten Freistoß gekonnt am zweiten Pfosten per Brust mit und erzielte aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer. Im Anschluss war von Werder allerdings kaum noch was zu sehen. Sofort gelang Wolfsburg der Anschlusstreffer durch Borja Mayoral, der eine Eckballverlängerung durch Daniel Didavi per Brust über die Linie drückte (19.) und auch in der Folgezeit dominierte die Elf von Ismael. Gleich zweimal verhinderte dabei das Aluminium den überfälligen Ausgleich: Ein Freistoß von Daniel Didavi (36.) klatsche ebenso gegen den Pfosten wie ein Abschluss aus kurzer Distanz durch Mayoral (40.).
Im Prinzip schien es auch im 2. Durchgang nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fiel – zu überlegen agierten die Gastgeber. Einzig, das Tor fiel nicht. Luiz Gustavo (47.) und Yunus Malli (77.) vergaben die besten Chancen. Am Ende zählte die Statistik 27:7 Torschüsse für Wolfsburg, viele davon waren mit fortlaufender Spieldauer allerdings kaum noch eine Gefahr für das Tor von Felix Wiedwald. Wolfsburg verlor seine Genauigkeit und Durchschlagskraft – und irgendwann auch den Glauben an ein Tor. Werder verteidigte dagegen aufopferungsvoll den wichtigen Dreier mit einer kämpferischen Abwehrleistung. Ein dreckiger Sieg, der im Abstiegskampf jedoch Balsam bedeutet. Ganz im Gegenteil zu einer überzeugenden, aber punktlosen Leistung der Wolfburger. Für Ismael dürfte es eng werden.
Die Stimmen:
Olaf Rebbe (Sportdirektor VfL Wolfsburg): "Es fühlt sich unglaublich an, dass wir dieses Spiel nicht zu unseren Gunsten entscheiden konnten angesichts der Überlegenheit"
Max Kruse (Werder Bremen): "Unsere Taktik ist im Endeffekt nicht aufgegangen. Aber wir können ein bisschen drüber schmunzeln, weil wir das Spiel gewonnen haben"
Diego Benaglio (VfL Wolfsburg): "Unter dem Strich hatten wir hinten Pech und vorne kein Glück"
Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Wir haben leidenschaftlich gekämpft gegen einen sehr starken Gegner und hatten das Quäntchen Glück, das uns vorher vielleicht manchmal gefehlt hatte. Ich bin stolz auf die Mannschaft."
Serge Gnabry (Werder Bremen): "Das Problem war, dass wir sehr tief gestanden sind. Wolfsburg hat das gut gemacht. Wir mussten auch nach hinten arbeiten, vielleicht noch einen Ticken mehr als sonst. Ich denke, mit jedem Sieg werden wir stabiler. Das waren zwei schwere Spiele, Mainz und Wolfsburg. Das schweißt uns zusammen und gibt uns Kraft für die nächsten Spiele."
Das fiel auf: Prominentes Rotationsopfer bei Wolfsburg
Ismael zog vor der Partie alle Register. Der Franzose veränderte seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen und ließ dabei sogar Mario Gomez zunächst auf der Bank schmoren. Die Entscheidung begründete er mit taktischen wie leistungstechnischen Gründen. Dem Spiel seiner Mannschaft war das Fehlen des Nationalspielers jedoch nicht anzusehen. Sein Vertreter Majoral überzeugte hingegen mit einem Treffer, drei Torschüssen und guter Präsenz. In der 63. Minute kam Gomez schließlich doch noch zu seinem Einsatz, ohne das er dem Spiel noch eine Wendung geben konnte. Wolfsburg und Gomez: Irgendwie will das nicht passen.
Der Tweet zum Spiel:
Auf den Punkt.
Die Statistik: 22
Nie stand der VfL Wolfsburg nach 22 Spieltagen in seiner Bundesliga-Historie schlechter da. In der Saison 2005/06 waren es zu diesem Zeitpunkt in der Saison ebenfalls 22 Zähler - damals schaffte Wolfsburg den Klassenerhalt auf Platz 15 erst am letzten Spieltag.
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