Elf der Woche: Danny Latza, Ousmane Dembélé und Sandro Wagner vor offensivstarkem Abwehrbollwerk

Die Bundesliga-Elf der Woche des 15. Spieltags: Im Tor steht Rune Jarstein, der seine Hertha in Leipzig vor einer noch höheren Niederlage rettete. Das torgefährliche Abwehrbollwerk besteht aus Leipzigs Kapitän Willi Orban und Hoffenheims Vorlagengeber Benjamin Hübner. Weiter vorne wirbeln Dortmunds Ousmane Dembélé und der Mainzer Dreierpacker Danny Latza hinter Hoffenheims Sandro Wagner.

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Tor:

Rune Jarstein (Hertha BSC Berlin): Am Schlussmann der Hertha lag es nicht, dass der Hauptstadtklub chancenlos mit 0:2 beim Aufsteiger verlor. Jarstein hielt, was zu halten war, reagierte mehrfach prächtig beim Abschluss aus kurzer Distanz von Marcel Halstenberg (8.) und auch später bei dessen Kopfball (53.) und war schließlich bei den beiden Gegentoren ohne Chance. Bemerkenswert: Mit 55 Ballkontakten war Jarstein zudem der aktivste Spieler der Hertha auf dem Feld - was auch viel über das Spiel seiner Vorderleute aussagt.

Abwehr:

Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): Hübner der Dortmund-Schreck. Gegen den BVB ließ sich der Innenverteidiger zu ungewohnten Offensivaktionen hinreißen. So bereitete er gleich beide Treffer der TSG direkt vor. Das 1:0 durch Marc Uth mit einem feinen Steilpass, das 2:1 durch Sandro Wagner mit einer Kopfballvorlage. Das konnte sich sehen lassen.
Willi Orban (RB Leipzig): Der Kapitän des Aufsteigers überzeugte beim ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen Hertha BSC als Aufbauspieler (88 Ballkontakte, 91 Prozent Passquote) und Torschütze: nach einer Ecke von Emil Forsberg markierte er per Kopf den Treffer zum 2:0-Endstand. Beinahe wäre ihm sogar der Doppelpack gelungen, doch ein weiterer Treffer wurde ihm richtigerweise wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Mit einer Zweikampfquote von 88 Prozent verrichtete Orban zudem auch seine defensiven Aufgaben gewohnt souverän.
Martin Hinteregger (FC Augsburg): Der Innenverteidiger war in einem von beiden Abwehrreihen geprägten Spiel der herausragende Akteur. Defensiv ließ Hinteregger nichts anbrennen und hatte großen Anteil daran, dass die Gladbacher im gesamten Spiel nur acht Schüsse zustande brachten. Der Österreicher gab seinerseits die meisten FCA-Torschüsse ab (3), hatte die mit Abstand meisten Ballkontakte seines Teams (91) und bescherte Augsburg mit einem präzisen Kopfball den im Abstiegskampf so wichtigen Heimdreier.

Mittelfeld:

Jonas Hector (1. FC Köln): Der Nationalspieler beackerte das zentrale Mittelfeld über die gesamte Spieldauer und machte insgesamt ein starkes Spiel. Er war selten vom Ball zu trennen, setzte zudem Akzente in der Offensive. So leitete er die Führung der Kölner mit einem schönen Pass in die Schnittstelle ein.
Pavel Kaderàbek (TSG 1899 Hoffenheim): Eine bärenstarke Vorstellung des Flügelspielers gegen den BVB. Kaderàbek initiierte über seine Angriffsseite mehrfach Großchancen für Hoffenheim. Immer wieder kam er mit viel Tempo über seinen Flügel und war so gut wie nie zu verteidigen.
Alfredo Morales (FC Ingolstadt): Der defensive Mittelfeldspieler lieferte beim 2:1-Sieg seines FCI in Leverkusen eine tolle Vorstellung ab. An der Seite von Almog Cohen dominierte Morales das Mittelfeld und degradierte Hakan Calhanoglu und Kevin Kampl zur Bedeutungslosigkeit. Seine starke Leistung krönte Morales mit dem wuchtigen Kopfballtreffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung (26.) der Schanzer.
Ousmane Dembélé (Borussia Dortmund): Dembélé ist ein absoluter Ausnahmefußballer. Mit seiner enormen Schnelligkeit und Ballfertigkeit war er von den TSG-Akteuren nicht zu stoppen. Wenn es gefährlich wurde - Dembélé war beteiligt. Er bereitete beide Tore der Dortmunder direkt vor. In der 69. Minute musste der Offensivmann dann jedoch verletzt vom Feld getragen werden. Bis dato war er allerdings der beste Mann auf dem Feld. Eine Augenweide.
Danny Latza (FSV Mainz 05): Es gibt Spiele, in denen einem einfach alles gelingt. Genau so einen Tag erwischte der defensive Mittelfeldspieler beim 3:1 über den HSV. Nachdem Latza zuvor in 33 Bundesliga-Spielen ohne eigenen Treffer geblieben war, traf der ehemalige Junioren-Nationalspieler gegen die Hamburger gleich dreimal ins Schwarze und war damit ohne Diskussionen der Mann des Tages in Mainz.

Sturm:

Sandro Wagner (TSG 1899 Hoffenheim): Der "beste deutsche Stürmer" war auch gegen Borussia Dortmund wieder zur Stelle. Er köpfte seine Mannschaft zum 2:1 in Führung und war auch sonst absoluter Aktivposten in der Sturmzentrale der TSG. Kurz nach der Pause hatte er sogar das 3:1 auf dem Schlappen, traf aber nur den Pfosten.
Florian Niederlechner (SC Freiburg): Die Freiburger liefen beim 1:1 gegen Schalke 04 insgesamt 128,6 Kilometer (Saisonbestwert). Niederlechner brachte es auf 11,15 Kilometer. Außerdem feuerte der 26-Jährige vier Torschüsse ab. Einer davon fand in der 64. Minute den Weg ins Tor, als der Angreifer Ralf Fährmann umkurvte und die Breisgauer mit 1:0 in Führung brachte.

Die Elf der Woche:

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