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Eurosport-Check zum Bundesligastart - TSG Hoffenheim: Unbeschwertheit als Erfolgsfaktor?
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Publiziert 17/08/2016 um 17:31 GMT+2 Uhr
Drei Trainerwechsel, eine Spielzeit am Tabellenabgrund und eine späte Rettung durch den 28-jährigen Trainer-Jüngling Julian Nagelsmann. Eine Seuchensaison liegt hinter der TSG Hoffenheim. Zur neuen Spielzeit planen die Kraichgauer den Neuanfang. Die Lehren sind gezogen, das Prinzip lautet: "Es kann nur besser werden". Nagelsmann startet seinen Neuanfang: TSG 3.0. Der Saisoncheck von Eurosport.
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Die wichtigsten Veränderungen
Kevin Volland war mit seinen Fähigkeiten der TSG hinausgewachsen. Der Nationalspieler ging den logischen nächsten Schritt zu Bayer Leverkusen - und brachte Hoffenheim satte 20 Millionen Euro an Ablöse. Seinen Abgang soll ein Duo auffangen. Leihgabe Andrej Kramaric war in der abgelaufenen Rückrunde mit fünf Tore bereits entscheidend am Klassenerhalt beteiligt und wurde für zehn Millionen Euro fest von Leicester City verpflichtet. Neben ihm soll Sandro Wagner der neue Fixpunkt in der Offensive werden. Der 28-Jährige wechselte nach seinem überragenden Jahr bei Darmstadt 98 für 2,9 Millionen Euro in den Kraichgau. Für mehr Druck aus dem Mittelfeld wurde außerdem Kerem Demirbay (Hamburger SV) geholt. In der Vorsaison glänzte er als Leihspieler von Fortuna Düsseldorf mit zehn Toren und fünf Vorlage.
Wer steht im Fokus?
Früh als Talent erkannt, aber nie den wirklichen Durchbruch geschafft. Sandro Wagner musste lange warten, bevor er mit 28 Jahren bei Darmstadt 98 doch noch seinen sportlichen Weckruf erlebte. Bei den "Lilien" war Wagner mit einem Schlag in aller Munde. Mit 14 Toren, vier Vorlagen und reichlich kessen Sprüchen gehörte er zu den prägenden Protagonisten des Klassenerhalts - und war plötzlich begehrt. Besonders aus England soll es großes Interesse gegeben haben, doch Wagner entschied sich für einen Wechsel innerhalb der Bundesliga zu Hoffenheim. Nun muss er beweisen, dass er mehr als ein "One-Season-Wonder" ist.
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So lief die Vorbereitung
Die letzten Auftritte waren vielversprechend. Gegen den Europa-League-Viertelfinalisten Athletic Bilbao gelang ein 1:1, der griechische Erstligist PAS Giannina wurde mit 7:0 deklassiert. Ansonsten sollten die Fehler der Vorsaison nicht wiederholt werden. Nagelsmann rückte vor allem die Fitness in den Vordergrund und setzte auf mehr taktische Variationen. Die Ziele des Trainers: Mehr Dominanz durch Ballbesitz und Tempo im Spiel nach vorne. In der Vorbereitung konnte die Mannschaft das phasenweise schon gut umsetzen. Nagelsmann veränderte zudem das Mannschaftsgefüge: Eugen Polanski wurde zum neuen Kapitän ernannt, Pirmin Schwegler abgesetzt.
Wo könnte es Probleme geben?
Die Statistik lügt nicht: 551 Torschüsse ließ Hoffenheim in der vergangenen Spielzeit zu - kein Team war anfälliger. Außerdem bleibt die Frage, wie gut es gelingt, Volland zu ersetzen? In der Vorsaison wurden die Auswirkungen fehlender Leistungsträger wie Roberto Firmino, Anthony Modeste und Kapitän Andreas Beck böse unterschätzt. Die Lücke, die Volland hinterlässt, ist ähnlich groß. Die TSG vertraut aber auf die vorhandenen Kräfte. Nagelsmann wird Mittel und Systeme finden müssen, um diesen Qualitätsverlust zu kompensieren. In der Vorbereitung lief das bereits ganz ordentlich.
Die beste Elf
Die Eurosport-Prognose
Alles kann – nichts muss. Die Vorsaison soll verdaut, die anstehende Spielzeit als Grundlage für die zukünftige Ausrichtung des Vereins dienen. Ein klassisches Übergangsjahr. Nagelsmann kann druckfrei agieren und sich und die Mannschaft ausprobieren. Ein besseres Umfeld kann es für einen jungen Trainernovizen nicht geben. Der Kader bietet ihm genügend Möglichkeiten und ist besonders durch die Neuzugänge noch mal in der Breite und Qualität ergänzt worden. Ein Platz im Mittelfeld sollte der TSG sicher sein. Bringen die Neuen dazu die erwarteten Impulse und überträgt sich die Unbeschwertheit auf den Platz, kann Hoffenheim sogar von mehr träumen.
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