FC Bayern - RB Leipzig: Meister Bayern zeigt dem Aufsteiger die Grenzen auf

Meister FC Bayern hat den Liga-Gipfel gegen Aufsteiger RB Leipzig mit 3:0 (3:0) für sich entschieden. Thiago (17.), Xabi Alonso (25.) und Robert Lewandowski per Foulelfmeter (45.) sorgten vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena für klare Verhältnisse. Leipzig musste aber der 30. Minute mit zehn Mann spielen, nachdem Emil Forsberg aufgund eines harten Fouls die Rote Karte sah.

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So lief das Spiel:

Ganz Fußball-Deutschland schaute in den Süden der Republik. Das große Kräftemessen zwischen Bayern und Leipzig stand an. Viel wurde geredet, viel diskutiert - vor allem über die Aufstellungen beider Mannschaften. Carlo Ancelotti setzte Thomas Müller und Franck Ribéry auf die Bank, baute auf den vergleichsweise langsamen Xabi Alonso im Zentrum. Bei RB Leipzig begannen Naby Keïta und Marcel Halstenberg trotz öffentlich gehandelter körperlicher Probleme. Beide Trainer griffen vor dem Topspiel also in die Trickkiste.
Den besseren Schlachtplan erarbeitete aber Ancelotti. Seine Bayern begannen extrem dominant, bissig in den Zweikämpfen und motiviert bis in die Haarspitzen - ganz anders als noch beim knappen Erfolg in Darmstadt am vergangenen Spieltag. Die Münchner rissen das Spiel an sich, ließen Leipzig kaum Zeit zum Luftholen. Im Zentrum gewannen sie nahezu alle Zweikämpfe, auf den Außenposition machte vor allem Douglas Costa mit seinen Gegenspielern was er wollte.
In der 17. Minute zahlte sich das Münchner Powerplay aus. Nach einer Flanke von der rechten Seite von Philipp Lahm scheiterte Lewandowski zunächst am Pfosten. Den Nachschuss verwertete Thiago zur Führung. Nur acht Minuten später folgte der nächste Streich. Arturo Vidal erkämpfte sich den Ball im Leipziger Aufbauspiel - Lewandowski spielte quer auf Thiago, der Alonso bediente. Der Flachschuss des Routiniers aus elf Metern landete im Tor.
In der 30. Minute folgte der nächste Rückschlag für Leipzig. Forsberg sah die Rote Karte nach einer Grätsche von hinten in die Beine von Lahm. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte Lewandowski in der 45. Minute. Nachdem Keeper Peter Gulácsi Costa im Strafraum zu Fall brachte, traf der Pole vom Punkt.
Bei Leipzig lief im ersten Durchgang überhaupt nichts zusammen - die Bayern nahmen die Gäste komplett aus dem Spiel. Das sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern. Die Bayern agierten ruhiger, aber bestimmt. Leipzig kam nie in Schlagdistanz - zu sehr waren sie damit beschäftigt, in der eigenen Hälfte zu verteidigen. Die Gastgeber erspielten sich zwar auch im zweiten Durchgang einige gute Chancen, kamen aber nicht ganz so zielorientiert in die Gefahrenzone wie noch in der ersten Halbzeit - was sie aber auch nicht mussten.

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Die Erfahrung siegt

Ancelotti brachte eine große Portion Erfahrung ins Münchner Spiel. Mit durchschnittlich 29,5 Jahren war es die älteste Bayern-Mannschaft in dieser Saison. Leipzig war im Durchschnitt deutlich jünger - fünf Jahre trennten sie von den Hausherren. Am Ende lag es natürlich nicht ausschließlich an der Erfahrung, dass die Bayern im Topspiel als klarer Sieger hervorgingen - ein Faktor war es aber allemal...

Die Statistik: 5

Da scheint sich ein Quintett bei den Bayern gefunden zu haben. Die Abwehr sitzt absolut sattelfest - jedenfalls wenn Lahm, Javier Martínez, Mats Hummels und David Alaba vor Manuel Neuer verteidigen. Fünf Spiele, fünf Siege - kein Gegentor!
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