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Marco Reus glänzt beim Sieg von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach
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Publiziert 03/12/2016 um 17:21 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund hat dank eines überragenden Marco Reus einen klaren 4:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach gefeiert. Der Nationalspieler bereitete bei seinem Startelf-Comeback drei der vier Dortmunder Treffer vor. Raffael hatte die Gäste in Führung geschossen, ehe der BVB aufdrehte und durch Pierre-Emerick Aubameyang (7., 68.), Lukasz Piszczek (15.) und Ousmane Dembélé (64.) zum Sieg kam.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Defizit? Welches Defizit? Die Debatte um die Brandrede von Trainer Thomas Tuchel und seinen Vorwurf an das Team sollte nach dem Auftritt gegen Gladbach vergessen sein. Seine Mannschaft zeigte die geforderte Reaktion - und Tuchel sollte diese Begegnung vorerst zufrieden gestimmt haben. Zwar begann das Spiel mit einem kleinen Schönheitsfehler durch den frühen Gegentreffer durch Raffael (6.), doch nur 59 Sekunden später konnte Pierre-Emerick Aubameyang (7.) diesen Fehlstart schon wieder beheben.
Im Anschluss entwickelte sich eine einseitige Partie. Dortmund dominierte, wirkte spielfreudiger, extrem gefährlich nach vorne und wurde hinten kaum gefordert. Der 2:1-Führungstreffer fiel nur kurz darauf durch Lukasz Piszczek (15.) nach einer Ecke. In die Halbzeit ging Dortmund mit einem Torschussverhältnis von 7:1.
Die zweite Halbzeit begann unverändert. Dortmund attackierte extrem früh und zwang Gladbach immer wieder zu Fehlern und Ballverlusten. Nur sehr selten konnte das Team von André Schubert mal für Entlastungsangriffe sorgen. In der 50. Minute wurde dem BVB ein Treffer durch Marco Reus wegen Abseitsposition richtigerweise noch verwehrt, der nächste Treffer lag nach weiteren Chancen durch Aubameyang (56.) und erneut Reus (62.) dennoch in der Luft.
Das überfällige 3:1 markierte schließlich Ousmane Dembélé (64.) mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern. Für die endgültige Entscheidung sorgte kurz darauf dann erneut Aubameyang mit seinem 15. Saisontor (68.) - Reus legte seinem Sturmkollegen im Strafraum sehenswert per Hacke auf.
Gladbach war bereits zu diesem Zeitpunkt nur noch darauf bedacht, ein komplettes Debakel zu verhindern. War in den Spielen zuvor noch die mangelnde Torchancenverwertung das Problem, erspielte sich die Borussia dieses Mal außer beim Führungstreffer keine nennenswert gefährliche Gelegenheit. Eine schwache Leistung, die das achte sieglose Bundesliga-Spiel in Folge bedeutet. Allen Gegenbekundungen der Verantwortlichen im Vorfeld zum Trotz - die Krise ist endgültig angekommen am Niederrhein.
Die Stimmen zum Spiel:
André Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben auswärts bei Borussia Dortmund gespielt, gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft. So wie wir das Tor machen, wollten wir es das ganze Spiel machen. Durch die Spielentwicklung mit dem Doppelschlag in der ersten Hälfte hat es etwas gedauert, bis wir uns wieder gesammelt haben. Nach der Pause waren wir eigentlich dran, kriegen durch einen individuellen Fehler das 1:3. Nico Elvedi war in den vergangenen Wochen einer unserer Besten, macht da leider den Fehler. Das hat uns etwas das Genick gebrochen."
Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben eine sehr komplette Leistung gebracht. Gegen Gladbach ist es sehr schwer, aggressiv zu verteidigen. Sie haben da sehr eigene Spieltypen, die in den Halbräumen viel direkt spielen."
Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Ein Trainer kann in solchen Situationen nicht viel machen. Es ist immer auch eine Frage des Spielglücks und Spielpechs, momentan ist es viel Spielpech. Er stellt uns nach wie vor gut ein. Wenn nicht, dann wäre es schlimm. An dieser Phase ist sicher nicht der Trainer schuld, dazu tragen wir alle unseren Teil bei. Wir dürfen jetzt nicht anfangen, an allem zu zweifeln."
Das fiel auf: Starkes Comeback von Reus
Den letzten Startelfeinsatz hatte Marco Reus noch in der vergangenen Saison beim DFB-Pokalfinale gegen Bayern München. Danach begann eine verletzungsbedingte Leidenszeit, die ihn um die EM in Frankreich brachte und auch sein Comeback immer wieder nach hinten verschob. Nach einem Kurzeinsatz gegen Frankfurt gab Reus nun sein Startelf-Coemback beim BVB - ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein Gladbach.
Doch auf seinen "Ex" nahm Reus noch nie Rücksicht: Sechs Torbeteiligungen (4 Tore, 2 Vorlagen) in sechs Spielen hieß es zuvor und diese Serie baute Reus auch im siebten Spiel eindrucksvoll aus. Der 27-Jährige spielte groß auf, harmonierte vor allem mit Flügelkollege Dembelé prächtig und bereitete zum ersten Mal in der Bundesliga drei Treffer vor. Starke Rückkehr!
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 28
Zu Hause eine Macht! Der BVB ist seit 28 Bundesliga-Heimspielen im Signal-Iduna-Park ohne Niederlage (23 Siege, fünf Remis) - das ist laufender Vereinsrekord. Die letzte Pleite gab es im April 2015 beim 0:1 gegen Bayern München.
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