Mario Götze beim BVB gefordert: Zeig' der Welt, dass Du besser bist als Skjelbred!

Mario Götze kommt immer besser in Schwung. Der Neu-Alt-Dortmunder soll langsam aber sicher zur zentralen Figur im Spiel von Borussia Dortmund aufgebaut werden. Damit es dazu kommt, müssen Ansprüche und Erwartungen runtergeschraubt werden. Eine nicht ganz leichte Aufgabe für alle Beteiligte - dennoch scheint sie zu gelingen.

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Zeiten ändern sich.
Einst war Mario Götze der aufgehende Stern am Fußballhimmel. Ein Jahrhunderttalent, zu höchsten Ehren berufen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er mit dem Ballon d'Or in der Hand von einer Bühne grinsen würde, flankiert von einem auf die Plätze verwiesenen Portugiesen und einem Argentinier.
Er war der Spieler, dem Joachim Löw im WM-Finale 2014 den mittlerweile legendären Rat mit auf den Weg gab, er möge doch bitte zeigen, dass er besser sei als Lionel Messi - was Götze dann auch umgehend umsetzte, indem er, und nicht Messi, sein Team zum Titel schoss.
Seitdem sind etwas mehr als zwei Jahre vergangen. Nun ist Mario Götze nicht gescheitert. Alles andere als das. Der 24-Jährige ist fünffacher Deutscher Meister, Weltmeister und ständiges Mitglied in der Nationalmannschaft.

Skjelbred statt Messi

Fakt ist aber: Götze spielt nicht mehr bei Bayern München sondern in Dortmund. Die allerhöchsten persönlichen Ziele hat er nicht erreicht. Und im DFB-Trikot ist er alles andere als unumstritten.
Und wenn er nun von BVB-Trainer Thomas Tuchel auf das Bundesliga-Topspiel gegen Hertha BSC (heute, 20.30 Uhr im Livestream bei eurosport.de) eingestellt wird, könnte ihm sein Trainer ins Ohr flüstern:
Nicht nur, weil die Borussia heute zufällig gegen die Berliner spielt, sondern weil das derzeit der gesunde Anspruch für Götze sein muss. Ein Schritt nach dem anderen. Erst Skjelbred. Irgendwann wieder Messi. Vielleicht.

Götze als Eckpfeiler der Zukunft eingeplant

In Dortmund bauen sie derzeit eine neue Mannschaft auf. Sie ist unverbraucht und strotzt nur so vor Talent. Europas Top-Jungstars sitzen in der Kabine nebeneinander. Zwischen ihnen sitzt Götze. Er soll sie führen. In Zukunft. Dann wenn er wieder ganz bei sich selbst ist.
Der Umbruch war so groß, dass beim Vize-Meister intern frühestens in einem Jahr mit der vollen Entfaltung der Stärke des neuen Teams rechnen. Mindestens so viel Zeit bekommt auch Götze. Man hat keine Eile.
Derzeit wird Götze auf ein Fitnesslevel gebracht, dass ihn zu seiner kräftezehrenden Spielweise befähigt. Dabei arbeiten Tuchel und der Bundestrainer eng zusammen. Beide haben ein Interesse am besten Götze.
In der Nationalmannschaft erhielt der 24-Jährige zuletzt in vier Spielen die Chance, ausgiebig Spielpraxis zu sammeln. Beim BVB erhielt er dagegen hier und da eine Pause. "Er hat jetzt wieder viel mehr Selbstbewusstsein. Jedes Spiel hilft ihm dabei, wieder dahin zu kommen, wo er war", sagt Löw.
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Veränderte Öffentlichkeitsstrategie

Auch Götze selbst geht alles einen Tick gelassener an. Hashtags wie #PartofGoetze oder ähnliches gehören der Vergangenheit an. Der Clinch mit den Fans ist bis auf ein Minimum abgekühlt.
Das Sportliche ist wieder in den Mittelpunkt gerückt. In Dortmund spielt Götze wieder hinter der Spitze. Nicht als "falsche DFB-Neun" oder auf dem Bayern-Flügel. Dort - mit dem Spiel vor sich - fühlt er sich am wohlsten.
"Beim BVB ist er mit dieser jungen Mannschaft und ihrer Spielweise sehr gut aufgehoben", sagt Löw. Gut möglich, dass der Anspruch schon bald wieder Messi statt Skjelbred ist. Aber: Nur nichts überstürzen...
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