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RB Leipzig - Hertha BSC: Timo Werner und Willi Orban machen RBL-Sieg perfekt
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Publiziert 17/12/2016 um 15:02 GMT+1 Uhr
RB Leipzig bleibt in der Bundesliga auch nach dem 15. Spieltag der Herausforderer Nummer eins des FC Bayern München, bei dem es am Mittwoch antritt. Im Heimspiel gegen Hertha BSC gab es einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg. Timo Werner (40.) brachte RBL mit seinem neunten Saisontor in Führung. Kapitän Willi Orban besorgte den Endstand (62.). Naby Keita musste angeschlagen ausgewechselt werden (46.).
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So lief das Spiel:
Das erste "Ost-Duell" seit langer Zeit in der Bundesliga - und gleich ein Spitzenspiel: Mit Hertha BSC kam der Tabellendritte zum Tabellenzweiten und Durchstarter nach Leipzig. Ein Szenario, mit dem nach 14 Spieltagen kaum einer gerechnet hatte. Eine Spitzenleistung während der 90 Minuten bot allerdings nur der Aufsteiger aus Leipzig.
Die Vorgaben von Hertha-Trainer Pal Dardai mit vielen langen Bällen und aggressivem Pressing verpufften wirkungslos, Leipzig war einfach handlungsschneller und überrollte den Gegner regelrecht. Beinahe im Minutentakt wurde das Tor der Berliner angelaufen, allerdings fehlte Leipzig oft der letzte Pass oder ein Berliner bekam noch ein Bein dazwischen.
Beste Möglichkeiten von Marcel Halstenberg (8.), Marcel Sabitzer (20.) und Naby Keita vereitelte Keeper Rune Jarstein. In der 40. Minute war der Bann aber gebrochen: Keita bediente Timo Werner im Strafraum, der nach innen zog und aus kurzer Distanz zur Führung einschob.
In der 2. Halbzeit das unveränderte Bild: Leipzig war spielbestimmend, Hertha hatte schon Mühe, überhaupt über die Mittellinie zu kommen. Einen Kopfball nach Ecke von Halstenberg konnte Jarstein noch über die Latte lenken (53.), bei einer weiteren Ecke war der Schlussmann in der 62. Minute chancenlos: Im Strafraum der Berliner stimmte die Zustimmung nicht und Willi Orban durfte nach einem Eckball von Emil Forsberg sträflich frei per Kopf zum 2:0 einnetzen.
Leipzig nahm das Tempo danach etwas raus, ohne dabei von Hertha in Bedrängnis zu geraten: Die Gäste kamen während der gesamten Spielzeit zu keiner echten Torchancen. Ein völlig verdienter Sieg von Leipzig, der einmal mehr die Qualität des Aufsteigers deutlich macht; Berlin war dieser Übermacht zu keiner Phase gewachsen.
Die Stimmen:
Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Ich habe nach dem 0:1 gegen Ingolstadt eine Reaktion erwartet, und meine Mannschaft hat mich nicht enttäuscht. Wir waren heute von Beginn an auf dem Platz, der Glaube war da. Timo Werner hat mit seinem Tor dafür gesorgt, dass das Spiel in unsere Richtung gelaufen ist. Das war ein rundum gelungener Nachmittag für uns."
Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Heute war nichts drin, das müssen wir akzeptieren. Leipzig war zu schnell für uns. Der Gegner hat großen Druck ausgeübt. Wir hätten die erste Hälfte ohne Tor überstehen müssen, um Chance zu haben."
Willi Orban (RB Leipzig): "Wir wollten nach der Vorwoche eine echte Reaktion zeigen und die haben wir gezeigt - und das über 90 Minuten."
Péter Gulácsi (RB Leipzig): "Es war eine Top-Leistung. Ich habe meine Defensivreihe schon gelobt, wir haben nichts zugelassen und zu Null gespielt."
Das fiel auf: Der Plan von Dardai zieht nicht
"Kein Tor kassieren, und irgendwie eins machen", zeigte sich Trainer Pal Dardai vor der Partie überzeugt von seinem Matchplan und legte gleich nach: "Wir fahren nicht nach Leipzig, um 60 Prozent Ballbesitz zu haben, sondern um dort Punkte zu klauen". Der Ungar schien sich seiner Sache sicher - nur wurde der Plan von seinem Team nicht umgesetzt.
Lange Bälle gegen das Pressing von Leipzig und insgesamt ein stabiles Zentrum, so lautete die Vorgabe. Zumindest defensiv schlug sich Berlin teilweise solide, offensiv fand der Hauptstadtklub nicht statt: Erst in der 30. Minute tauchte mit Julian Schieber erstmals ein Herthaner mit Ball im gegnerischen Strafraum auf, in der 81. Minute gab es schließlich den ersten Eckball. So lassen sich keine Tore erzielen. Und so hatte sich Dardai das sicher nicht vorgestellt.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 55
Eine Statistik mit Seltenheitswert – und klares Indiz für die Einseitigkeit der Partie: Berlins-Torhüter Rune Jarstein war mit insgesamt 55 Ballkontakten der aktivste Herthaner auf dem Feld.
Den zweitbesten Wert bei der Hertha verzeichneten Allan und Peter Pekarik mit 52 Ballkontakten. Zum Vergleich: Mit 111 Kontakten hatte der aktivste Spieler bei Leipzig mit Diego Demme mehr als doppelt so viele Ballaktionen.
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