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BVB: Macht's Henrich Mchitarjan wie Nuri Sahin, Shinji Kagawa und Mario Götze? Rückkehr mit Risiken
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Publiziert 28/12/2017 um 19:45 GMT+1 Uhr
Macht's Henrich Mchitarjan wie Nuri Sahin, Shinji Kagawa und Mario Götze? Alle wurden groß beim BVB, zogen in die noch größere Fußballwelt hinaus und kehrten wieder heim ins schwarz-gelbe Mutterschiff. Auch bei Mchitarjan, der Borussia Dortmund 2016 für Manchester United verließ, soll ein Comeback zur Disposition stehen, in dieser Winterpause schon. Es wäre mit erheblichen Risiken verbunden.
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Weihnachten ist vorbei, aber das Fest der Liebe hallt nach in der Bundesliga.
Richtig heimelig wird's in Deutschlands Eliteklasse, mit Spielern, die sich Vereinen anschließen, denen sie sich zugehörig fühlen: Sandro Wagner dem FC Bayern. Mario Gomez dem VfB Stuttgart. Simon Terodde dem 1. FC Köln. Und, ja gut, der in China unglückliche Anthony Ujah dem FSV Mainz 05. Zurück zur Ex, ohne Gram.
Die Bühne wäre bereitet für Henrich Mchitarjan, die Ex heißt Borussia Dortmund, das ja Gefallen an Heimkehrern gefunden hat. Nuri Sahin (2013), Shinji Kagawa (2014), Mario Götze (2016), alle groß geworden beim BVB, dann in die noch größere Fußballwelt hinausgezogen - und mehr oder minder reumütig ins schwarz-gelbe Mutterschiff gehuscht, als es in Madrid, Manchester und München doch nicht lief wie erhofft.
Mchitarjan-Störgeräusche sind nicht vergessen
Auch bei Mchitarjan, der Dortmund 2016 für Manchester United verließ, soll ein BVB-Comeback zur Disposition stehen, in dieser Winterpause schon. "Ich kenne ja wie kein anderer die ökonomischen Daten seines Transfers zu United, von daher ist das nur mit viel Phantasie vorstellbar", wehrt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke via "Bild" ab.
So ähnlich hatte er sich übrigens bei Sahin geäußert. Und bei Kagawa. Und ganz besonders bei Götze. Am Ende reichten Phantasie und Kleingeld immer aus.
12,5 Millionen Euro per annum soll Mchitarjan sein bis 2020 datierter Vertrag in Manchester bescheren, nachdem er mit ziemlichem Gezetere für 42 Millionen Euro auf die Insel transferiert worden war. Noch schwerwiegender als das Finanzielle - Mchitarjan müsste so oder so Kulanz zeigen - wiegen deshalb die Störgeräusche seines Abschiedes, vergessen hat sie in Dortmund niemand.
"Wir waren der felsenfesten Überzeugung, dass er bleiben würde", sagte Watzke im Sommer 2016 zur "WAZ", ergeben hätte sich diese Sicht "aus allen Gesprächen mit ihm. Die Legende, dass ihn der böse Berater zum Wechsel getrieben hätte, ist nicht wahr. Mino Raiola ist natürlich ein spezieller Typ, ein bisschen krawallig, aber er macht nichts anderes, als den Willen des Spielers umzusetzen."
Sahin, Kagawa, Götze wurden nicht besser
Für Mchitarjan gab's eine Spitze:
Sportlich hat sich der Schritt zu United jedenfalls nicht ausgezahlt. Ja, Mchitarjan gewann 2017 die Europa League, schoss beim Finalsieg über Ajax Amsterdam (mit Ex-BVB-Trainer Peter Bosz) ein Tor, doch persönlich durchschlagender Erfolg gelang ihm keiner.
In der laufenden Saison setzte ihn José Mourinho nur dreimal über die volle Distanz ein, gar neunmal stand Mchitarjan, obwohl gesund, nicht im Kader. Zur Wahrheit gehört außerdem, dass Sahin, Kagawa und Götze nie besser waren als in ihren ersten Dortmunder Engagements.
Beispiel Sahin. Als genialer Mittelfeldstratege dirigierte er den BVB zur 2011er Meisterschaft, dann lockte Real. Würden ihn die Madrilenen heute noch einmal verpflichten? Nein.
Beispiel Kagawa. Der Japaner kam in 71 Spielen auf 29 Tore und 16 Vorlagen. Im zweiten Versuch sammeln sich bislang ebenso viele Treffer sowie 38 Assists - bei 135 Einsätzen.
Beispiel Götze. 31 Tore und 44 Vorlagen bis zum Bayern-Beben, anschließend drei Tore und sechs Vorlagen. Inzwischen bekleidet Götze eine defensivere Rolle und war durch Krankheit bzw. Verletzung längere Zeit außen vor; eine derart prägende Wirkung wie früher gelang ihm trotzdem nicht mehr.
Und Mchitarjan ist doch so sensibel…
Die Rückkehr zur "Echten Liebe" ist romantisch, aber nicht automatisch gewinnbringend - weil sich Erwartungen oft aus Verklärungen bemessen.
Beim BVB brachte es Mchitarjan auf 41 Tore und 49 Vorlagen in 140 Partien, seine überragende letzte Saison (elf Treffer, 20 Assists) verwischte den Eindruck, dass es unter Jürgen Klopp komplizierte Phasen gegeben hatte.
Dieser sensible und extrem kopfgesteuerte Künstler stach erst durch Thomas Tuchels Einfluss hervor. "Er hat all meine Fähigkeiten geweckt, die Dinge liefen fast automatisch", staunte Mchitarjan.
Dem umgänglichen Peter Stöger wäre ein solches Erweckungserlebnis sicherlich zuzutrauen. Aber galt Klopp nicht als Inbegriff des Menschenfängers?
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