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Watzke ordnet BVB neu: Chance für Stöger, aber einig mit Nagelsmann?

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Watzke (r.) und Peter Stöger

Fotocredit: Getty Images

VonDaniel Rathjen
11/12/2017 Am 13:28 | Update 11/12/2017 Am 13:28
@DanielRathjen

Noch bevor der neue Trainer Peter Stöger bewiesen hat, dass er jetzt der Richtige für Borussia Dortmund ist, raunen sich schon viele rund um den Borsigplatz den Namen Julian Nagelsmann zu. Gerüchten zufolge soll bereits Einigkeit mit dem Coach der TSG 1899 Hoffenheim bestehen. Eine große Hürde gibt es da aber noch. Und schließlich auch noch Stöger. Denn wehe, wenn dieser zu viel Erfolg hat...

Es ist offensichtlich: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schwingt das Zepter bei Borussia Dortmund in diesen Tagen so energisch wie lange nicht.

Sportdirektor Michael Zorc hatte sich intern im Sommer mit seinem Wunschkandidaten Peter Bosz durchgesetzt. Doch der Niederländer floppte, ist seit Samstag weg. Watzke ergriff die Initiative, rief am Samstag nach der Pleite gegen Werder Bremen umgehend seinen Favoriten aus dem Sommer an. Und Peter Stöger kam prompt.

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Auf den ersten Blick etwas irritierend wirkt jedoch dessen Vertragslaufzeit nur bis Saisonende. Wird ihm nur eine Übergangslösung zugetraut? Oder existiert bereits seit längerer Zeit ein anderer Plan für den strukturierten Neuaufbau ab 2018 mit Trainer-Shootingstar Julian Nagelsmann?

Ablöse für Nagelsmann 2018?

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Sonntag, es bestehe Einigkeit mit dem Noch-Coach von 1899 Hoffenheim - "so gut wie" zumindest. Die "SZ" behauptet, dass der BVB "auch ganz aktuell" versucht habe, Nagelsmann schon zu Weihnachten loszueisen - um eine Übergangslösung, wie sie Stöger nun zu sein scheint, zu vermeiden. Der Versuch soll nicht von Erfolg gekrönt gewesen und schnell als "unrealistisch" eingestuft worden sein.

Nagelsmanns Situation ist bekannt, sein Vertrag bei der TSG läuft bis 2021 - für 2019 soll er eine Ausstiegsklausel besitzen. Um ihn schon 2018 zu bekommen, will Watzke Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp angeblich eine Ablöse anbieten.

Die große Frage ist dabei, ob sich der Milliardär auch darauf einlässt. Grundsätzlich wissen sie in Hoffenheim schon, dass Nagelsmann nicht ewig im Kraichgau bleiben wird.

Nagelsmann in der Defensive

Der 30-jährige Trainer selbst, der mit Hoffenheim eine schwierige Saison durchlebt, sagte am Sonntag nach der Niederlage seiner Mannschaft in Hannover zu den erneuten Spekulationen um seine Zukunft:

Es ändert sich nicht alle zwei Tage. Vor zwei Tagen habe ich schon gesagt, ich habe keinen Kontakt.

Daran hat sich offenbar auch in den letzten 48 Stunden nichts geändert.

Watzke hält sich indes alle Optionen offen, indem er am Sonntag - angesprochen auf die Vertragslaufzeit Stögers - betonte:

In Stein gemeißelt ist gar nichts. Für beide Seiten war wichtig, sich zunächst bis zum 30. Juni zueinander zu bekennen.

Stöger will die Chance nutzen

Schlägt Stöger ein, darf er also eventuell sogar weitermachen? Der Österreicher, der mit dem 1. FC Köln in dieser Saison in 14 Spielen nur drei Punkte holte und danach entlassen wurde, will seine Chance, die sich ihm nun überraschend bot, in jedem Fall nutzen:

Ich brauche keinen Rentenvertrag. Ich möchte bis zum Sommer etwas aufbauen. Als Trainer wird man in ziemlich kurzen Abständen bewertet, das ist für mich überhaupt kein Problem. Ich hätte auch 14 Tage trainiert.

Er spürt offenbar ausreichend Vertrauen in seine Fähigkeiten:

Sie haben mich bestimmt nicht geholt, weil ich mit Köln in dieser Saison nur drei Punkte geholt habe.

Watzkes Auftrag an Stöger nach dem Sturz des vormaligen Spitzenreiters aus den Europacup-Rängen ist denn auch eindeutig:

Er soll jetzt erst einmal Punkte holen. Das ist das entscheidende Thema.

Die letzten Liga-Spiele des Jahres steigen in Mainz und danach pikanterweise gegen Hoffenheim. Zu den Erwartungen für das Pokal-Achtelfinale in der Weihnachtswoche bei Meister Bayern München sagte Watzke nichts.

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