BVB vor Millionen-Endspiel gegen Hoffenheim - so viel steht auf dem Spiel

Die Partie am 34. Bundesliga-Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim (15:30 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) ist ein Endspiel für Borussia Dortmund nach einer extrem turbulenten Saison. Sollte jetzt auch noch die Qualifikation für die Champions League verpasst werden, hätte das eine Reihe von negativen Konsequenzen zur Folge. Es steht verdammt viel auf dem Spiel.

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Besch… oder berauschend? Wie endet die turbulenteste Saison seit langem mit Spielerstreik, Anschlags-Traumata, Trainerwechsel und enormen Leistungsschwankungen für Borussia Dortmund? Vor dem "Finale" gegen die TSG 1899 Hoffenheim bangt der BVB um die Qualifikation für die Champions League.
Während es für die Gastgeber in Sinsheim ein Sahnehäubchen auf die Saison wäre, ist die Königsklasse für Dortmund eigentlich ein Muss. Entsprechend lastet der Druck im "Millionenspiel" auf den Gästen, bei denen Peter Stöger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum letzten Mal als Trainer auf der Bank sitzt.

BVB würde Unentschieden reichen

Dortmund ist momentan Dritter mit 55 Punkten, es genügt ein Unentschieden, um in der kommenden Saison sicher in der Champions League dabei zu sein. Sogar eine knappe Niederlage könnte reichen, wenn der BVB seine bessere Tordifferenz gegenüber Hoffenheim (drei Tore) und Bayer 04 Leverkusen (sechs Tore) wahrt.
Eng wird es aber, wenn der BVB mit zwei Toren in Hoffenheim verliert und Leverkusen hoch gegen Hannover gewinnt. Immerhin: Die Europa-League-Qualifikation kann dem BVB niemand mehr nehmen.
Die Differenz zwischen den beiden internationalen Wettbewerben beträgt allerdings 30 Millionen Euro. Eine Summe, die BVB-Boss Hans-Joachim Watzke liebend gerne in die angedachte Umstrukturierung des Kaders stecken würde, den Lucien Favre als Coach in die Zukunft führen soll.
Ohne Champions League wäre der sportliche Anreiz für potenzielle Neuzugänge um ein Vielfaches geringer. Dieser "Worst Case" soll laut BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber keinen Einfluss auf die Handlungsfähigkeit haben - Sportdirektor Michael Zorc soll unabhängig von Champions-League-Millionen seine Geschäfte vorantreiben, betonte Watzke zuletzt.

Bei Europa League sinkt der Status

Auch in Sachen Ausstrahlung wäre der Trostpreis Europa League fatal. In den vergangenen Jahren trieb der BVB die internationale Vermarktung stark voran, in diesem Mai und Juli stehen Promo-Touren in die USA auf dem Plan. Erfolge in der jüngeren Vergangenheit hin oder her, Bekanntheit und Beliebtheit dürften ohne "Königsklasse" zumindest nicht weiter steigen.
Zu bedenken gilt es zudem, dass ein Abstieg in Europas zweite Liga auch Auswirkungen auf die Marktwerte der Spieler haben würde. Das ist ein Nachteil im Hinblick auf zukünftige Transfererlöse. Die "Ruhrnachrichten" spekulieren zusätzlich damit, dass Akteure wie Sokratis, Christian Pulisic und Raphael Guerreiro aufgrund fehlender Spitzen-Perspektive einen Weggang forcieren könnten.

Stöger glaubt an den BVB

Mit derartigen Nebenschauplätzen will sich Stöger momentan natürlich nicht beschäftigen. Stattdessen lenkt er bestens gelaunt den Fokus auf Samstag.
Die Hoffenheimer, die ebenso wie der BVB auch noch Verfolger Bayer Leverkusen (gegen Hannover) im Rückspiegel beobachten müssen, wollen Stögers Plänen einen Strich durch die Rechnung machen.
"Wir haben das Endspiel und da freuen wir uns drauf", sagte Abwehrchef Kevin Vogt und Nadiem Amiri äußerte: "Das geilste Spiel der Saison wartet jetzt am letzten Spieltag auf uns".
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