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FC Bayern kann gegen Borussia Dortmund den Meistertitel gewinnen
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Publiziert 29/03/2018 um 12:41 GMT+2 Uhr
Dank Uli Hoeneß ist bekannt, dass "der Nikolaus nicht der Osterhase ist", will heißen: Titel werden im Frühjahr gewonnen. Und tatsächlich könnte der FC Bayern schon am Samstag, am Ostersamstag also, seine 28. deutsche Meisterschaft feiern. Ausgerechnet mit einem Sieg gegen Erzrivale Borussia Dortmund könnten die Münchner für ein Novum sorgen. Vorausgesetzt der FC Schalke 04 spielt auch mit.
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Vor vier Jahren waren die Bayern bereits am 27. Spieltag durch. Es wäre aber das erste Mal, dass die Entscheidung in der 2005 eröffneten Allianz Arena fällt, noch dazu gegen Borussia Dortmund. Eine Meisterstück dahoam, das wäre doch auch was.
Ob die Sektkorken bereits am Samstagabend knallen können, hängt freilich auch von Schalke 04 ab. Wenn Königsblau nicht gegen den SC Freiburg gewinnt (Samstag, 15:30 Uhr), hat der FC Bayern ein paar Stunden später (18:30 Uhr) die Chance, mit dann uneinholbaren 19 oder 20 Punkte Vorsprung in die letzten sechs Spieltage zu gehen.
"Unser Plan ist es nicht, dass sie gegen uns die Meisterschaft feiern", sagte BVB-Trainer Peter Stöger. Trainer Jupp Heynckes ist aber ohnehin "gleichgültig", wann es passiert - hat er bereits vor knapp zwei Wochen vor dem Spiel in Leipzig versichert.
Bayern und Dortmund auf Trainersuche
Sportlich birgt der deutsche Klassiker diesmal weniger Spannung als in den vergangenen Jahren: In der Tabelle trennen die beiden Rivalen Welten. Eine Niederlage käme freilich dennoch ungelegen, nicht nur des Prestiges wegen.
Der FC Bayern spielt bereits drei Tage später das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Sevilla - da wäre eine gute Leistung gegen Dortmund ein willkommenes Vorspiel. Und der BVB kann im Kampf um die erneute Teilnahme an der Königsklasse ohnehin jeden Punkt dringend brauchen.
Erheblich mehr Brisanz bergen derzeit allerdings die Vorgänge außerhalb des Platzes. Das beginnt bei der Trainersuche. Der FC Bayern ist nach der Absage von Thomas Tuchel unter Druck, einen geeigneten Nachfolger für Heynckes zu finden.
Ein Kandidat wäre Ralph Hasenhüttl, der bis 2019 bei RB Leipzig gebunden ist, der aber am Donnerstag noch einmal behauptete, er sei eigentlich noch zu grün für den Job beim FC Bayern. Ein anderer Lucien Favre - nach der Saison zu haben. Auch Niko Kovac von Eintracht Frankfurt gilt als geeignet. Drei Trainer - und zwei Vereine, die an ihnen interessiert sind.
50+1-Streit zwischen Rummenigge und Watzke
Auch Borussia Dortmund soll ganz oben Hasenhüttl, aber auch Favre und Kovac auf dem Zettel haben. Auf der Bank sitzt erst mal noch Peter Stöger, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch in der kommenden Saison so sein wird, scheint eher gering. Obwohl der BVB unter dem Österreicher in der Liga noch ungeschlagen ist (seit zwölf Spielen), gilt er nicht als Mann der Zukunft. Kritikpunkte: Eine unattraktive Spielweise und das blamable Ausscheiden in der Europa League.
Und dann ist da neuerdings noch die Auseinandersetzung zwischen den Klubchefs Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke. Der Dortmunder Geschäftsführer zeigte sich arg irritiert über Rummenigges im "kicker" veröffentlichtes Plädoyer für eine Liberalisierung der 50+1-Regel.
Dies würde nicht nur die Bundesliga ausgeglichener machen, behauptete Rummenigge, sondern gleichzeitig auch seinen Klub international konkurrenzfähiger. Watzke dagegen befürchtet, dass dies nicht zuletzt dem BVB schadet.
Watzke warnt vor Spaltung der Bundesliga
"Bislang hatte ich selten den Eindruck gehabt, dass es den Bayern um die Chancengleichheit in der Bundesliga ging", sagte Dortmunds Geschäftsführer in der "Welt": "Das Argument ist – mit Verlaub – nicht stimmig." Watzke ging sogar so weit, vor einem immer größer werdenden Bruch zwischen den Vereinen zu warnen:
Anders ausgedrückt: Die Meisterschaft sollte künftig nicht immer schon dann entschieden sein, wenn der Osterhase kommt.
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