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FC Bayern München: Auf dieses Team setzt Willy Sagnol gegen Hertha BSC
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Publiziert 30/09/2017 um 23:51 GMT+2 Uhr
Willy Sagnol ist nach der Trennung von Trainer Carlo Ancelotti neuer Interims-Trainer beim FC Bayern. Zwar soll nach der Länderspielpause ein neuer Coach beim Rekordmeister vorgestellt werden, doch bis zu diesem Zeitpunkt ist Sagnol der Boss an der Seitenlinie. Seine Aufgabe ist vor dem Spiel in Berlin gegen Hertha BSC klar. Er muss wieder für Balance und Ruhe im Team sorgen.
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Willy Sagnol hat in dieser turbulenten Woche beim deutschen Rekordmeister eine wichtige Aufgabe zu meistern. Zum einen wird erwartet, dass er die Balance im Team des FC Bayern wiederherstellt. Zum anderen steht außer Frage, dass er mit den Münchnern gegen Hertha BSC (Sonntag, 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) gewinnen muss.
Sportdirektor Hasan Salihamidžić betonte:
"Feuerwehrmann" Sagnol muss das angeschlagene Team nach dem Remis gegen Wolfsburg (2:2) sowie der schmerzhaften Niederlage gegen PSG schnell wieder auf Vordermann bringen.
Aber der Franzose hat noch eine weitere Aufgabe zu bewältigen. Sagnol muss den Bayern-Stars, die sich mit Ancelotti in den letzten Wochen und Monaten zerstritten hatten, wieder das Gefühl geben, dass sie wichtig sind.
Sagnol setzt wieder auf "Robbery"
Allen voran seinem französischen Landsmann Franck Ribéry, der sich mit Ancelotti zuletzt komplett überworfen zu haben schien. Aber auch Arjen Robben, Mats Hummels, Kingsley Coman und Jérôme Boateng benötigen "Streicheleinheiten".
Mit diesen Spielern verscherzte es sich Ancelotti am Ende komplett. Der Italiener setzte sie bei der Champions-League-Pleite gegen Paris Saint-Germain auf die Bank, was das Fass zum Überlaufen brachte und ihn nach dem 0:3 letztlich den Job kostete. Boateng stand nicht einmal im Kader.
Jetzt muss Sagnol die gute Laune zurückbringen, um den Ärger über Ex-Trainer Ancelotti aus den Köpfen der Bayern-Stars zu bekommen. Das Rezept im Fußball ist einfach. Einsatzzeiten auf dem Platz sorgen seit jeher für helleres Gemüt.
Deshalb wäre es keine Überraschung, wenn Sagnol gegen Berlin auf "Robbery", Hummels sowie Boateng - wenn er spielfit ist - wird. Vom Prinzip her muss Sagnol nicht viel tun, denn die beste Bayern-Mannschaft stellt sich fast von allein auf.
Hoeneß: "Wir haben keinen Zeitdruck"
Im Tor steht Sven Ulreich, der Manuel Neuer (Haarriss im linken Mittelfuß) weiterhin ersetzt. Davor wird Sagnol aller Voraussicht nach mit Hummels, Boateng, Joshua Kimmich und David Alaba in der Viererkette spielen.
Auf der Doppelsechs streiten sich mit Sebastian Rudy, Thiago und Corentin Tolisso mehrere Kandidaten um die Plätze in der Startelf. Arturo Vidal ist aufgrund von "muskulären Ermüdungen" nicht mit nach Berlin gereist. Davor dürften Robben, Ribéry, Thomas Müller und Robert Lewandowski gesetzt sein.
Falls Ribéry zu Beginn des Spiels doch auf der Bank sitzt, weil Coman startet, wird ihn Sagnol auf jeden Fall einwechseln und ihm genügend Spielzeit verschaffen. Unter Ancelotti kam Ribéry gegen PSG nicht einmal eine Minute zum Einsatz.
Nach dem Aus von Ancelotti werden die Spieler wieder Gas geben, um sich zu präsentieren, denn der neue Bayern-Trainer könnte seinen Einstand am 14. Oktober gegen den SC Freiburg geben. Heißester Favorit ist angeblich Thomas Tuchel.
Uli Hoeneß erklärte in der "WAZ":
Bis zu diesem Zeitpunkt hat Sagnol das Ruder in der Hand, der mit Bayern 2001 die Champions League gewann und von den Fans im Stadion als "Willyyy" verehrt wurde. Insgesamt spielte er neun Jahre beim Rekordmeister.
Zurück zur Normalität
Sagnol genießt ein hohes Ansehen im Verein. Deshalb ist davon auszugehen, dass er auch beim dauerhaften Ancelotti-Nachfolger Teil des Trainerteams wird. Oder darf er gar nach einem fulminanten Auftaktsieg sein Konzept vorstellen und länger bleiben? Es ist zumindest eine denkbare Variante.
Salihamidžić weiter:
Zu Hoeneß hat Sagnol, der vor seiner Rückkehr nach München von 2014 bis März 2016 als Trainer bei Girondins Bordeaux arbeitete, einen besonderen Draht. Er passt als ehemaliger Spieler und Publikumsliebling genau ins Beuteschema. Darüber hinaus ist er mit einer ehemaligen Sekretärin des FC Bayern verheiratet.
Von Vorteil dürfte auch der gute Draht von Sagnol zu den Franzosen im Team sein. Gerade Spieler wie Ribéry benötigen Rückendeckung, um ihre Topleistungen abzurufen. Neben Französisch kann sich Sagnol auch auf Deutsch, Spanisch, Englisch und Italienisch mit seinen Spielern verständigen, was ihm die Arbeit erleichtert.
Als wirklich langfristiger Cheftrainer scheidet der 40-Jährige zwar aus, aber Sagnol kann dem FC Bayern nun wieder ein Stück "Normalität" zurückgeben. Ruhe - sprich: Siege - waren beim FC Bayern schon immer das höchste Gut.
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