Damit ist Hummels sogar drei Millionen Euro teurer als bei seinem Abschied vor drei Jahren.
"Ich gehe davon aus, dass wir uns wiedersehen und ich kann Dir eins sagen: Du bist beim BVB immer extrem willkommen", hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Hummels damals auf dem Bankett nach dem gegen die Bayern verlorenen Pokalfinale zugerufen. Doch die Rückholaktion spaltet beide Fanlager.
Während viele Bayern-Anhänger ihrer Nummer 5 hinterhertrauern, sehen nicht wenige Dortmunder das Comeback skeptisch. Das Urteil im Netz geht von "Weltklassespieler" und "Verstärkung" bis hin zu "viel zu langsam" und "Auslaufmodell". Als Hummels vor drei Jahren seinen Wechselwunsch hinterlegt und der BVB dies per Ad-hoc-Meldung bekannt gemacht hatte, wurde er zur Zielscheibe der enttäuschten Fans. Hummels sprach frustriert von einer "Drecksmitteilung", Watzke distanzierte sich von den Pöblern, deren Reaktion Sportchef Michael Zorc "beschämend" nannte.
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Jetzt hat die Borussia zwar fünf Innenverteidiger im Kader, mit Ausnahme von Ömer Toprak (29) jedoch nur junge Spieler. Hummels könnte mit seiner Erfahrung zu der Leitfigur werden, die im jüngsten Titelkampf schmerzlich vermisst wurde.

Hummels bereits der vierte Top-Einkauf

In München war das Eigengewächs (1995 bis Januar 2008) beim Anhang beliebt, doch für die Bosse nach insgesamt 118 Profispielen (acht Tore), drei Meisterschaften und einem Pokalsieg verzichtbar. Er selbst sah angesichts der teuren Verpflichtungen der Weltmeister Lucas Hernandez und Benjamin Pavard wohl keine echte Perspektive mehr. Außerdem gehörte er zu den Kritikern von Trainer Niko Kovac, der Niklas Süle zum Abwehrchef gemacht hatte.
Hummels, laut kicker-Rangliste bester Bundesliga-Innenverteidiger der Rückrunde, ist bereits der vierte Großeinkauf des BVB, der den Bayern nach der Schale trachtet. Zuvor hatte die Borussia bereits die Nationalspieler Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Nico Schulz (TSG Hoffenheim) sowie den Belgier Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) für insgesamt 76 Millionen Euro verpflichtet.
Mit Rückholaktionen hat Dortmund gemischte Erfahrungen gemacht. Nuri Sahin und Shinji Kagawa floppten, Andreas Möller oder Marco Reus wurden zu Anführern. Bei Götze, der 2016 nach drei durchwachsenen Bayern-Jahren wieder "nach Hause" kam, steht ein endgültiges Urteil noch aus.
(SID)
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