Bundesliga: Borussia Dortmund gewinnt turbulentes Duell gegen Bayer 04 Leverkusen

Borussia Dortmund hat am 23. Bundesliga-Spieltag Bayer Leverkusen in einem packenden Duell zuhause mit 3:2 (2:1) geschlagen. Dan-Axel Zagadou (30.), Jadon Sancho (38.) und Mario Götze (60.) trafen für den Tabellenführer, der nach zuletzt drei Remis in Folge wieder einen Sieg einfuhr. Für die Gäste aus Leverkusen waren Kevin Volland (37.) und Jonathan Tah (75.) erfolgreich.

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So lief das Spiel:

Bayer ging von Anfang an sehr früh drauf, sodass der BVB zunächst kaum aus der eigenen Hälfte kam. Die Leverkusener dominierten, ermöglichten sich einige gute Abschlüsse und hatten rund eine halbe Stunde alles im Griff. Eine Dortmunder Standardsituation stellte dann jedoch den Spielverlauf auf den Kopf. Sancho schlug eine Ecke von links scharf in den Fünfer, wo Zagadou Gegenspieler Tah entwischte und den Ball aus etwa drei Metern zum 1:0 über die Linie drückte (30.).
Die "Werkself" schüttelte sich kurz und fand wenige Minuten danach die passende Antwort - den Ausgleich zum 1:1: Kai Havertz und Volland kombinierten sich klasse in zentraler Position bis an den Strafraumrand, wo Letzterer flach draufhielt und ins rechte Eck traf (37.).
Kurz danach bekamen Abdou Diallo und Sancho allerdings zu viel Platz, was die Borussen nutzten, um sich erneut in Führung zu schießen. Diallo wurde auf der linken Außenbahn nicht gestört, sodass er in die rechte Sechzehnerhälfte flankte. Dort hatte Sancho viel Freiraum und netzte per Außenrist-Volley fulminant zum 2:1 ins lange Eck (38.).
Die Gäste mussten den erneuten Rückschlag verarbeiten - sie wirkten bis zum Halbzeitpfiff etwas verunsichert.
Leverkusen bestimmte die erste Phase des zweiten Abschnitts, musste gegen hocheffektive Dortmunder aber erneut trotz Überlegenheit einen Gegentreffer einstecken. Achraf Hakimi flankte von rechts halbhoch nach innen. Der Ball wurde von zwei Leverkusenern abgefälscht und landete bei Mario Götze, der aus 16 Metern zum 3:1 ins linke untere Eck wuchtete (60.).
Anschließend drückte Bayer 04 auf den Anschlusstreffer, Dortmund fokussierte sich auf die Defensivarbeit und lauerte auf Tempogegenstöße. Leverkusen verkürzte in der 75. Minute auf 2:3: Julian Brandt hob einen Freistoß aus halbrechter Position gefühlvoll an die Fünferkante. Dort enteilte Tah Julian Weigl und nickte ein.
Die Rheinländer strahlten in der Schlussviertelstunde sowie in den sechs nachgespielten Minuten kaum noch Torgefahr aus. Dortmund rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Die Stimmen:

Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Es ist ein sehr gutes Gefühl, zurück auf dem Platz zu sein. Es war kein einfaches Spiel, aber wir haben es gut gemacht. Wir schöpfen daraus wieder Selbstvertrauen."
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es war sehr intensiv. Leverkusen hat uns am Anfang dominiert. Das 2:1 war sehr wichtig für die Moral. Wir haben aber zu tief gespielt. Leverkusen ist eine gute Mannschaft. Es ist schwer, sie zu kontrollieren. Wir haben gut reagiert, sind ruhig geblieben. Das war wichtig."
Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): "Am Ende zählen natürlich die Punkte - in den entscheidenden Momenten waren wir nicht wach genug. Aber wenn wir so spielen, brauchen wir uns vor niemandem verstecken. Wenn wir weiter so auftreten, werden wir unsere Ziele erreichen."
Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen): "Hier ist es gar nicht so einfach, so dominant zu spielen, wie wir es vor allem in der ersten Halbzeit gemacht haben. Es waren Gegentore, die wir so nicht kriegen müssen. Wenn wir in den speziellen Situationen besser verteidigen, wäre mehr drin gewesen."
Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir waren hier, um das Spiel zu gewinnen. Das ist uns leider nicht gelungen. Daher sind wir enttäuscht. In der ersten Halbzeit waren wir die überlegene Mannschaft. Wir haben unsere Chancen leider nicht verwertet. Die ersten beiden Gegentore dürfen nicht passieren. Da müssen wir besser verteidigen."

Der Tweet zum Spiel:

Trotz der beiden Erfolgsgaranten - Manuel Akanji und Zagadou - war es diesmal eine ziemlich knappe Kiste.

Das fiel auf: Siegloser Februar? Nein, danke!

In der Liga spielte der Tabellenführer in den letzten drei Partien vor dem Wiedersehen mit Ex-Trainer Peter Bosz jeweils lediglich remis, im DFB-Pokal-Achtelfinale schied er nach Elfmeterschießen vor heimischer Kulisse gegen Werder Bremen aus, und im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League setzte es eine bittere 0:3-Pleite bei Tottenham Hotspur. Das ergibt fünf aufeinanderfolgende sieglose Begegnungen in Februar - die Negativ-Serie wurde an diesem Abend allerdings beendet.

Die Statistik: 50

Bosz machte sein 21. Spiel als Bundesligatrainer. Dabei gelangen seinen Mannschaften (Dortmund und Leverkusen) insgesamt 50 Tore. Das macht im Schnitt stolze 2,38 Treffer pro Partie. Der Begriff "Offensivfußball" beschreibt den Bosz-Stil ganz gut.
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