Eurosport
Bundesliga | Union Berlin verliert Bundesliga-Debüt gegen RB Leipzig
Von
Publiziert 18/08/2019 um 17:27 GMT+2 Uhr
RB Leipzig hat Union Berlin mit einer bärenstarken Vorstellung das ersehnte Debüt in der Bundesliga gründlich verdorben. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann erteilte dem 56. Neuling des Fußball-Oberhauses beim 4:0 (3:0) eine wahre Lehrstunde und nahm in der Tabelle gleich Rang zwei ein. Marcel Halstenberg (16.), Marcel Sabitzer (31.), Timo Werner (42.) und Christopher Nkunku (69.) trafen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Den Auftakt in die ersten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte hatte sich Union Berlin sicherlich ganz anders ausgemalt. Statt eines von Euphorie getragenen Starts zahlten die Eisernen in den ersten 45 Minute eine Menge Lehrgeld. Nach einer guten Viertelstunde nutzte Marcel Halstenberg seine großen Freiheiten in der linken Strafraumhälfte und schlenzte den Ball mit dem schwächeren rechten Fuß gekonnt in die lange Ecke (16.).
Dem zweiten Leipziger Treffer durch Marcel Sabitzer ging ein ungenauer Abwurf von Union-Torwart Rafal Gikiewicz auf Mitspieler Christopher Trimmel voraus. Halstenberg fing den Ball aufmerksam ab und bediente seinen österreichischen Teamkollegen an der Strafraumgrenze. Sabitzers Schuss landete unhaltbar für Gikiewicz links oben im Netz (31.).
Nachdem Yussuf Poulsen kurz darauf mit einem gefühlvollen Lupfer nur die Latte traf (33.), legte Timo Werner kurz vor der Pause den dritten Treffer nach. Mit viel Tempo legte sich der Nationalspieler den Ball in den Strafraum vor und traf aus 13 Metern ohne jegliche Gegenwehr trocken in die oberere rechte Eck (42.).
Union konnte sich bei Torwart Gikiewicz bedanken, dass es direkt nach Wiederanpfiff nicht sofort das nächste Gegentor setzte. Binnen weniger Augenblicke parierte der Pole stark gegen Werner (49.) und Diego Demme (50.).
Nach 69 Minuten war dann aber auch der beste Unioner an diesem Abend machtlos. Halstenbergs perfekte Flanke legte Sabitzer per Kopf auf den eingewechselten Christopher Nkunku, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste (69.). Der von Paris verpflichtete Franzose hätte das Ergebnis in der Schlussphase noch deutlicher gestalten können, traf aber nur den Außenpfosten (81.).
Die Stimmen:
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wir sind hart auf dem Boden gelandet, aber das hat auch seine Gründe. Wir haben in der ersten Hälfte viele Geschenke gemacht, dann wird es eben schwierig. MIr fehlte in den Zweikämpfen die Entschlossenheit und Aggressivität."
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Wir hatten nun zwei schwere Auswärtsspiele in Folge mit extremer Stimmung – das war nicht einfach. Aber wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden."
Das fiel auf: Stiller Protest gegen Leipzig
Unter dem Motto „Haltung bewahren“ legten die Anhänger von Union Berlin nach Anpfiff einen Schweigeprotest gegen das Konstrukt RB Leipzig ab und stellten für die ersten 15 Minuten der Partie ihre Unterstützung ein. Es passte zum gebrauchten Tag der Berliner, dass eine Minute nach Beginn der Fangesänge das 1:0 für Leipzig fiel.
Der Tweet zum Spiel: Leipziger Spitze
Die Statistik: 13 zu 14
Der reine Blick auf die Torschussstatistik hätte ein derart deutliches Ergebnis nicht vermuten lassen. 13 Torschüsse gaben die Unioner ab, 14 derer die Leipziger.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung