So lief das Spiel:

Sowohl der BVB als auch Gladbach hatten mit Verletzungssorgen zu kämpfen. In der Innenverteidigung musste Lucien Favre neben Dan-Axel Zagadou nun auch auf Manuel Akanji und Abdou Diallo verzichten. Aushelfen musste Julian Weigl, den der Dortmund-Coach nach hinten beorderte.
Beide Teams agierten zu Beginn des Spiels noch etwas vorsichtig. Nach ein paar Minuten beanspruchte Dortmund den Ball zunehmend für sich und die Rollenverteilung wurde klar: Gladbach fokussierte sich aufs Verteidigen und lauerte auf Konter. Den "Schwarz-Gelben" fiel es so extrem schwer, sich in die gefährlichen Räume vorzuspielen.
Bundesliga
Juventus baggert an BVB-Star - Haaland-Ersatz aus Belgien?
VOR 2 STUNDEN
Die beste Chance der ersten halben Stunde konnte Marco Reus für sich verbuchen. Nach Balleroberung von Raphael Guerreiro gelangte der Ball über Paco Alcácer zum BVB-Kapitän (20.). Yann Sommer flog zur Stelle und machte den Weg ins lange Eck dicht.
Erst einen individuellen Fehler in der 42. Minute konnten die Gastgeber in die Führung ummünzen. Louis Beyer vertändelte den Ball, Reus zog an, legte zu Mario Götze (in der 34. Minute für den verletzten Alcácer eingewechselt), der zu Jadon Sancho weiterschob. Der Engländer wartete lange und netzte dann geschickt in extrem spitzem Winkel ins lange Eck.
Völlig überraschend gelang Gladbach kurz vor dem Pausenpfiff die direkte Antwort. Denis Zakaria legte zurück ins Zentrum und fand Christoph Kramer, der sich den Ball an die eigene Hand köpfte, wieder an den Ball kam und zum Ausgleich einschob. Die Aktion wurde vom Videoschiedsrichter überprüft und das Tor zählte.
Im zweiten Durchgang gaben die Hausherren direkt wieder Vollgas. So dauerte es keine zehn Minuten, bis Reus mit seinem elften Saison-Treffer die Führung wiederherstellte (54.). Der Kapitän hatte die Aktion selbst eingeleitet, dann war es Götze der mit einem genialen Pass Tobias Strobel tunnelte. Reus hielt nur noch den Fuß hin.
Bei einem direkten Freistoß hatte der Nationalspieler das 3:0 auf dem Fuß, traf aber nur den linken Pfosten. Gladbach zeigte sich zum Schluss noch ein wenig mutiger und öffnete so mehr Räume für den BVB. Am Spielstand änderte das nichts mehr.

Die Stimmen:

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben den Sieg und jetzt auch ein wenig Ferien verdient, wir hatten mehr Ballbesitz. Julian Weigl hat hervorragend gespielt, viele richtige Bewegungen gemacht und Lösungen gefunden. Es hat gut funktioniert."
Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "In der ersten Halbzeit war es ein Schachspiel, da entscheiden Kleinigkeiten. Wir hatten mehr Fehler drin, diese kleinen Fehler hatte Dortmund weniger, deshalb ist es im Endeffekt auch verdient. Wir können sehr zufrieden sein mit den ersten 17. Spieltagen, jetzt gilt es zu regenieren."

Das fiel auf: Götze macht den Paco

Alcácer ist der Top-Joker des BVB - gar der ganzen Bundesliga. Heute stand der Spanier in der Startelf - und erwischte einen gebrauchten Tag. Nach einer halben Stunde musste er wegen einer Verletzung am Oberschenkel vom Platz.
An der Stelle kam Götze ins Spiel. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kämpfte er zu Beginn der Saison noch mit seiner Form, so avancierte der 26-Jährige am letzten Spieltag der Vorrunde zum "geheimen" Matchwinner. Götze bereitete beide Tore mustergültig vor und bewies dabei ein gutes Auge.
Besonders den zweiten Treffer kann der WM-Held von 2014 zu großen Teilen für sich verbuchen. Auch in der 86. Minute schirmte er das Spielgerät noch einmal stark ab und fand Reus, der sich den Ball etwas zu weit vorlegte. Die Paco-Rolle erfüllte er mit Bravour. Auch wenn kein eigener Treffer heraussprang.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 12

Reus war im BVB-Dress gegen kein anderes Team an mehr Toren beteiligt als gegen seinen ehemaligen Verein. Gegen Gladbach gelangen ihm sieben Tore und fünf Assists.
Champions League
Ajax Amsterdam - BVB heute live im TV, Livestream und Liveticker
VOR 5 STUNDEN
Champions League
Kopfballungeheuer Brandt? BVB-Star und Rose flachsen auf PK
VOR 21 STUNDEN