FC Bayern | Hoeneß widerspricht Rummenigge: Rückendeckung für Kovac
Uli Hoeneß stellt sich beim FC Bayern München klar hinter Trainer Niko Kovac - anders als es Karl-Heinz Rummenigge am Samstag getan hatte. Für den Bayern-Präsidenten wäre selbst eine verpasste Meisterschaft kein Trennungsgrund. Die Spieler ermahnt er derweil, im Schlussspurt weiter an die Leistungsgrenze zu gehen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Uli Hoeneß hat sich nach dem 5:0-Sieg des FC Bayern München im Spitzenspiel der Bundesliga über Borussia Dortmund klar zu Trainer Niko Kovac bekannt und damit Karl-Heinz Rummenigge widersprochen.
"Wie soll ich denn mit jemandem zusammenarbeiten, den ich bei jeder Gelegenheit infrage stelle? In so einem Spannungsfeld, wie unser Trainer in den letzten Wochen gelebt hat, kann man auf Dauer nicht vernünftig arbeiten", sagte Hoeneß dem "kicker".
Uli Hoeneß will Kovac nicht "rausschmeißen"
Hoeneß weiter:
In Sachen Kovac sei demnach prinzipiell "immer alles okay" gewesen. Die Weiterbeschäftigung des Coaches über die Saison hinaus sei auch nicht vom Meistertitel abhängig.
Uli Hoeneß fand im Herbst "alles desaströs"
Hoeneß räumte zwar ein, dass es in der Hinrunde nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf und dem Absturz auf Platz fünf Probleme gegeben habe.
Damals hatte er "das Gefühl, es ist alles desaströs und es funktioniert gar nichts", sagte der Bayern-Präsident dem "kicker", "aber seither haben wir kaum noch ein Spiel verloren. Und selbst wenn wir Zweiter würden, ist das doch kein Desaster."
Vorstandsboss Rummenigge hatte dagegen am Sonntag bei "Sky" die Zukunft des Trainers offengelassen. "Es gibt keine Job-Garantie bei Bayern München. Für niemanden", hatte der 63-Jährige gesagt: "Jeder muss bei Bayern München liefern. Das ist das Prinzip Bayern München. Wer damit nicht umgehen kann, ist im falschen Klub."
FC Bayern gegen den BVB wie verwandelt
Hoeneß betonte ebenso, dass das Leistungsprinzip gelte. Da habe das 5:0 gegen den BVB "keine Frage offengelassen". Denn:
Dass er vor dem Top-Spiel ein Ende der Ausreden angemahnt hatte, wollte er "ausdrücklich" an die Mannschaft und nicht an den Trainer gerichtet wissen.
Hoeneß weiter: "Die Mannschaft war unglaublich aggressiv, jeder Spieler anspielbar, sie hat alles abgestellt, was ihr vorgeworfen wurde." Das Team habe "alles geboten, was man erwartet, unsere Spieler haben an ihrer Leistungsgrenze gespielt", sagte der Präsident und mahnte für den Schlussspurt an: "Das, wozu sie permanent fähig sein sollte."
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-ec453673-a7e8-4c9b-a566-6689a5fb6276-68-310-310.jpeg)