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Rummenigge über Kovac: "Es gibt keine Job-Garantie"

Rummenigge über Kovac: "Es gibt keine Job-Garantie"

07/04/2019 um 11:33Aktualisiert 07/04/2019 um 13:15

Karl-Heinz Rummenigge spricht Trainer Niko Kovac nach dem 5:0 des FC Bayern München über Borussia Dortmund nicht unbedingt das Vertrauen aus. "Es gibt keine Job-Garantie bei Bayern München. Für niemand. Jeder muss bei Bayern München liefern", sagte der Vorstandsboss bei "Sky" und kündigte eine Analyse nach der Saison an.

Das stellte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Sonntagvormittag bei "Sky" fest:

"Es gibt keine Job-Garantie bei Bayern München. Für niemand. Jeder muss bei Bayern München liefern. Das ist das Prinzip Bayern München. Wer damit nicht umgehen kann, ist im falschen Klub."

Rummenigge spielte dabei vor allem auf die Leistungsdelle in der Hinrunde an. "Wir werden nach der Saison analysieren. Es gab kritische Wochen, zwei Monate vielleicht. Sonst hätten wir nicht neun Punkte Rückstand gehabt", meinte der 63-Jährige.

Kovac stellt sich mit Rotation "selbst ein Bein"

Kovac habe sich mit übertriebener Rotation "selbst ein Bein gestellt". Die Dinge seien dort "in die falsche Richtung gelaufen". Man habe das mit einem Gespräch korrigiert.

"Du kannst ein bisschen rotieren, dann gibt es keine Unruhe. Aber wenn du fünf, sechs Spieler rotierst, ist das ganze Gebilde nicht mehr tragfähig. Das hat ein Problem kreiert", kritisierte Rummenigge die "leistungsunabhängige" Rotation des Trainers im vergangenen Herbst.

Bereits damals hatte Präsident Uli Hoeneß angemerkt, dass Kovac "den Kopf dafür hinhalten" müsse, wenn der FC Bayern Misserfolg habe.

Rummenigge weicht bei Kovac-Frage aus

Auf die Frage, ob Kovac auch als Vize-Meister Bayern-Trainer bleibe, antwortete Rummenigge am Sonntag ausweichend: "Wir werden Meister."

Gleichsam merkte der Vorstandsboss an, dass ihn das Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool (0:0, 1:3) geärgert habe, weil Bayern im Rückspiel zuhause zu mutlos aufgetreten war.

Rummenigge:

"Ich war enttäuscht, weil wir nicht mit ausreichend Mut und Herz gespielt haben. Wir hätten mit offenem Visier angreifen müssen. Das ist eigentlich auch unser Stil: dominant, auf Ballbesitz aus und auch offensiv. Das muss der Stil für die letzten Wochen sein."

Beim 5:0 gegen Dortmund habe man all das gesehen, fügte der Bayern-Boss zufrieden an: "Das war ein Sieg des Willens. Man hat sofort gemerkt: Das ist das Bayern München, dass du dir wünschst."

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