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FC Bayern München darf Ousmane Dembélé nicht vom FC Barcelona verpflichten
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Publiziert 03/07/2019 um 12:07 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München soll an Ousmane Dembélé vom FC Barcelona interessiert sein, allerdings schlechte Karten im Werben um den Flügelspieler haben. Beschäftigt sich Bayern tatsächlich mit dem Ex-BVB-Abtrünnigen, würde er Werte torpedieren, die Uli Hoeneß vor gar nicht langer Zeit plakativ formulierte. Die Münchner sollten Abstand von Dembélé nehmen - alles andere wäre ein fatales Signal.
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Ein Kommentar von Johannes Mittermeier
Ousmane Dembélé ist ein sehr guter Fußballspieler. Wer mit 20 Jahren für über 100 Millionen Euro vom FC Barcelona gekauft wird, dem ist Talent schwer abzusprechen. Dembélé profiliert sich als Außenstürmer moderner Prägung, er ist schnell, technisch stark, trickreich, kann flanken, schießen, treffen.
Der Franzose verkörpert die Sehnsucht des Rasenschachs: eine Kreuzung aus anarchischen und archaischen Elementen, die es braucht, um Abwehrketten zu knacken. Verteidigen kann heutzutage jeder.
Dennoch darf ihn der FC Bayern nicht verpflichten. Weil es ein Widerspruch wäre zu Werten und Prinzipien, die etwas zählen sollten, auch im Fußballkapitalismus unserer Zeit. Und weil es eben nicht immer Geschwätz von gestern ist.
So schimpfte Hoeneß über Dembélé
Im Sommer 2017 streikte sich Dembélé von Borussia Dortmund nach Barcelona, indem er einfach nicht länger zum Training erschien. Der BVB war handlungsunfähig. "Für jeden Tag würde er von mir mindestens 100.000 Euro Geldstrafe bekommen", tönte Uli Hoeneß damals im Eurosport-Studio und legte wenig später nach:
Mit anderen Worten: So etwas würde es bei uns ja nicht geben.
Keine Macht eines Angestellten, der erpresserisch operiert, um seinen Willen durchzudrücken.
Keinen Zirkus, der allen Beteiligten schadet.
Keinen Dembélé.
Dembélé würde Ruf des FC Bayern beschädigen
Schon ironisch also, dass Bayern lediglich zwei Jahre verstreichen ließ, ehe die Not auf dem Flügel (Callum Hudson-Odoi darf nicht, Leroy Sané will nicht) solche Überhand nahm, dass Dembélé offenbar zum Thema wird.
Dabei ist er mit etlichen außersportlichen Vorfällen in Barcelona ein - sagen wir - charakterlich schwächelnder Profi(t)fußballer geblieben. Das Alter taugt nicht als Ausrede. Ein 22-Jähriger ist kein Kind mehr.
Der FC Bayern sollte Abstand von Dembélé nehmen, alles andere wäre ein fatales Signal - und würde den Ruf des Vereins beschädigen.
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