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FC Bayern München lässt Sandro Wagner ziehen: Die Fehler der Vergangenheit
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Publiziert 30/01/2019 um 11:22 GMT+1 Uhr
Sandro Wagner verlässt den FC Bayern München auf eigenen Wunsch nach China, wo er mehr spielen und fürstlich verdienen wird. Wagners Motive sind nachvollziehbar, von Bayern lässt sich das nicht unbedingt behaupten. Obwohl Trainer Niko Kovac wenig mit dem Stürmer anzufangen wusste, wagt der Rekordmeister ein gefährliches Spiel - und scheint nicht aus Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.
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Ein Kommentar von Johannes Mittermeier
Die auferlegte Etikette als "Deutschlands bester Stürmer" wird Sandro Wagner so schnell nicht los.
Insofern ist ein Wechsel nach China, zu Tianjin Teda, für die vermeintliche 1A der Angreifer-Gilde als Karriereknick zu bewerten - obgleich Wagner durchaus Argumente für Fernost vorbringen kann. Zwei, um genau zu sein: Einsätze und Entlohnung.
Vor einem Jahr war er aus Hoffenheim zum FC Bayern zurückgekehrt, seinem Leib- und Magenverein, als klar definierter Back-up für Robert Lewandowski. Neun Pflichtspieltore gelangen Wagner in der Rückrunde unter Jupp Heynckes, gerade in der Saison-Schlussphase zahlte sich der Deal aus. Für beide Seiten.
Löw und Kovac ohne Verwendung für Wagner
Mit Niko Kovac änderte sich das Bild. Lediglich 264 Minuten durfte sich Wagner als Berufsfußballer unter Praxisbedingungen fühlen, ein einziges Mal spielte er durch - im Pokal beim viertklassigen Rödinghausen, als der 1,94-Meter-Hüne sein letztes Tor für Bayern schoss.
Im Gegensatz zu Heynckes fand Kovac (wie Bundestrainer Joachim Löw) keine Verwendung für Wagner; als dieser um Freigabe bat, entsprach München diesem Willen. Win-Win-Situation also? Vorsicht!
Ursprünglich wurde Wagner verpflichtet, weil es einfach zu oft geschehen war, dass Lewandowski in der Crunchtime die Körner fehlten (oder Verletzungen dazwischenkamen). Der Pole sollte Entlastung durch Pausen erhalten; dass der Plan in den Champions-League-Halbfinals 2018 gegen Real Madrid nicht aufging, lag an Lewandowski selbst. Nicht an Wagner.
Müller in der Spitze? Klappte noch nie…
Nun macht Bayern wieder denselben Fehler: Passiert nichts Unvorhergesehenes, geht Lewandowski als Solist in die heißen Wochen. Ja, Thomas Müller könnte zur Not vorne aushelfen, aber das funktionierte noch nie besonders. Serge Gnabry ist ebenso wenig Keilstürmer wie Arjen Robben oder Alphonso Davies.
Einmal mehr wagt der FC Bayern ein Vabanquespiel. Das Binnenklima mag von einem Unzufriedenen befreit sein - der Angriff aber auch.
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