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FC Bayern München: Robert Lewandowski über Leroy Sané und Timo Werner
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Publiziert 22/05/2019 um 23:11 GMT+2 Uhr
Die Meisterschaft hat Robert Lewandowski in dieser Saison schon mit dem FC Bayern München geholt, im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig kann das erste Double seit 2016 folgen. Unabhängig davon plant Bayern die Zukunft, ein Umbruch ist eingeleitet und Lewandowskis Meinung gefragt. Timo Werner? Leroy Sané? Gar ein zweiter Stürner? Ansichten eines Solisten.
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Vom FC Bayern berichtet Johannes Mittermeier
"Ist es schon sicher?" Robert Lewandowskis Augen weiten sich, der Stürmer des FC Bayern hat eine Frage missverstanden.
Zwar wird er Timo Werner bald begegnen, aber nach allem, was bekannt ist, dürfte der Leipziger noch "auf der anderen Seite" stehen, wie es ein Reporter formulierte, um Lewandowski ein Statement zu entlocken. Fix ist Werners Wechsel zu Bayern nicht - weiß jetzt auch Lewandowski. Gelächter im Saal. Der Pole lacht mit.
Es geht an diesem Mittwoch an der Säbener Straße viel um das Morgen beim FC Bayern und nicht so viel um das Heute. Das Heute ist das letzte Spiel dieser so aufwühlenden Saison 2018/19, samstags steigt in Berlin das DFB-Pokalfinale gegen Werners Leipziger.
Das Morgen ist die Zukunft, es sind Transfers, Spielsysteme und Vertragsverlängerungen ("Erst ein Treffen zwischen meinem Berater und dem Verein"). Lewandowski, weiß-schwarz gestreifter Pulli, die Haare lässig in die Stirn gekämmt, ist inzwischen dritter Kapitän, aber "deswegen muss ich nicht alles sagen".
Die gute Laune bleibt.
Lewandowski: "Neuer Spieler muss besser sein"
Die Umbruch-Bayern sind dabei, sich zu erneuern. Sie haben 80 Millionen Euro für einen am Knie verletzten Verteidiger ausgeben, Lucas Hernández von Atlético Madrid, außerdem haben sie die 35-Millionen-Klausel im Vertrag von Stuttgarts Abwehrmann Benjamin Pavard aktiviert und Sturmtalent Jann-Fiete Arp aus Hamburg verpflichtet.
Letzteren vergisst Lewandowski, als er die Personalplanungen seines Arbeitgebers kommentieren soll:
Der 30-Jährige betont, dass es Profis mit einer Extraportion Klasse benötige, damit die Münchner "noch einen Tick" stärker werden. "Der neue Spieler muss einfach besser sein. Bei Bayern hast du keine Zeit, um dich zu entwickeln. Du musst sofort die Qualität der Mannschaft heben", sagt Lewandowski.
Übrigens ist er noch immer der festen Meinung, nichts Konkretes über die gehandelten Werner und Leroy Sané zu sagen. "Sonst kommen zu viele Spekulationen auf: Was meint Lewandowski? Ich behalte das für mich."
Das sagt Lewandowski zu Werner und Sané
Fünf Minuten später nennt er Werner zumindest einen Spieler, "der gezeigt hat, dass er sehr gut ist, auch in der Nationalmannschaft". Bei Sané, in Manchester angeblich verzichtbar, wird Lewandowski etwas gesprächiger:
Seit Jahren verdingt sich der viermalige Bundesliga-Torschützenkönig als Sturm-Solist, die Variante mit Sandro Wagner entpuppte sich als Intermezzo. Dabei ist Lewandowski einer Alternative (oder gar Konkurrenz) nicht abgeneigt:
Relevant sei, "wie es taktisch aussieht. Wenn alles gut organisiert ist und die Spieler wissen, was zu tun ist, kann es passieren. Ich sage nicht: Das geht nicht. Doch, das geht auch. Und es ist eine Option."
Weniger Tore? Lewandowski: "Kein großes Problem"
202 Bundesligatore (bei 290 Einsätzen) hat er geschossen, in dieser Saison addierten sich zu 22 Treffern stolze zwölf Assists. Nur Zufall?
"Meine Rolle auf dem Platz war ein bisschen anders als früher", sagt Lewandowski auf Nachfrage von Eurosport.de.
Sie war so gut, dass Borussia Dortmund ein Neun-Punkte-Polster nicht zur Meisterschaft reichte, Bayern fing dem BVB ab. Ein Titel ist eingefahren, der zweite kann folgen, es wäre Bayerns erstes Double seit 2016.
"Jedes Finale ist besonders, die ganze Stimmung", findet Lewandowski. Noch besonderer wird's, weil Franck Ribéry und Arjen Robben ihren Ausstand feiern, endgültig.
Lewandowski hat "ein bisschen geweint"
"Ein bisschen geweint" hat Lewandowski bereits vergangenen Samstag, als er im Bus saß und sah, wie rührend die Legenden bei der Ankunft am Stadion empfangen wurden.
Im Duell mit Leipzig ist keine Zeit für Sentimentalitäten. Vor zwölf Monaten verlor Bayern das Finale gegen Frankfurt, "ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben", mahnt Lewandowski, "wir müssen mehr Gas geben und besser spielen".
Sonst noch etwas? Ach ja: Thema Trainer, die "elendige Diskussion" (Thomas Müller) um Niko Kovac. Aber bei aller Liebe, dazu mag Robert Lewandowski nichts Werthaltiges beitragen: "Wir müssen unseren Job machen und alles geben, was wir noch haben."
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