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Klostermann-Kracher reicht RB Leipzig zum Sieg gegen den 1. FC Nürnberg

Klostermann-Kracher beschert Nürnberg historischen Negativ-Rekord

02/03/2019 um 17:37Aktualisiert 02/03/2019 um 21:55

RB Leipzig hat am 24. Bundesliga-Spieltag mit einem 1:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg den Kontakt zu den ersten zwei Plätzen nicht abreißen lassen. Der Club hat auch im 18. Ligaspiel in Serie nicht gewonnen: Vereinsrekord! Das Tor erzielte am Samstagnachmittag Lukas Klostermann mit einem wuchtigen Schuss nach einer Ecke in der 40. Minute. Für Leipzig war es der vierte Auswärtserfolg in Serie.

So lief das Spiel:

Ohne die grippekranken Stammspieler Timo Werner und Diego Demme fand RB Leipzig in einer zähen Anfangsphase lange Zeit nicht in die Partie und durfte nach zehn Minuten ordentlich durchpusten. Nach Foul des jungen Ibrahima Konaté an Tim Leibold auf der Strafraumlinie entschied Schiedsrichter Schlager auf Eingreifen des VAR auf Elfmeter – den umstrittenen Strafstoß setzte Club-Kapitän Hanno Behrens jedoch an die Latte (10.).

Leipzig fand aus dem Spiel heraus nicht statt, dafür zeigten sich die Sachsen nach Standards umso gefährlicher. Einen fantastischen Freistoß von Marcel Halstenberg lenkte FCN-Torwart Christian Mathenia mit einer nicht minder spektakulären Parade noch an die Unterkante der Latte (37.), wenig später war aber auch der starke Nürnberger Rückhalt machtlos.

Halstenbergs Ecke verlängerte Konaté eher unfreiwillig auf Lukas Klostermann, der vollkommen ungedeckt durch alle Mannen hindurch wuchtig zur Leipziger Führung einnetzte (40.).

RB verwaltete die Führung im zweiten Durchgang ohne große Probleme, den spielerisch limitierten Nürnbergern gelang in der Offensive kaum etwas. Ein Schuss des eingewechselten Virgil Misidjan blieb der einzig nennenswerte Nürnberger Abschluss der zweiten 45 Minuten (90.). Der Club steht nach 24 Spielen mit zwei Saisonsiegen weiter im Tabellenkeller fest.

Die Stimmen:

Hanno Behrens (1. FC Nürnberg): "Die Leistung war in Ordnung und wir sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht und nicht viel zugelassen – einfach schade."

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Es war das erwartet anstrengende Spiel für uns. Heute müssen wir auch einmal mit einem dreckigen 1:0 zufrieden sein."

Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Heute war ein kampfbetontes Spiel mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Alles in allem geht der knappe Sieg in Ordnung, das waren ganz wichtige drei Punkte für uns."

Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg): "Ich bin der, der sich darum kümmert, dass die Mannschaft Woche für Woche ihre Leistung abruft. Das mache ich, weil der Verein mich darum gebeten hat. Alles weitere liegt in den Händen des Vereins. Wenn sie einen neuen Sportvorstand gefunden haben, wird man sehen, wie es weitergeht.“

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Kuriose Kartenposse um Konaté

In der 58. Minute sah Leipzigs Elfmeterverursacher Konaté nach einem Foul an Ishak seine vermeintlich zweite Gelbe Karte, durfte aber trotzdem weiterspielen – im Max-Morlock-Stadion machte sich großer Unmut breit. Wenig Sekunden später gab der Stadionsprecher über die Stadionmikrofone bekannt, dass Konatés Verwarnung nach dem Elfmeter zurückgenommen wurde.

Was war passiert? Schon in der Halbzeit bekamen beide Klubs mitgeteilt, dass Konatés Gelbe Karte annulliert wurde. Der Grund: Die Verwarnung bezog sich auf die ursprüngliche Schiedsrichterentscheidung zum Freistoß. Nachdem der VAR dann aber auf Elfmeter entschied, wurde die Gelbe Karte gemäß dem Regelwerk zurückgenommen, um eine Doppelbestrafung zu verhindern.

Die Statistik: 10

RB Leipzig hat in der Bundesliga keines seiner Spiele gegen Aufsteiger verloren. In zehn Partien gegen Liganeulinge holten die Sachsen bislang acht Siege und zwei Remis.

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