Marco Reus wird für immer beim BVB bleiben - davon geht zumindest sein Boss Hans-Joachim Watzke aus.

"Er ist Kapitän - bei seiner Mannschaft. Borussia Dortmund ist für ihn mehr als nur ein Arbeitgeber. Er ist ein Dortmunder Junge. Du spürst, dass es sein Verein ist", sagte Watzke im Interview der Woche exklusiv zu Eurosport.

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Aktuell steht der 29-Jährige noch bis 2023 beim BVB unter Vertrag. Reus wäre dann 33 Jahre alt.

Dass Reus de facto als BVB-Spieler seine Karriere beendet, hält Watzke für garantiert. "Das ist weder ein Wunsch noch ein Traum, sondern das wird so kommen", sagte der 59-Jährige und fügte an:

Wir wären ja schön bescheuert!

Lediglich eine letzte Karrierestation in den USA halte Watzke für eventuell möglich. "Glaube ich aber nicht", meinte der BVB-Boss, der seinem Kapitän ein Angebot machte:

Dass wir ihn in irgendeiner Form nach der Karriere beim BVB einbinden, wenn er das möchte, ist auch klar.

Marco Reus von Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Marco Reus setzte sich für Favre als BVB-Coach ein

Reus spielte schon von 1995 bis 2005 für den BVB und steht seit 2012 in Dortmund als Profi unter Vertrag. Heute gehört zu den erfolgreichsten Torschützen des Vereins überhaupt. Allein in der Bundesliga erzielte der 29-Jährige 78 Tore für den BVB - nur fünf Spieler trafen häufiger für Dortmund.

Auch in der aktuellen Saison gehört Reus mit 29 Torbeteiligungen in 31 Pflichtspielen zu den absoluten Leistungsträgern.

"Er hat diese Genialität, mit einer Aktion alles entscheiden zu können. Er hat in seiner Karriere 45- oder 50-mal das 1:0 für den BVB geschossen - das sagt eigentlich schon alles aus", unterstrich Watzke Reus' Bedeutung. In BVB-Pflichtspielen erzielte Reus tatsächlich 44-mal das 1:0.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, Eurosport-Reporter Christian Ortlepp

Fotocredit: Getty Images

Mit Lucien Favre hat Reus zudem seit Saisonbeginn wieder seinen Mentor aus Zeiten bei Borussia Mönchengladbach an seiner Seite. Eine Konstellation, die dem Offensiv-Star laut Watzke sehr gefällt:

Er ist jetzt in einem Alter, in dem er mehr Verantwortung übernimmt. Er ist jetzt Familienvater und hat bei uns den Trainer, zu dem er immer schon aufgeschaut hat. Er hat immer schon gesagt: 'Irgendwann müssen wir den Lucien Favre holen, weil der außergewöhnlich ist.' Diese ganze Konstellation ist für ihn gut.

Das ganze Interview der Woche mit Hans-Joachim Watzke gibt's am Dienstag ab 20:00 Uhr im Video bei Eurosport.de!

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