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Stevens-Neustart auf Schalke: 3 Dinge, die auffielen

Stevens-Neustart auf Schalke: 3 Dinge, die auffielen

16/03/2019 um 21:34

Trotz des schlechten Startes und der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig hat Huub Stevens schon einige Änderungen bei Schalke 04 vorgenommen. Stürmer Mark Uth, der unter Domenico Tedesco noch suspendiert war stand ebenso in der Startelf, wie Sebastian Rudy, der zuletzt im Februar spielte. Taktische Veränderungen nahm der Niederländer vorerst nicht vor. Drei Dinge, die auffielen.

Von Andreas Morbach, Gelsenkirchen

Neue Chance für Uth und Rudy

Zwar schaffte Huub Stevens nicht den erhofften Turnaround, dafür setzte er beim 0:1 gegen Leipzig eine seiner zentralen Botschaften zum spontanen Wiedereinstieg – jeder Mensch habe eine zweite Chance verdient – konsequent um. In der Schalker Startaufstellung fand sich unter anderem Angreifer Marc Uth wieder, der unter dem am Donnerstag beurlaubten Cheftrainer Domenico Tedesco noch suspendiert war. Ebenfalls mit dabei: Mittelfeldakteur Sebastian Rudy, den Ex-Manager Christian Heidel vor wenigen Wochen nach dem 1:3 in München ungewöhnlich scharf kritisiert hatte und der zuletzt Ende Februar beim 0:3 in Mainz spielte – und enttäuschte. Durchschlagenden Erfolg brachten die Begnadigungen noch nicht: Uth gelang nur ein frühes Tor aus Abseitsposition, Rudy wurde nach einer Stunde nach einem mittelprächtigen Auftritt ausgewechselt.

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Publikum einigermaßen besänftigt

Komplett friedlich war das zuletzt leicht reizbare Schalker Publikum auch gegen die Rasenballsportler aus Sachsen nicht. Es wurden mitunter giftige Transparente in die Höhe gereckt, auf denen zum Beispiel stand: „Wenn wir arbeiten, wie ihr spielt, haben wir Montag frei für Liga 2!“ Im Großen und Ganzen wurde Stevens‘ Aufruf zu mehr Entschlossenheit im gesamten Klub – unter besonderer Erwähnung der Fans – von den Adressaten jedoch erhört. „Es war uns klar, dass durch den Trainerwechsel auf Schalke rein energetisch und emotional eine andere Atmosphäre herrschen würde als es sonst der Fall gewesen wäre“, stellte Gäste-Coach Ralf Rangnick fest. Und S04-Keeper Alexander Nübel meinte, erkannt zu haben: „Der neue Funke ist ein bisschen übergesprungen.“

Druck auf den Motivationsknopf

Umfassende taktische Veränderungen nahm Stevens in seinem ersten Spiel mit den Königsblauen nicht vor: Wie zuletzt in der Champions League bei Manchester City (0:7) spielte das Team in der Defensive mit einer Dreierkette, unterstützt von den Außenverteidigern Weston McKennie und Bastian Oczipka. Neben dem reaktivierten Duo Uth und Rudy musste der zuletzt im Angriff eingesetzte Guido Burgstaller weichen, neben Uth bildete der beim letzten Ligaspiel in Bremen bereits eingesetzte Breel Embolo den Sturm. „Das Allerwichtigste war, die Köpfe freizukriegen“, beschrieb Stevens das oberste Gebot beim Start in seine Rettungsmission. Deswegen führte er auch den von Ex-Coach Domenico Tedesco durchgezogenen Torwartwechsel von Ralf Fährmann zu Nachwuchsmann Nübel fürs Erste fort. „Man darf“, erklärte der 65-jährige Niederländer, „nicht alles durcheinander wirbeln.“

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