Schiedsrichter Manuel Gräfe: Kein Fan des Videobeweises in der Bundesliga

Der Videobeweis sorgt regelmäßig für Aufsehen in der Bundesliga. Nicht nur für Spieler und Trainer ist er ein Ärgernis, auch unter den Schiedsrichter ist der VAR nicht überall beliebt, wie Manuel Gräfe nun verrät. "Ich möchte den Videobeweis gar nicht haben", sagte er im "Doppelpass" auf Sport1. Dieser würde bedeuten, dass der Unparteiische keine gute Arbeit auf dem Rasen abliefere.

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Die Spieler auf dem Rasen, Trainer am Spielfeldrand und die Fans auf den Rängen und vor den Fernsehgeräten reden sich regelmäßig in Rage. Seit Einführung des Videobeweises in der Bundesliga vor knapp zwei Jahren gibt es viele strittige Entscheidungen und hitzige Diskussionen, die auch der VAR (Video Assistant Referee) nicht löst - ganz im Gegenteil.
Doch auch unter den Schiedsrichtern, die ihn einsetzen, gibt es Gegner. Einer von ihnen ist Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe. "Ich möchte den Videobeweis gar nicht haben", sagte der Unparteiische im "Doppelpass" auf Sport1 und begründet:

Gräfe will Fans die Entscheidungen erklären

Grundsätzlich sei der VAR ein "guter Backup", sagt Gräfe, doch er versuche, möglichst selten auf die Hilfe aus Köln zurückzugreifen. Vor allem eine Bewertung der Szene anhand von Bildern sei das Problem. "In räumlichen Dingen hilft er sehr, aber alles was mit der Bewertung zu tun hat, ist schwierig. Die Szenen sind eben immer ein bisschen anders."
Um die Verärgerung bei den Nichtbeteiligten zu mindern, schlägt Gräfe vor, die Unparteiischen mit einem Mikrofon auszustatten. "Ich bin auch ein Freund von Transparenz, man muss den Fans im Stadion die Entscheidungen erklären."
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