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So könnte Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach spielen
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Publiziert 20/12/2018 um 18:19 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund plagen vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Mönchengladbach Personalsorgen in der Abwehr. Abdou Diallo, Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou sind verletzt, Marcel Schmelzer absolvierte nach seiner Genesung erst zwei Spiele über die volle Distanz. Lucien Favre muss umbauen - aber wie? Setzt der BVB-Trainer auf altbewährtes Personal oder erhält ein Youngster seine Chance?
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Zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison erzielte Borussia Dortmund weniger Tore als der Gegner. 1:2 bei Fortuna Düsseldorf. Zum ersten Mal reichte die Leistung nicht für Punkte.
Ebenfalls erstmals in dieser Spielzeit plagen den BVB größere Verletzungssorgen. Mit Abdou Diallo und Manuel Akanji, die muskuläre Probleme haben, sowie Dan-Axel Zagadou (Fußprellung) fallen gleich drei gelernte Innenverteidiger im letzten Spiel der Hinrunde gegen Borussia Mönchengladbach aus (am Freitag ab 19:30 Uhr live im Eurosport Player).
Für das defensive Zentrum steht Trainer Lucien Favre nur noch Ömer Toprak zur Verfügung. Darüber hinaus hat Linksverteidiger Marcel Schmelzer nach auskuriertem Knochenödem erst zwei Partien über 90 Minuten absolviert.
Kehl: BVB muss sich "etwas einfallen lassen"
Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, meinte angesichts der angespannten Personalsituation lapidar: "Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen."
Genauer: Favre wird sich etwas für seine Viererkette einfallen lassen müssen. Am Mittwoch hatte der 61-Jährige noch keine favorisierte Lösung, wie er auf der Pressekonferenz zugab: "Momentan wissen wir es nicht."
Doch ganz offensichtlich hat Favre ein paar Ideen.
Möglichkeit eins: Amos Pieper
Eine davon heißt: Amos Pieper. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger aus der 2. Mannschaft trainierte in dieser Woche bei den Profis mit. "Er ist eine Option mehr", sagte Favre.
Es ist nicht Piepers erste Stippvisite bei den Stars. Im Sommer nahm der 1,91 Meter große Schlaks bereits an der USA-Reise teil. Eine Ehre, die er sich durch gute Auftritte in der U23 verdiente.
Auch 2018/19 gehört Pieper zu den Leistungsträgern der 2. Mannschaft, absolvierte 16 Spiele, 14 davon Beginn an. Seit 2010 kickt der 20-Jährige beim BVB, wurde mit den Schwarz-Gelben 2015 B-Jugend- sowie 2016 und 2017 A-Jugend-Meister. Als großer Förderer gilt der heutige HSV-Trainer Hannes Wolf.
Pieper selbst bleibt ob seines möglichen Bundesliga-Debüts gelassen. Gegenüber dem "Westfälischen Anzeiger" meinte der Youngster:
Es wäre jedenfalls eine schwierige Aufgabe für Pieper in seinem ersten Spiel in Deutschlands höchster Klasse.
Möglichkeit zwei: Altes Personal auf neuen Positionen
Gladbach ist laut Favre "eine sehr effiziente Mannschaft. Sie sind gut organisiert, mehr als kompakt und spielen sehr schnell nach Balleroberung in die Tiefe." Gut möglich, dass der BVB-Trainer gegen die flinke Offensive um Eden Hazard, Alassane Pléa und Co. zunächst auf altbewährtes Personal setzt, nur eben auf ungewohnten Positionen.
Eine Alternative wäre, Lukasz Piszczek von der rechten Seite nach innen zu ziehen und neben Toprak auflaufen zu lassen. Achraf Hakimi würde dann rechts verteidigen, Schmelzer links.
Alternativ könnten auch Axel Witsel oder Thomas Delaney den Part in der Innenverteidung übernehmen. Hakimi würde dann auf links bleiben, Mohamed Dahoud oder Julian Weigl auf der Sechs spielen.
Sammer lobt: Favre hat "Konstanz erreicht"
Favres Improvisationskünste sind gefragt. Wie ein Dirigent muss er seine Musiker auf jene Positionen schieben, auf denen sie nicht die zweite Geige oder als Solisten spielen, sondern als Band am besten performen. Nur so wird das Stück am Ende harmonisch.
Matthias Sammer glaubt, dass Favre das kann. Bei bwin Sammer Time lobte der Eurosport-Experte den BVB-Coach - um in der Musiksprache zu bleiben - in den höchsten Tönen:
Favre habe "die Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt überragend geführt. Rückschläge wie die Niederlage in Madrid hat er gut weggesteckt und gemeinsam mit dem Team Konstanz erreicht", lobte Sammer.
Sucht der BVB sein Heil in der Offensive?
Alle Personalfragen beiseite wischend, sucht Favre das Heil vielleicht einfach in der Offensive. Denn anders als die Fortuna, eine jener unbequem-kompakten Mannschaften, ist Mönchengladbach vor allem defensiv verwundbar. Die Dortmunder Abwehrsorgen fallen womöglich gar nicht so sehr ins Gewicht, wenn die der Gladbacher schamlos ausgenutzt werden.
Das Personal mit Marco Reus, Jadon Sancho, Paco Alcácer und Co. würde solch eine Taktik allemal erlauben. Schlussendlich muss der BVB ja nur das schaffen, was in Düsseldorf erstmals nicht gelang: mindestens so viele Tore zu schießen wie der Gegner.
Dann reicht es auch wieder für Punkte.
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