1. FC Köln | Horst Heldt übt scharfe Kritik am Vorschlag von Markus Söder

Sport-Geschäftsführer Horst Heldt vom 1. FC Köln verurteilt öffentliche Forderungen aus der Politik nach einem Gehaltsverzicht hochbezahlter Fußballprofis in schärfstem Ton. "Ich glaube, es wäre absolut sinnhaft, dass man sich mit populistischen Scheißausdrücken erst mal zurückhält", sagte Heldt am Dienstag. Bayern Ministerpräsident Söder war mit jenem Vorschlag vorangeprescht.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag gefordert, Fußballer, die "ganz große Gehälter bekommen", sollten "ein bisschen zurückhaltender sein mit dem Geld". Bei "so vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei Solidarität gefragt, auch vonseiten der Spieler.
Heldt konterte: "Ich weiß, dass Fußballprofis ein soziales Gewissen haben. Ich finde es unverschämt und anmaßend, das öffentlich infrage zu stellen." Der erste große Fehler sei, "dass wir irgendwelche Menschen in irgendeine Ecke stellen und so tun, als würden die sich für gar nichts interessieren". Der Verein werde das Thema in aller Ruhe mit seinen Spielern besprechen.

Heldt: "Geht nicht um Fußball-Millionäre"

Heldt betonte die Verantwortung des Fußballs insbesondere gegenüber Menschen, deren Existenz vom Spielbetrieb abhängt. "Es geht nicht um die sogenannten Fußball-Millionäre", sagte er:
Werde die Saison zu Ende gespielt, sei das "für viele Bereiche überlebenswichtig. Wenn es die Hälfte der Vereine in der ersten und zweiten Liga im nächsten Jahr nicht mehr gibt, weiß ich nicht, wie man eine Liga abhalten will."
(SID)
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