Schürrle hatte sich am Mittwoch mit Vizemeister Borussia Dortmund auf eine Auflösung seines bis Juni 2021 laufenden Vertrages geeinigt. Zuletzt war Schürrle bereits an Spartak Moskau ausgeliehen, in der Saison 2018/19 stieg er mit dem FC Fulham aus der englischen Premier League ab.
Schürrle offenbarte im Spiegel, dass er zuletzt oft einsam gewesen sei, gerade als "die Tiefen immer tiefer wurden und die Höhepunkte immer weniger". Seine Gefühle konnte er dabei nicht immer zeigen: "Man muss ja immer eine gewisse Rolle spielen, um in dem Business zu überleben, sonst verlierst du deinen Job und bekommst auch keinen neuen mehr." Im Fußballgeschäft zähle "nur die Leistung auf dem Platz". Dabei dürften "Verletzlichkeit und Schwäche zu keinem Zeitpunkt existieren", so Schürrle.
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Schürrle über Zeit unter Mourinho: "Dachte, ich kann nicht mehr"
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Schürrle reifte in Mainz als Teil der "Bruchweg-Boys" zum Bundesligastar und Nationalspieler, spielte anschließend für Bayer Leverkusen, den FC Chelsea, den VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund.
Bundestrainer Joachim Löw zollte seinem ehemaligen Schützling Respekt. "André Schürrle habe ich bereits in seinen jungen Jahren als charakterstarken und vorausschauenden Spieler kennengelernt, der sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat", sagte Löw und ergänzte: "Unvergessen bleibt seine Vorlage zum entscheidenden Tor im WM-Finale 2014."
Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff äußerte "großen Respekt" vor Schürrles Entscheidung und betonte mit Blick auf die berufliche Zukunft des 57-maligen Nationalspielers (22 Tore): "Unsere Türen werden für Andre bei seinem weiteren Lebensweg immer offen sein."
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