Borussia Dortmund: Lucien Favre äußert sich zur Stürmersuche des BVB

Die Stürmersuche bei Borussia Dortmund nimmt langsam aber sicher so richtig Fahrt auf: Nachdem BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kürzlich Fehler bei der Bewertung der Stürmersituation eingestand, äußerte sich nun Cheftrainer Lucien Favre zur Thematik. Der 62-Jährige hat jedoch seine ganz eigenen Vorstellungen von den Fähigkeiten, die ein Angreifer mitbringen muss.

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Da musste selbst der ansonsten so reservierte Lucien Favre lauthals lachen.
"Er muss alles können, Pressing, mit der Mannschaft kombinieren, in die Tiefe laufen", erklärte der Cheftrainer von Borussia Dortmund im Rahmen der obligatorischen Pressekonferenz für das Spiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) auf die Frage, welche Fähigkeiten ein Stürmer für ihn persönlich mitbringen müsse, wenn er sich einen wünschen dürfte.
Zudem müsse er natürlich kopfballstark sein. Nicht verwunderlich, schließlich konnte Dortmunds einziger waschechter Mittelstürmer im Kader, Paco Alcácer, in seinen bisherigen 45 Pflichtspielen für den Vizemeister gerade einmal zwei Kopfballtore verbuchen.

Watzke: "Hätten zweiten Neuner verpflichten müssen"

Favres Idealbild von einem Angreifer dürfte sich in der unmittelbar bevorstehenden Transferperiode jedoch kaum umsetzen lassen, wie der 62-Jährige selbst weiß:
Mehr wollte Favre zur allgegenwärtigen Stürmerdebatte dann aber auch nicht sagen. Schließlich hatten dies bereits seine Vorgesetzten in den vergangenen Tagen zur Genüge getan.
"Wir hätten einen zweiten Neuner verpflichten müssen. Vielleicht von einer etwas anderen Statur", gestand Geschäftsführer Hans-Joachim Watze auf der Mitgliederversammlung einen Fehler in der Bewertung der gegenwärtigen Stürmersituation ein.
In die gleiche Kerbe schlug auch Sportdirektor Michael Zorc, der im Rahmen der 1:3 (0:2)-Niederlage in der Champions League gegen den FC Barcelona erklärte, dass der Vizemeister versuchen werde, "die sportlich beste Lösung zu finden" und führte diesbezüglich aus:

Haaland: Transfercoup dank Ausstiegsklausel?

Derzeit dürften die BVB-Bosse jedoch vor lauter potentiellen Kandidaten, die aus dem Blätterwald rauschen, ihre liebe Mühe haben, den Überblick zu behalten. Fast täglich bringen die Gazetten einen neuen potentiellen Hoffnungsträger für die Angriffszentrale der Schwarz-Gelben ins Gespräch.
Da wäre zum einen das Stümerjuwel Erling Braut Haaland von Red Bull Salzburg. Der 19-Jährige sorgte mit acht Treffer in seinen ersten fünf Champions-League-Spiele für Furore und katapultierte sich mit jener herausragenden Torquote schnurstracks auf die Einkaufslisten in ganz Europa.
Der 19-jährige Norweger dürfte für Dortmund laut "Bild"-Informationen aufgrund einer Ausstiegsklausel bereits im Winter vergleichsweise günstig zu bekommen sein - die Rede ist von 20 bis 30 Millionen Euro.

Favre: "Sind an mehreren Spielern interessiert"

Favre ließ sich aber auch zu jener Personalie nicht in die Karten schauen. "Es ist kein Thema, darüber zu sprechen", blockte der Schweizer ab, nur um kurz darauf dann doch noch einmal die Büchse der Pandora zu öffnen:
Die Aussagen des nicht unumstrittenen Übungsleiters lassen die Vermutung zu, dass der BVB schon im Winter bei ihrer Stürmersuche ernst machen könnte. Ob dabei der seit Sommer gehandelte Mario Mandzukic von Juventus Turin ein Thema ist, darf hingegen bezweifelt werden. Wie die "Bild" berichtet, soll der ehemalige Angreifer des FC Bayern den Schwarz-Gelben eine Abfuhr erteilt haben.
Jedoch geistern auch noch zwei andere Namen vom Spielertyp "Brecher" durch den Signal Iduna Park, die den derzeit verletzten Alcácer im Sturmzentrum ersetzen könnten: Olivier Giroud und Krzysztof Piatek. Sowohl der einst als Hoffnungsträger zum AC Mailand gekommene Piatek als auch der erfahrene Giroud könnten für den BVB kurzfristig durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein.
Zudem würden die beiden in das durchaus anspruchsvolle Anforderungsprofil von Trainer Favre passen.
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