Borussia Dortmund schlägt den SC Freiburg denkbar knapp

Borussia Dortmund hat sich gegen den SC Freiburg zu einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gezittert. Jadon Sancho erzielte in der 15. Minute den einzigen Treffer des Nachmittags gegen starke Freiburger. Beim BVB stand Erling Haaland angeschlagen nicht in der Startelf, Julian Brandt gab sein Startelf-Comeback nach überstandener Verletzung.

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So lief das Spiel:

Eine Partie auf überschaubarem Unterhaltungswert boten beide Mannschaften im Verlauf der ersten Hälfte. Einzig Borussia Dortmund kam durch eine schöne Kombination über Raphael Guerreiro, Julian Brandt und letztendlich Jadon Sancho zu einer gefährlichen Situation, die auch zugleich den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer bedeutete (15.). Der SC Freiburg war nach dem Rückstand das bessere Team bei schwierigen äußeren Bedingungen in Dortmund, erspielte sich aber kaum nennenswerte Chancen – einzige Vincenzo Grifo gab einen gefährlichen Abschluss auf den Kasten von BVB-Schlussmann Roman Bürki ab (25.).
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie für wenige Minuten durch den Unparteiischen Robert Hartmann unterbrochen, Grund dafür waren Schmähgesänge von der Dortmunder-Südtribüne in Richtung Dietmar Hopp. Als das Spiel fortgesetzt wurde, gewann es im Vergleich zum ersten Durchgang extrem an Attraktivität, was vor allem an mutigen Gästen lag.
Doch der SCF verpasste es hochkarätige Chancen durch Jonathan Schmid (68.), Grifo per direktem Freistoß (70.) oder besonders Nils Petersen, der aus wenigen Metern freistehend einen Kopfball nicht im Tor unterbrachte - Lukasz Piszczek klärte in höchster Not für die Schwarz-Gelben und den geschlagenen Bürki auf der Linie (75.).
In den Schlussminuten wiederrum verpassten die Hausherren das ein um andere Mal die Entscheidung. Für die Gäste klärte immer wieder der überragend agierende Philipp Lienhart. Den fast vorentscheidenen Lattentreffer durch Achraf Hakimi konnte jedoch selbst der Österreicher nicht verhindern (88.).

Die Stimmen zum Spiel:

Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Jeder Fußballer sehnt sich, wenn er verletzt ist, wieder auf dem Platz zu stehen. Die Ermüdung steckt trotzdem im Körper, wenn man ein paar Wochen nicht gespielt hat. Heute war es natürlich nicht perfekt, man muss aber auch sehen, dass man nicht jedes Spiel 5:0 gewinnen kann. Solche Spiele wie heute wird es immer wieder geben. Nächste Woche gegen Gladbach muss da wieder mehr kommen."
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir hatten viele Fehlpässe und haben zu langsam gespielt. In der zweiten Hälfte hatten wir dann mehrere Chancen, diese wurden dann aber zu kompliziert zu Ende gespielt. Besonders auf den letzten 25 bis 30 Metern könnten wir das besser machen."
Christian Günter (SC Freiburg): "Ich würde schon sagen, dass mehr drin war. Wir haben wenig zugelassen, weniger kannst du gegen die Qualität des BVB kaum zulassen. Am Anfang sind wir schwer reingekommen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit wurde es besser, wir haben ihnen Probleme bereitet. Schade, dass am Ende nur die Niederlage rausspringt. Es ist bitter, wenn du solche guten Gelegenheiten nicht nutzt."
Nils Petersen (SC Freiburg): "Jeder Stürmer kennt das, man will nach einer solchen vergebenen Gelegenheit nochmal die Chance, es besser zu machen und zu treffen. Wir haben gewusst, dass wir viele Chancen zulassen werden, aber haben das immer wieder gut verteidigt. Wir hatten selbst auch viele gute Chancen, doch die haben wir heute nicht genutzt. Ich als Freiburger sage natürlich, dass ein Unentschieden gerechter gewesen wäre."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Anfangs waren wir sehr nervös mit dem Ball und haben zwei, drei einfache Pässe zu dem Gegner gespielt. Wir haben alle zusammen gut verteidigt und dann immer wieder flexibel nach vorne gespielt. Am Ende fehlte uns dann die Abschlussqualität."

Der Tweet zum Spiel:

Das Hauptthema in den sozialen Netzen: Die Spielunterbrechung nach der Halbzeit aufgrund der Schmähgesänge in Richtung Dietmar Hopp. Sicherlich ein sehr kontroverses Thema, das die Diskussionen in den nächsten Tagen weiter bestimmen wird.

Das fiel auf: Wechselhafte Bedingungen in unterschiedlichen Halbzeiten

Bewegte sich die Partie in der ersten Halbzeit bei Sonnenschein, Regen und immer wieder aufkommenden Sturmböen noch auf unterdurchschnittlichem Bundesliga-Niveau, stieg der Unterhaltungswert bei gleichbleibend unangenehmen Bedingungen in der zweiten Hälfte deutlich an, was in erster Linie an den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen lag. Dennoch verpassten es die Breisgauer sich gegen eine teils sehr wacklig auftretende Dortmunder Mannschaft den verdienten Punktgewinn zu sichern. Den Dortmundern sollte man jedoch auch zugutehalten, dass sie speziell in den letzten Minuten wie eine Spitzenmannschaft das knappe 1:0 über die Ziellinie brachten, ohne ein zu hohes Risiko einzugehen.

Die Statistik: 7

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