So lief das Spiel:

Trotz defensiver Ausrichtung mit Fünferkette hatte sich der BVB am Freitagabend merklich etwas vorgenommen. Sicher Stehen war Devise Nummer eins, nach vorne sollte aber auch etwas gehen. Und bereits nach zehn Minuten traf Raphael Guerreiro mit einem wunderschön gezirkelten Freistoß den Pfosten.

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Nach rund einer Viertelstunde hatte sich die Partie taktisch eingependelt: Die Gäste standen tief, wirkten aber in der Abwehr sicher. Dortmund machte das Spiel, kam bis zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mit dem letzten Pass vors Tor.

Nach einer halben Stunde erlebte das Spiel eine kurze Ruhephase – der Sicherheitsgedanke war dem Dortmunder Spiel deutlich anzumerken. Die Eintracht konnte im Mittelfeld einige Bälle gewinnen, brachte es dann aber nicht zu mehr als zu einigen Weitschüssen.

Nach 33 Minuten erlöste dann Lukasz Piszczek die Dortmunder Fans. Mit einem schönen Linksschuss brachte er den BVB mit 1:0 in Führung, Lucien Favres Matchplan schien aufzugehen: Hinten sicher stehen und vorne wird schon irgendwie einer reingehen...

Frankfurts Taktik dagegen war durch die Dortmunder Führung zunichte gemacht. Zudem zeigten sich die Gäste kein einziges Mal vor dem Tor des BVB. Die logische Konsequenz: Halbzeitführung der Gastgeber.

Eintracht-Coach Adi Hütter wollte der Offensivmisere seines Teams ein Ende setzen und brachte mit Bas Dost nach der Pause einen weiteren Stürmer auf den Platz. Doch dieser Plan ging gnadenlos schief: Nach Zuckerpass von Axel Witsel schob Jadon Sancho zur 2:0-Führung ein (50.), der BVB war jetzt sicher auf der Siegerstraße.

Kurz darauf legte Erling Haaland mit seinem achten Bundesligator das 3:0 nach (54.). Für die Gäste, die bis zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen Schuss aufs Dortmunder Tor abgegeben hatten, wurde es ein Abend zum Vergessen.

Nach einer 20-minütigen Trancephase, in der das Spiel entschieden war und nur noch vor sich hin plätscherte, sorgte der starke Raphael Guerreiro für ein weiteres Highlight. Der Portugiese traf zum 4:0 (74.).

Frankfurt kann seinen Aufwärtstrend nicht bestätigen, der BVB klettert vorübergehend auf Platz zwei.

Die Stimmen zum Spiel:

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Wir hatten in der ersten Halbzeit zu wenige Chancen. In der zweiten Hälfte schlagen wir uns selbst, machen zu viele Fehler und kriegen zu einfache Gegentore. Die Räume waren da, aber wir waren nach vorne viel zu harmlos – kein Torschuss, das ist zu wenig."

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): "Wir waren nicht zu passiv, Dortmund war in der ersten Hälfte nicht viel besser. Aber wir waren mit dem Ball einfach zu mutlos, da geht man in Dortmund unter. Nach dem 0:2 war es sehr schwer, wieder ins Spiel zu kommen."

Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Es war sehr wichtig, dass wir wenig Chancen zugelassen haben. Wir waren auf allen Positionen sehr konzentriert. Es war kein Zu-null der Abwehr, sonder der Mannschaft. Bei unserer Qualität müssen wir in der Offensive nicht volles Risiko gehen, um Tore zu machen. Außer in München."

Der Tweet zum Spiel:

Der BVB musste am Freitagabend verletzungsbedingt auf zwei seiner Besten verzichten: Sowohl Kapitän Marco Reus wie auch Julian Brandt fehlten der Borussia verletzt. Bis zum Beginn des Torfestivals in der 33. Minute vermisste man die beiden Nationalspieler deutlich mehr als danach...

Das fiel auf: Lückenbüßer

BVB-Coach Lucien Favre ließ seine Mannschaft am Freitag für die Patzer der vergangenen Partien gegen Bremen und Leverkusen büßen und stellte mit Lukasz Piszczek, Mats Hummels, Dan-Axel Zagadou, Achraf Hakimi und Raphael Guerreiro zur Stabilisierung wieder auf das zuletzt erfolgreiche 5-2-2-1 gegen den Ball um. Das Resultat: Vier Tore.

Die Statistik zum Spiel: 8

Der Wunderknabe macht weiter: BVB-Neuzugang Erling Haaland erzielte am Freitagabend in der 54. Minute seinen achten Treffer im fünften Spiel für den BVB.

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