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Borussia Dortmund | Wohin könnte der Weg von Mario Götze führen?
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Publiziert 08/01/2020 um 21:17 GMT+1 Uhr
Die Wege von Mario Götze und Borussia Dortmund trennen sich aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer. Doch wohin könnte es den 27-Jährigen ziehen? Zu welchen Vereinen passt er und was ist eigentlich mittlerweile seine Kragenweite? Der WM-Held von 2014 steht erneut an einem großen Wendepunkt seiner Karriere. Eurosport.de macht den Götze-Check.
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Fotocredit: Eurosport
Eine Erfolgsgeschichte ist das sicher nicht.
Als Mario Götze 2016 aus München zurück in den Schoß seines Heimatvereins Borussia Dortmund kam, hatten sich beide Seiten mehr versprochen. Nun, dreieinhalb Jahre später, ist die Situation ziemlich verfahren.
Götze selbst ist kein Stammspieler. Schon lange nicht. Der Trainer hat andere Vorstellungen. Und der Verein selbst macht auch nicht zwingend den Eindruck, auf den ehemaligen Nationalspieler zu setzen. Bei der - eigentlich angedachten - Vertragsverlängerung kamen beide Parteien erst monatelang nicht zusammen. Nun lässt man es offenbar gleich ganz sein und geht im Sommer getrennte Wege.
Die Gründe sind beidseitig nachvollziehbar: Der BVB wollte in Anbetracht der ihm zugedachten Rolle Götzes Gehalt kürzen - von zehn auf sieben Millionen Euro pro Jahr. Götze wollte dies nicht hinnehmen, weil er der Meinung ist, dass er eine größere Rolle einnehmen könnte. Mehr Geld bekommt er anderswo sicher auch.
Was passiert nun mit Mario Götze, diesem überdurchschnittlich begabten Fußballspieler, der fast alles erreicht hat, gemeinhin aber doch immer als gescheitert gilt? Er wird einen Verein finden, soviel ist klar. Aber welchen?
Kann Götze einem Topklub noch helfen?
Götze muss diese wegweisende Entscheidung mit Bedacht treffen. Zum einen, weil der kommende für den mittlerweile 27-Jährigen wohl der letzte große Vertrag sein wird. Zum anderen, weil Götze die grobe Richtung für die zweite Hälfte seiner Karriere festlegt.
Ein Schritt zurück in der Bundesliga, europäischer Topverein oder gleich nach China oder in die USA? Götze muss diese Entscheidung treffen. Er muss einen Verein finden, der seine Stärken - die Spielübersicht, das Kombinationsspiel, den vorletzten Pass - fördert und gleichzeitig ein System spielt, das seine offensichtlichen Schwächen kaschiert.
Denn Götze hat im modernen Fußball eigentlich keine Position mehr. Er ist weder Neuner, noch Außenspieler oder Sechser. Eigentlich ist er ein Achter mit starkem Offensivdrang. Nicht viele Klubs haben diese Planstelle. Findet Götze einen Trainer, der an ihn glaubt und Platz schafft, kann er aber vielen Mannschaften weiterhelfen.
Option in der Bundesliga: Hertha BSC
Die Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Jürgen Klinsmann und Hertha BSC halten sich hartnäckig. Der ehemalige Bundestrainer verzichtete zuletzt auf ein Dementi. Die neureichen Berliner wollen lieber früher als später in die europäische Elite aufsteigen.
Götze soll dabei als erster Dominostein bei der Rekrutierung weiterer Stars fungieren. Götzes Gehaltsvorstellungen zu erfüllen, dürfte kein Problem sein.
Allerdings würde er bei einem Verbleib in der Bundesliga weiterhin im absoluten Fokus der breiten Öffentlichkeit stehen. Im Ausland könnte ein Neustart eher gelingen.
Option in der europäischen Elite: Inter und der AC Mailand
Mario Götze mag Italien. Und auch Italien mag Mario Götze. Denn neben dem SSC Neapel werden besonders die beiden großen Mailänder Klubs Milan und Inter als neue Arbeitgeber für den Dortmunder gehandelt. Besonders der Draht zu Inter scheint heiß zu sein.
Trainer Antonio Conte wollte den BVB-Star schon im Sommer 2019 holen, nun wittert er erneut seine Chance. Gut für Götze: Mit Romelu Lukaku und Lautaro Martínez verfügen die Nerazzurri bereits über exzellente Stürmer. Der Deutsche würde also die von ihm präferierte Mittelfeldrolle bekommen.
Option ganz weit weg: China, Katar oder die MLS
In allen drei Ligen würde man den Helden von Rio sicher mit Kusshand nehmen. Dennoch scheint Götze noch nicht reif für den Schritt heraus aus dem europäischen Rampenlicht. Mit 27 Jahren käme dieser auch ein wenig zu früh. Auf Dauer aber ist der gebürtige Memminger dem aber nicht abgeneigt.
Als im vergangenen Sommer bereits über einen BVB-Abgang von Götze spekuliert wurde, zeigte er sich gerade von der MLS nicht abgeneigt. In den USA könnte er auf lange Sicht zum "Nachfolger" von Bastian Schweinsteiger werden, der seine Karriere bei Chicago Fire beendete.
Götze will noch lange spielen
Wo auch immer, Fußballspielen will Mario Götze noch lange. Ans Aufhören denkt er ganz und gar nicht. "Ich persönlich werde in den kommenden Jahren einfach schauen, wie es läuft und wie es mir geht", sagte er unlängst in einem Interview mit "goal.com":
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