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BVB - Bayern: Kimmich lupft FCB Richtung Meisterschaft
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Publiziert 26/05/2020 um 20:22 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat das Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am 28. Spieltag der Bundesliga mit 1:0 (1:0) gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung achter Meisterschaft in Folge getan. Joshua Kimmich überlupfte BVB-Torwart Roman Bürki zum Tor des Tages (43.). Der FC Bayern, der sieben Ligaspiele in Folge gewonnen hat, liegt in der Tabelle nun sieben Punkte vor dem BVB.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Lucien Favre vertraute seiner Restart-Elf und blieb erneut ohne personelle Veränderungen: Jadon Sancho und Emre Can saßen nur auf der Bank. Auch sein Gegenüber Hansi Flick verzichtete auf mehrere Umstellungen, einzig Serge Gnabry rückte für Ivan Perišić in die Startelf.
Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe mit zwei Teams, die auf hohem Niveau agierten. Die Münchner verschoben das Spiel früh in die gegnerische Hälfte, der BVB versuchte sich trotz Pressing spielerisch zu lösen und - zu Beginn mit Erfolg - mit schnellem Vertikalspiel in die Spitze zu gelangen. Die Münchner standen weitestgehend sicher und initiierten selbst ebenfalls viel Offensivdruck.
Die erste Chance gehörte dem BVB in Person von Erling Braut Haaland. Bereits nach 30 Sekunden kam er nach einer Abwehr von Manuel Neuer außerhalb des Strafraums zum Abschluss, Jérôme Boateng antizipierte und klärte den Ball vor der Linie.
Der deutsche Rekordmeister wurde das erste Mal in der 20. Minute gefährlich. Kingsley Coman bediente Gnabry, der mit seinem Schuss aus sechs Metern zwar Roman Bürki bezwang, doch Łukasz Piszczek war kurz vor dem Tor noch zur Stelle.
In der Folge waren beide Mannschaften darauf bedacht, keine groben Fehler zu begehen – die Risikobereitschaft war dementsprechend gering. So musste ein absolutes Traumtor zur Bayern-Führung herhalten: Aus 17 Metern kam Joshua Kimmich zum Abschluss und lupfte den Ball butterweich über Bürki hinweg in die Maschen (43.).
Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Favre Sancho und Can ins Spiel, in der Hoffnung, die Partie noch zu drehen. Besser aus der Kabine kamen jedoch die Gäste und legten in der 54. Minute beinahe nach. Bürki parierte einen Flachschuss von Leon Goretzka aus 16 Metern mit einer starken Parade.
In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu, auf beiden Seiten gab es gute Torgelegenheiten. Borussia Dortmund versuchte in der Schlussphase alles auf eine Karte zu setzen, doch die Münchner zeigten eine couragierte und fast fehlerlose Defensivleistung.
In der 59. Minute standen Haaland und Boateng im Fokus. Der Norweger kam im Strafraum zum Abschluss, der Ball touchierte den Oberarm des am Boden liegenden Innenverteidigers - eine grenzwertige Szene - doch Schiedsrichter Tobias Stieler entschied auf Eckball und nicht auf Strafstoß.
Gleichermaßen strittig wurde es in der Nachspielzeit, als Manuel Akanji Robert Lewandowski im Strafraum per Bodycheck zu Fall brachte (90.+1). Auch in dieser Szene entschied sich der Referee gegen eine Elfmeterpfiff.
So blieb es letztlich beim knappen 1:0-Erfolg der Bayern, die mit diesem Sieg ein dickes Ausrufezeichen im Meisterschaftsrennen setzten.
Die Stimmen:
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Sollte sich irgendwie noch eine Chance ergeben, wollen wir da sein, aber da wir nichts mehr selbst bewerkstelligen können, müssen wir nur noch auf unsere Spiele gucken. Es hat einfach ein kleiner Ticken gefehlt, muss man so zugeben."
Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Ich persönlich habe mich schon extrem gefreut. Als ich mich umgeschaut habe, war mir nicht sofort klar, ob jeder wusste, wie wichtig diese drei Punkte waren. Ich glaube, wir haben schon ein gutes Polster auf Dortmund. Das war brutal wichtig. Natürlich müssen wir das in den nächsten Spielen bestätigen."
Das fiel auf: Leader Plus
Kimmich als rechter Verteidiger: möglich, doch verschenkt. Das versteht nicht erst der jetzige Bayern-Trainer Flick so, auch seine Vorgänger sahen in Kimmich mehr als nur einen Verteidiger mit Offensivdruck. Der Nationalspieler gehört ins zentrale Mittelfeld – als Lenker und Denker. Seine Fähigkeiten sind breit gefächert – vor allem die Ruhe am Ball, die Zweikampfstärke und auch das richtige Mindset Kimmichs sind Argumente, die seine Positionierung rechtfertigen.
Und mehr? Es gilt, in großen Spielen zeigen sich große Spielerpersönlichkeiten; Kimmich brillierte mit einem absoluten Traumtor, das die Münchner auf die Siegerstraße führte. Zudem lieferte er mit 13,7 Kilometer eine Top-Laufleistung. Der 25-Jährige hat sich zu einem Leader entwickelt, der schon jetzt Spiele zu entscheiden weiß.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 400
Für FCB-Keeper Manuel Neuer war der deutsche Klassiker das 400. Bundesliga-Spiel in seiner Karriere. Alles begann am 2. Spieltag in der Saison 2006/07 – der FC Schalke 04 gewann damals 1:0 gegen Alemania Aachen. Seit seines Debüts absolvierte kein anderer Spieler so viele Bundesliga-Spiele wie Neuer.
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