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BVB erschreckend schwach: FSV Mainz holt wichtigen Auswärtssieg in Dortmund
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Publiziert 17/06/2020 um 22:23 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat das Heimspiel am 32. Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:1) verloren. Gegen die abstiegsgefährdeten Mainzer kam von der Mannschaft von Lucien Favre, die die Qualifikation für die Champions League bereits sicher hat, viel zu wenig, was die Gäste eiskalt nutzten. Jonathan Burkardt brachte den FSV in Führung (33.), die Jean-Philippe Mateta vom Punkt ausbaute (49./FE).
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So lief das Spiel:
Ohne die angeschlagenen Giovanni Reyna und Manuel Akanji – dafür wieder mit dem norwegischen Shootingstar Erling Braut Haaland zurück in der Startelf – gingen die Borussen ins Duell gegen die abstiegsgefährdeten Mainzer. Die Gäste wechselten ihre Startformation gegen die Schwarz-Gelben auf gleich sechs Positionen durch.
Für die Rheinhessen ging es gegen den BVB um die nackte Existenz, die Abstiegsränge rückten zuletzt immer näher. Gegen die Dortmunder setzten die Mainzer auf enge Räume, kompaktes Verteidigen und schnelles Offensivspiel nach Ballgewinn.
So gelang dem FSV in der 33. Minute die überraschende Führung. Jean-Philippe Mateta spielte den Ball auf den rechten Flügel auf Ridle Baku, der in die Mitte flankte. Am ersten Pfosten setzte sich Jonathan Burkhardt durch und verwandelte per Kopf ins lange Eck zum umjubelten 1:0.
Die Dortmunder agierten nicht zielstrebig genug und zeigten ein schwaches Zweikampfverhalten. Neben dem schwächelnden Spiel gegen den Ball, lief auch offensiv über die Flügel insgesamt viel zu wenig – Jadon Sancho und Thorgan Hazard waren kein Faktor.
Auch in der zweiten Halbzeit waren die Mainzer galliger und ließen in der 49. Minute das 2:0 folgen. Nach einem Foulspiel im Strafraum von Lukasz Piszczek gegen Danny Latza entschied Schiedsrichter Frank Willenborg auf Elfmeter – eine klare Sache. Mateta übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher ins rechte Eck.
Lucien Favre reagierte, brachte Marcel Schmelzer und stellte auf ein 4-3-3-System um. Einen großen Spielwandel bewirkte der BVB-Coach damit jedoch nicht. Stattdessen hatten die Mainzer in der 71. Minute die Großchance zum 3:0. Jean-Paul Boëtius verzog nach einer Hereingabe von Baku freistehend aus zehn Metern.
Die Mainzer erkämpften sich so mit viel Willensstärke einen wichtigen 2:0-Auswärtserfolg, haben nun sechs Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Die Dortmunder haben Verfolger RB Leipzig im Nacken und liegen nur noch drei Punkte vor den Sachsen.
Die Stimmen:
Thorgan Hazard (Borussia Dortmund): "Es hat an allem gefehlt. Es war vielleicht unser schlechtestes Spiel zuhause. Mainz hat gut gekämpft, gut gespielt. Wir haben nicht gut gespielt – insgesamt war es zu wenig. Es war nicht wie in den letzten Spielen zuhause – es ist das erste richtig schlechte Spiel."
Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Du hast Mainz in jeder Minute angesehen, um was es für sie ging - und uns eben nicht. Das ist der ganz klare Kritikpunkt. Wir haben gespielt, als wenn der ein oder andere schon mit dem Kopf im Urlaub sei."
Jean-Paul Boëtius (1. FSV Mainz 05): "Wir sind füreinander gelaufen, haben füreinander gekämpft. Die Situation ist spannend, diese drei Punkte zählen eigentlich doppelt. Es war der richtige Schritt in die richtige Richtung."
Das fiel auf: Königsklasse und jetzt?
Nachdem sich die Dortmunder aus dem Titelrennen verabschiedeten und zuletzt bereits einen Champions-League-Platz perfekt machten, investierten sie im Heimspiel gegen Mainz weniger als nötig. Abwehrchef Mats Hummels sprach während des Spiels gar von "Alibi-Pressing" seiner Mannschaft.
Zwar verzeichneten die Schwarz-Gelben über 70 Prozent Ballbesitz, machten daraus allerdings viel zu wenig. Zudem legten sie zu wenig Überzeugung in ihre Zweikampfführung, während die Mainzer um jeden Ball kämpften.
So entstand der Eindruck – belegt durch die Hummels-Aussage – die Dortmunder hätten nach dem Erreichen der eigenen Ziele nicht die nötige Spannung übrig, um auch die restlichen Saisonspiele erfolgreich zu bestreiten.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 27
Der verwandelte Elfmeter von Mateta zum 2:0 war der 27. Strafstoß, den die Mainzer in Folge verwandelten. Damit bauen die Rheinhessen ihren eigenen Elfmeter-Rekord weiter aus. Kein anderes Team zeigt sich so treffsicher vom Punkt.
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