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Emre Can erklärt Entscheidung für BVB und Absage an Premier-League-Klubs
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Publiziert 09/03/2020 um 09:51 GMT+1 Uhr
BVB-Star Emre Can hat verraten, warum er vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund gleich drei Angebote aus der Premier League ablehnte. Vor allem eine Offerte von Manchester United sei für ihn nicht in Frage gekommen. "Darüber habe ich aufgrund meiner Liverpooler Vergangenheit keine Sekunde nachgedacht", erklärte Can gegenüber dem "kicker". Von 2014 bis 2018 spielte der 26-Jährige bei den Reds.
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Im Januar kam Can schließlich von Juventus Turin zum BVB. Zunächst wechselte der deutsche Nationalspieler für eine Leihgebühr von einer Million Euro zum Bundesligisten. Mittlerweile griff eine Kaufpflicht in Höhe von 25 Millionen Euro.
Seine Entscheidung pro Dortmund erklärte Can in dem Interview auch. "Für den BVB empfand ich schon immer eine extreme Sympathie. Ich wollte zu einem Verein, für den ich wichtig sein kann, wo ich gebraucht werde. Das ist in Dortmund der Fall. Die Borussia passt gut zu mir - und umgekehrt", sagte der Defensiv-Allrounder im "kicker".
Can möchte mit DFB zur EM
Auch die Europameisterschaft im Sommer habe bei dem Wechsel eine Rolle gespielt. "Ich will im Juni unbedingt dabei sein", betonte der 25-fache Nationalspieler. Über die Chancen der DFB-Elf meinte Can:
Dass er nur als Ersatzmann zur EM reisen könnte, versucht der 26-Jährige zu verhindern. "Ich kann mich zeigen. Ich will kein Spieler sein, der nur die zweite Wahl ist. Ich bin Emre, ich habe in großen Vereinen gespielt, ich muss mich vor niemandem verstecken. Wo der Bundestrainer im Endeffekt mit mir plant, kann ich nicht sagen", erklärte Can und fügte an: "Wenn meine jüngsten drei Länderspiele der Maßstab sind, sieht er mich in der Abwehr-Dreierkette."
Can hat Innenverteidiger-Rolle angenommen
Mit seiner Rolle in der Innenverteidigung hat sich der gebürtige Frankfurter mittlerweile auch abgefunden, was nach eigenen Aussagen nicht immer der Fall war. "Wenn ich vor zwei Jahren von Ihnen gefragt worden wäre, hätte ich abgewinkt: Nein danke, diese Position will ich nicht spielen. Mittlerweile habe ich mich extrem damit angefreundet", so Can, der anmerkte:
Inzwischen habe er erkannt, "dass meine Stärken in der Abwehr tatsächlich besser zur Geltung kommen". Nach seinem Wechsel zur Borussia wurde Can vor allem für eben diese kämpferische Klasse gelobt.
Diesem Image will der 26-Jährige aber entgegenwirken. "Wenn man mich allein darüber definiert, dann geht leider unter, dass ich auch Fußball spielen kann. Ich bin kein Blinder! Ich habe mich in Liverpool oder Turin nicht allein wegen meiner guten Mentalität behauptet", sagte Can.
Diese Mentalität habe er sich aus seiner Kindheit erhalten. "Als Kinder kickten wir auf einem Gummiplatz und spielten immer eine 'Mini-WM'. Wir grätschten, bis die Knie schlimm aussahen, aber es ging immer darum, unbedingt zu gewinnen. Diese Eigenschaft habe ich auf dem Bolzplatz gelernt - und sie hat mich überallhin begleitet", sagte der BVB-Star: "Ich hasse es zu verlieren."
(mit SID)
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