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Emre Can schießt BVB zum glanzlosen Sieg gegen Hertha BSC
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Publiziert 06/06/2020 um 20:21 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat am 30. Bundesliga-Spieltag keinen fulminanten, aber immerhin einen verdienten Heimsieg gegen Hertha BSC gefeiert und damit Platz zwei gefestigt. Ohne Mats Hummels (gesperrt) und Erling Haaland (verletzt) tat sich der BVB lange schwer. Es dauerte bis zur 58. Minute, ehe Emre Can ein Tor erzielte. Die Berliner taten nach vorne zu wenig, um die Gastgeber ernsthaft zu gefährden.
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So lief das Spiel:
Für den gegen Hertha gelbgesperrten Mats Hummels rückte beim BVB Emre Can in die Innenverteidigung, im Mittelfeld-Zentrum spielte damit Axel Witsel neben Thomas Delaney. Wie schon beim 6:1-Sieg gegen Paderborn musste Trainer Lucien Favre noch auf den am Knie verletzten Erling Haaland verzichten. Der mit zehn von zwölf möglichen Punkten gestartete Hertha-Trainer Bruno Labbadia vertraute seiner siegreichen Elf vom vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg.
Der BVB übernahm früh in der Partie die Kontrolle, tat sich gegen clever verteidigende Berliner aber im letzten Drittel enorm schwer. So hatte Eden Hazard in der 21. Minute nach Flanke von Raphael Guerreiro die erste echte Chance des Spiels. Aus acht Metern halbrechter Position traf der Belgier aber nur das Außennetz (21.).
Kurz darauf kam Brandt in der besten Dortmunder Phase der ersten Hälfte aus 17 Metern zum Abschluss, verzog aber deutlich rechts neben das Berliner Tor (23.).
Die zuletzt so starke Hertha beschränkte sich in den ersten 45 Minuten auf eine stabile Defensive und verzeichnete mit einem unplatzierten Distanzschuss von Vladimir Darida ihre einzige nennenswerte Abschlussaktion (31.).
Der zweite Durchgang hatte von Beginn an deutlich mehr Tempo und damit früh die ersten guten Chancen zu bieten. Jadon Sancho vergab auf Vorarbeit von Hazard aus sieben Metern die erste Hundertprozentige der Partie (51.), kurz darauf fehlten Alexander Esswein nach einem Berliner Konter nur Zentimeter zur Führung (56.).
Die fiel dann Augenblicke später auf der Gegenseite. Sancho chippte von links in den Strafraum, wo Julian Brandt mit dem Rücken zum Tor per Kopf für den aufgerückten Can ablegte. Der Nationalspieler versenkte den Ball per direktem Abschluss von der Strafraumgrenze maßgenau zum 1:0 in der rechten unteren Ecke (58.).
Die Berliner investierten angesichts der drohenden Niederlage ab der 70. Minute mehr in die Partie, fanden im letzten Drittel aber nur selten gute Lösungen. So kam die Labbadia-Elf letztendlich zu keiner guten Abschlusschance mehr und musste die erste Niederlage unter ihrem neuen Coach einstecken.
Der BVB macht durch den Dreier und die gleichzeitigen Patzer der Konkurrenz einen großen Schritt Richtung Champions League und hat weiter sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus München.
Die Stimmen:
Emre Can (Borussia Dortmund): "Ich bin froh, dass es mit dem Tor so geklappt hat. Manchmal fehlt ein paar Spielern auch die Spannung ohne die Fans, so ehrlich muss man sein und so war es heute vielleicht auch. Wir haben dennoch gut verteidigt, Hertha hatte keine richtige Torchance."
Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Wir haben uns heute oft die Zähne ausgebissen. Wir haben zum Glück so viel Qualität, dass wir immer zu Chancen kommen. Es ging heute nach den Patzern der Konkurrenz darum zu siegen."
Vladimir Darida (Hertha BSC): "Das Ergebnis ist leider nicht gut für uns. Schade, dass wir heute nicht so stark im letzten Drittel waren. Bei uns hat oft der letzte Pass gefehlt."
Der Tweet zum Spiel: Gemeinsames Zeichen gegen Rassismus
Das fiel auf: Der BVB kann auch Arbeitssieg
Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Gegen über weite Strecken harmlose Berliner reichten dem BVB 15 starke Minuten nach der Pause, um den Arbeitssieg gegen die Hertha einzufahren. Die Gäste verteidigten gegen den BVB clever und boten den Dortmunder Offensivkünstlern nur wenig Raum zum Kombinieren. So gab die Favre-Elf über 90 Minuten nur drei Schüsse auf das Tor des Gegners ab, von denen einer seinen Weg ins Netz fand.
Die Statistik: 1969
Die Heimtor-Serie des BVB gegen die Hertha geht weiter. Seit 1969 haben die Dortmunder in jedem Heimspiel gegen den Hauptstadtklub mindestens ein Mal getroffen.
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