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Erling Haaland köpft BVB in Düsseldorf in 95. Minute zum Sieg
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Publiziert 13/06/2020 um 17:25 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat am 31. Spieltag der Bundesliga dank Comebacker Erling Haaland mit 1:0 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf gewonnen. Der BVB verhinderte damit, dass der FC Bayern München schon am Abend den Meistertitel feiern könnte. Der eingewechselte Haaland traf in der Nachspielzeit per Kopf (90.+5). Auf der Gegenseite hatte Joker Steven Skrzybski zweimal nur den Pfosten getroffen (81./90.).
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So lief das Spiel:
Mit dem Ziel der vorzeitigen Champions League-Qualifikation ging Borussia Dortmund ins Duell gegen Fortuna Düsseldorf, das selbst um den Klassenerhalt kämpft. Die Dortmunder, bei denen Marco Reus nach wie vor fehlte, konnten wieder auf den Norweger Erling Braut Haaland zurückgreifen, der nach seiner Knieverletzung zurückkehrte – dieser saß zunächst auf der Bank.
Die Düsseldorfer forcierten schnelles Vertikalspiel in die Spitze mit temporeichen Außen- und Angriffsspielern. Zudem gingen sie auf aggressives Zweikampfspiel. Die Dortmunder hatten zunächst Probleme mit der Gangart der Düsseldorfer und kamen lange nicht ins schnelle Kombinationsspiel. Vor allem im letzten Drittel fehlte den Dortmundern der nötige Ideenreichtum.
Die beste Chance vergab Achraf Hakimi in der 17. Minute. Nach einer Düsseldorfer Ecke schalteten die Schwarz-Gelben schnell um, kamen über die rechte Seite in die Offensive. Düsseldorf bekam dabei das Zentrum nicht geschlossen – hier landete der Ball bei Hakimi. Der Flügelspieler hatte freie Bahn, ging allein auf Keeper Florian Kastenmeier zu, doch scheiterte im direkten Duell.
Düsseldorf beschränkte sich auf die aggressive Zweikampfführung, nahm den Dortmundern so die Spiellust und hielt in der Folge die defensive weiße Weste. Der BVB suchte nach einer Initialzündung und brachte Haaland in der 61. Minute für Axel Witsel in die Partie.
Nur vier Minuten nach der Einwechslung fiel das vermeintliche Führungstor für den BVB. Haaland war direkt beteiligt. Nach einem Zuspiel von Thorgan Hazard aus der rechten Strafraumhälfte zog der Norweger aus 16 Metern ab. Sein Schuss wurde geblockt, doch Raphael Guerreiro war zur Stelle und verwandelte volley aus zentraler Position.
Der Treffer zählte allerdings nicht. Der VAR wies auf ein Handspiel von Guerreiro hin. Kurz vor seinem sehenswerten Volleytreffer spielte er den Ball auf Schulterhöhe leicht mit der Hand – eine strittige Entscheidung.
In der Schlussphase drehten die Düsseldorfer offensiv auf und waren gleich zweimal ganz nah dran am Führungstor. Beide Male stand der eingewechselte Steven Skrzybski im Fokus. In der 82. Minute kam der Angreifer aus 20 Metern zum Abschluss und scheiterte am linken Pfosten, acht Minuten später nach einem Konterangriff aus 16 Metern am rechten Außenpfosten.
Düsseldorf schnupperte am Sieg und bekam in der letzten Minute den unfassbaren 1:0-Nackenschlag verpasst. Innenverteidiger Manuel Akanji flankte den Ball aus dem linken Halbfeld auf den Elfmeterpunkt, Haaland war zur Stelle und verwandelte stark per Kopf ins rechte Toreck (90.+5). Die Düsseldorfer waren am Boden, Dortmund auf dem Weg in Richtung Königsklasse.
Die Stimmen zum Spiel:
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es war ein sehr schweres Spiel für uns. Wir haben 1:0 gewonnen, wir hätten aber auch 0:1 verlieren können. Am Ende sind wir hohes Risiko gegangen, um noch ein Tor zu erzielen. So hatte die Fortuna Platz für ihre Konter, durch die sie zwei Mal den Pfosten getroffen hat. Für uns war es deswegen so ein schweres Spiel, weil Düsseldorf sehr gut organisiert war und hervorragend gespielt hat. Für uns war es nicht leicht zu kombinieren. Kompliment an die Fortuna für ihre Leistung."
Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Gratulation an den BVB zum Sieg. Ich bin nicht oft sprachlos, aber heute schon. Wir haben ein wirklich sehr gutes Spiel gegen eine Weltklassemannschaft gemacht. Meine Jungs sind knapp neun Kilometer mehr gelaufen als der Gegner – wir haben unheimlich viel investiert."
Das fiel auf: Müde Beine
Die Wochen nach dem Bundesliga-Restart sind extrem intensiv – es reihen sich die englischen Wochen aneinander. Für die Profis ist diese ungewohnte Belastung eine große Herausforderung, sind sie physisch nur auf eine geringe Anzahl dieser Ausnahmewochen vorbereitet. Die Auswirkungen zeigen sich auf dem Platz, die fehlende Frische in den Beinen spiegelt sich in den Aktionen wider: In den wichtigen Momenten fehlt es an der nötigen Konzentration, vor allem im engen Raum im letzten Spielfelddrittel.
Dies war vor allem bei den Dortmundern zu erkennen, bei denen kein Müdigkeitsausgleich aufgrund einer brisanten tabellarischen Konkurrenzsituation entstand. Düsseldorf, für das es um den Klassenerhalt geht, kämpfte und ging an die eigenen Grenzen. Das sah bei Dortmund, das sich keine Titelchancen mehr ausrechnet, anders aus. Insgesamt war es keine überzeugende Leistung – auch, wenn es am Ende noch zu einem glücklichen 1:0-Sieg reichte.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 250
Lukasz Piszczek absolvierte im Gastspiel gegen Fortuna Düsseldorf sein 250. Bundesliga-Spiel für Borussia Dortmund. Nur Marcel Schmelzer (257) und Mats Hummels (253) haben aus dem aktuellen Kader des BVB mehr Einsätze. Seit Sommer 2010 steht der Verteidiger beim BVB unter Vertrag und kommt in der Bundesliga seither auf 16 Tore und 44 Assists.
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