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Fans von Borussia Mönchengladbach beleidigen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp
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Publiziert 22/02/2020 um 17:36 GMT+1 Uhr
Während des Bundesligaspiels zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG Hoffenheim kam es zu einem Eklat: Im Gladbacher Fanblock in der Nordkurve wurde ein beleidigendes Transparent gezeigt (49.). "Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft", war zu lesen. Im Hintergrund war ein Transparent mit dem Konterfei von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp zu sehen.
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Der große Teil der Fans von Borussia Mönchengladbach stimmte schon während des Spiels ein lautes Pfeifkonzert an und machte seinem Unmut Luft: Ein Transparent-Eklat gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp überschattete das 1:1 (1:0) gegen die TSG.
"Wir haben Werte, sind gegen Rassismus und Ausgrenzung - und dann halten 50 Hornochsen ein solches Plakat hoch. Dafür schäme ich mich", sagte Gladbach-Manager Max Eberl bei "Sky". Eine drohende Strafe durch das DFB-Sportgericht wolle man akzeptieren.
Gladbach-Fans beleidigen Dietmar Hopp
Nach dem Seitenwechsel hatten einige der Gladbach-Ultras für die Missstimmung gesorgt, im Fanblock in der Nordkurve wurde ein beleidigendes Transparent gezeigt.
"Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft", war auf dem Banner zu lesen. Im Hintergrund war ein Transparent mit dem Konterfei von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Fadenkreuz zu sehen.
"Auf einmal kam das Plakat mit dem Fadenkreuz, was ja schon wie eine Morddrohung zählt. Das ist Wahnsinn, das geht nicht, das darf nicht in die Stadien. Das darf nicht in unseren Fußball, das darf keinen Platz haben (...). Solche Leute gehören aussortiert", sagte TSG-Torwart Oliver Baumann am "ARD"-Mikrofon.
Vor Spielbeginn gab es eine Schweigeminute zu Ehren der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau - eine Stunde später sorgten offenbar Unbelehrbare für den Eklat. Lautstark hatte Eberl in Richtung der Fans gewettert, das Spiel wurde kurzzeitig unterbrochen, das Transparent abgehängt. Das Spiel war am Ende zweitrangig.
Hoffenheim trifft spät zum Ausgleich
Lucas Ribeiro (90.+2) traf für die Hoffenheimer zum späten Ausgleich, zuvor hatte Matthias Ginter (11.) die Fohlen in Führung gebracht. Gladbach-Torjäger Alassane Pléa (74.) vergab zudem noch einen Handelfmeter nach Videobeweis. "Wir wollen drei Punkte draufpacken, das Ergebnis nervt", sagte Ginter bei "Sky".
Die Fohlen, die im eigenen Stadion damit die ersten Punktverluste seit fast einem halben Jahr hinnehmen mussten, liegen nun sechs Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München - haben aber noch das ausgefallene Derby gegen den 1. FC Köln (11. März) in der Hinterhand.
Die Hoffenheimer holten nach zuletzt zwei Niederlagen einen wichtigen Zähler im Kampf um die internationalen Startplätze. Für die Rose-Elf, die im Gegensatz zum 4:1 bei Fortuna Düsseldorf wieder mit einer Viererkette spielte und im Sturmzentrum nach einer Sperre auf Pléa vertrauen durfte, lief früh alles nach Plan.
Baumann hält Pléas Strafstoß
Gladbach übernahm die Kontrolle und ging dank Ginter verdient in Führung. Sportlich startete die TSG etwas besser in Durchgang zwei, Steven Zuber (46.) zwang Yann Sommer im Borussia-Tor zu einer Parade. Dann hatten Florian Neuhaus (54.), Pléa (54.) und Marcus Thuram (61.) beste Chancen auf das 2:0, Baumann war oft ein Unsicherheitsfaktor für die Kraichgauer.
Eine Viertelstunde vor Schluss hielt Baumann sein Team aber im Spiel. Schiedsrichter Felix Brych entschied nach Studium der Videobilder auf ein Handspiel von Benjamin Hübner knapp innerhalb der Strafraumgrenze, Pléa scheiterte aber mit seinem Strafstoß an Baumann. Pléas Treffer zum 2:0 (83.) wurde nach Videobeweis wegen eines vorausgehenden Handspiels von Oscar Wendt nicht gegeben.
(SID)
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