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Borussia Mönchengladbach nach Erfolg gegen den FC Bayern München begeistert
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Publiziert 08/12/2019 um 13:20 GMT+1 Uhr
Die Gladbacher schunkelten Arm in Arm vor den völlig euphorisierten Fans, Ramy Bensebaini küsste immer wieder den Rasen im Borussia-Park: Nach dem Coup gegen den FC Bayern München ließen die Spieler des Tabellenführers ihren Emotionen freien Lauf. Die Glücksgefühle machten auch vor Marco Rose nicht halt, doch der Erfolgstrainer dämpfte angesichts aufkommender Titelträume die Erwartungen.
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"Den Glauben haben wir in der ersten Halbzeit ein bisschen in der Kabine gelassen. Wir müssen ihn 90 Minuten mit rausnehmen. Wenn wir so weit sind, können wir über runde Teller und andere Sachen reden", sagte Gladbach-Trainer Marco Rose nach dem glücklichen 2:1 (0:0)-Erfolg.
"Es ist immer schön oben zu sein, trotzdem geht es darum, die Dinge richtig einzuordnen", ergänzte Rose, der aber festhielt:
Die mögliche Herbstmeisterschaft sei aber für ihn kein zentraler Meilenstein, so Rose: "Du kannst dir davon nichts kaufen, es sind noch so viele Spieltage." Volles Verständnis zeigt er aber für die Euphorie der Fans:
Die Konkurrenz hat die Fohlen trotz aller Zurückhaltung längst auf dem (Meister)-Zettel. Dazu zählen auch der FC Bayern deren Sportdirektor Hasan Salihamidzic:
Gladbach bereits seit zwei Monaten Tabellenführer
Seit dem 6. Oktober grüßen die Gladbacher von der Tabellenspitze, durch den sechsten Liga-Heimsieg in Serie haben sie die Münchner Serienmeister auf sieben Punkte distanziert. "Das ist ein schöner Nebeneffekt, der uns noch mehr Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl gibt", sagte Kapitän Lars Stindl.
Dabei war das Gefühl im Topspiel lange Zeit schlecht. Erst nach dem Gegentor durch Ivan Perisic (49.) arbeiteten sich die Gastgeber langsam in das bis dahin einseitige Spiel hinein. "Das Ding war drin und danach war es egal", erklärte Rose. Auch für Torhüter Yann Sommer war das 0:1 "der Schlüsselmoment". Danach sei man "mutig" gewesen:
Matchwinner Bensebaini trainiert Elfmeter
Symbolfigur der Wende war Bensebaini. Der algerische Nationalspieler wuchtete zuerst einen Kopfball zum Ausgleich ins Netz (60.), in der Nachspielzeit knallte er den Elfmeter nervenstark neben den Pfosten (90.+2). "Ich trainiere Elfmeter nach dem Training und ich mache im Spiel alles wie im Training", sagte der 24 Jahre alte Linksverteidiger.
Seine Vergesslichkeit hätte ihn allerdings fast um die Rolle des umjubelten Matchwinners gebracht. Als Schiedsrichter Marco Fritz auf den Elfmeterpunkt zeigte, drehte Bensebaini schon ab. "Nach dem letzten Spiel war klar, dass Embolo nicht mehr schießt. Dann habe ich gesagt, dass ich es machen werde. Aber ich hatte es vergessen, als es den Elfmeter gab. Tobias Sippel hat mich erinnert, dass ich der Elfmeterschütze bin", sagte Bensebaini und dankte dem Gladbacher Ersatztorhüter für dessen Zuruf.
Sommer warnt vor kommenden Gegnern
Auch wenn der Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft nach 43 Jahren noch weit weg ist, so ist zumindest Platz eins nach der Hinrunde ein realistisches Ziel. "Wir kämpfen darum, dass wir so lange wie möglich oben bleiben. Wir müssen weiter so viel Power und Energie investieren", sagte Sommer, der vor den nächsten Gegnern Wolfsburg, Paderborn und Hertha BSC warnte:
Die ungewohnte Rolle nimmt Rose gerne an. Der Coach sah allerdings noch Dinge, "an denen wir arbeiten müssen". Aber:
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(SID)
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