FC Bayern: Das sind die möglichen Kandidaten für die Thiago-Nachfolge
Die Personalie Thiago hat den FC Bayern weiter fest im Griff. Sollte der Spanier die Münchener wie geplant verlassen, müsste im Mittelfeld definitiv nachgebessert werden. Selbst im Falle eines Verbleibs wäre das im Hinblick auf den eng gesteckten Terminkalender ratsam. Kandidaten für eine mögliche Thiago-Nachfolge werden bereits gehandelt. Kommt die Lösung letztlich aus den eigenen Reihen?
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Die Personalplanungen für die kommende Saison beim FC Bayern laufen auf Hochtouren. Leroy Sané (von Manchester City), Alexander Nübel (vom FC Schalke), Tanguy Nianzou Kouassi (von PSG) und Adrian Fein, der nach einer zweijährigen Leihe (erst Regensburg, dann HSV) zurückkehrt, werden den Kader von Trainer Hansi Flick verstärken.
Mit Ivan Perisic, Álvaro Odriozola und Philippe Coutinho werden auf der Gegenseite drei Leihspieler zu ihren angestammten Vereinen zurückkehren. Bislang die einzigen Abgänge, die der 30-malige deutsche Meister zu verkraften hat - doch weitere könnten folgen.
FC Bayern: Thiago macht Wechselwunsch öffentlich
Seit Wochen warten die Fans des FC Bayern nun schon auf die frohe Kunde, dass David Alaba und auch Thiago Alcantara ihre Verträge in München verlängert haben. Vergebens.
Beide Spieler kokettieren mit einem Wechsel ins Ausland. Während vonseiten des Österreichers noch kein klares Statement in die Öffentlichkeit drang, positionierte sich Thiago deutlich.
Trotz "seriöser Verhandlungen" und guter Gespräche sehe es so aus, "dass er zum Ende seiner Karriere vielleicht noch einmal etwas Neues machen möchte", verriet Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor wenigen Wochen der "Bild".
Bleibt die Frage: Wie reagieren die Bayern auf einen möglichen Verlust ihres Leistungsträgers?
Aufstockung des Kaders alternativlos
Sportvorstand Hasan Salihamidzic betonte unlängst, dass weitere Transfers nicht ausgeschlossen sind. Man darf sogar vermuten, dass weitere Zugänge sehr wahrscheinlich sind - und zwar unabhängig davon, ob Thiago und Alaba nun bleiben oder nicht.
Der durch die Corona-Pandemie etwas aus den Fugen geratene Spielplan der kommenden Saison ist derart eng gesteckt, dass eine Vergrößerung des Kaders eigentlich alternativlos ist, um Ausfall- und Regenerationszeiten zu kompensieren. Zudem ist der Kader der Münchner ohnehin nicht der größte.
Vor allem im zentralen Mittelfeld haben die Münchener Bedarf. Neben Thiago steht auch Javi Martínez vor dem Abschied. Der Spanier liebäugelt mit einer Rückkehr in seine baskische Heimat. Zudem gab es zuletzt auch immer wieder Gerüchte über einen Abschied von Corentin Tolisso.
Ndombélé von Tottenham oder Bakayoko von Chelsea?
Die französische Sportzeitung "Le10sport" berichtet nun, dass der FC Bayern an weiteren Spielern aus dem Land des Weltmeisters interessiert sei. Tanguy Ndombélé von Tottenham Hotspur und Tiemoué Bakayoko vom FC Chelsea haben es dem Rekordmeister demnach besonders angetan.
Schon vor einigen Wochen wurde Ndombélé mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Der defensive Mittelfeldspieler ist der Rekordtransfer der Spurs, wechselte vergangenen Sommer für rund 60 Millionen Euro von Lyon nach London. Mit dem dortigen Trainer José Mourinho hat der 23-Jährige aber so seine Probleme, weshalb er sich durchaus einen erneuten Wechsel vorstellen kann.
Zum Problem könnte die Ablöse werden. Die Engländer wollen nur ein Jahr nach der Verpflichtung des Franzosen kein großes Transfer-Minus erwirtschaften und sollen deswegen ebenfalls um die 60 Millionen Euro für den Spieler fordern.
Laut "Le10sport" komme für den FC Bayern jedoch nur eine Leihe mit anschließender Kaufoption infrage. Ähnlich sehe es bei Bakayoko aus, der in der vergangenen Spielzeit vom FC Chelsea an die AS Monaco ausgeliehen war.
FC Bayern: Thiago-Ersatz aus den eigenen Reihen?
Am Ende könnte es jedoch auch daraus hinauslaufen, dass der Thiago-Ersatz aus den eigenen Reihen kommt. Mit Michael Cuisance spielte sich gerade gegen Ende der Saison ein Spieler frei, der sich nach seinem Sommer-Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern zunächst sehr schwer tat. Die Verantwortlichen trauen dem Franzosen in der kommenden Saison den nächsten Schritt zu und der würde mehr Spielzeit bei den Profis bedeuten.
Zudem bekommt der Klub mit Adrian Fein einen aufregenden jungen Spieler vom HSV zurück - auch ihm wird mittelfristig eine Rolle im Star-Ensemble zugetraut.
Der "Kicker" berichtet, dass die Verantwortlichen an der Säbener Straße fest mit dem 21-Jährigen planen. Bereits im Winter wurde der Vertrag mit dem Youngster bis 2023 verlängert - ein Zeichen der Wertschätzung.
"Adrian ist für mich so weit, dass er auch bei unseren Profis eine Rolle spielen kann”, sagte Holger Seitz, Mitglied des Führungsstabs des FC Bayern Campus gegenüber der "tz". Ebenso bescheinigte Salihamidzic dem gebürtigen Münchener "große Fortschritte in seiner Entwicklung", die Vereinsführung sei durchaus überzeugt von seinen Fähigkeiten.
Aber: Immer ruhig mit den jungen Pferden. Die Fußstapfen von Routiniers wie Thiago oder Martínez sind groß.
Und noch sind beide Spieler ja auch noch nicht endgültig weg.
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