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FC Bayern: Jérôme Boateng ist laut Statistik besser als sein Ruf
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Publiziert 10/10/2019 um 13:47 GMT+2 Uhr
Jérôme Boateng stand im Sommer kurz vor einem Wechsel, zuletzt war der Ex-Nationalspieler aber wieder ein wichtiger Bestandteil der Bayern-Defensive. Dabei untermauern auch einige Statistiken der bisherigen Bundesligaspiele, dass Boateng besser ist, als viele von ihm behaupten. Selbst Bayern-Präsident Uli Hoeneß empfahl dem 31-Jährigen noch im Frühling, sich einen neuen Verein zu suchen.
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"Ich würde Boateng raten, den FC Bayern zu verlassen", hatte Uli Hoeneß im Mai am Rande der Double-Feierlichkeiten erklärt:
Dieser "Fremdkörper" entschied sich aber gegen einen Wechsel. Ein Transfer zu Juventus Turin platzte Ende August, stattdessen blieb der Weltmeister von 2014 in München und versuchte sich Spielzeit zu erarbeiten.
Kovac setzt wieder häufiger auf Boateng
Die Bilanz in dieser Saison lässt sich sehen - vor allem in der letzten Zeit. In den vergangen vier Bundesligaspielen stand Boateng jeweils in der Startelf, drei Mal spielte er über 90 Minuten.
Auch beim 7:2 gegen Tottenham Hotspur in der Champions League stellte Trainer Niko Kovac den bereits Aussortierten auf. Zuletzt profitierte Boateng dabei auch von einigen Ausfällen und Veränderungen in der Defensive. David Alaba und Lucas Hernández fehlten verletzt. Benjamin Pavard musste oftmals auf der rechten Verteidigerseite aushelfen, weil Joshua Kimmich auf die Sechs gezogen wurde.
Zu Beginn der Saison musste der Innenverteidiger noch meist mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Dann kamen die Verletzungen seiner Teamkollegen und in der Bayern-Defensive wurde es personell eng. Die daraus entstandene Chance nutzte Boateng.
Boateng in Statistiken vorne dabei
In den Statistiken zählt der 31-Jährige zum Teil zu den besten Münchnern. Beispielsweise hat er, wie der "kicker" vorrechnet, nach Niklas Süle (66,22 Prozent) und Neuzugang Philippe Coutinho (62,34) die beste Zweikampfquote (61,67). Dabei liegt er auch deutlich vor seinen Abwehrkollegen Pavard (57,63) und Hernández (52,17).
Die Passgenauigkeit lässt sich ebenfalls sehen: Mit 91,48 Prozent hat der gebürtige Berliner eine gute Quote. Aus Münchner Sicht steht auch dort Süle an der Spitze (94,11). Hinter sich gelassen hat Boateng allerdings Bayern-Kollegen wie Kimmich (91,43), Corentin Tolisso (90,64) oder Alaba (89,79).
Auch wenn der Fußballer des Jahres 2016 nicht mehr das Niveau seiner besten Jahre hat: Fehler, wie etwa beim 1:2 gegen Hoffenheim, als Boateng vor den beiden Treffern unglücklich aussah, haben ihren Ursprung oft weiter vorne im Mittelfeld.
Sollten alle wieder fit sein, dürfte Boateng zwar vermehrt auf der Bank Platz nehmen. Doch seine Chance hat der Routinier genutzt und bewiesen, dass er besser ist, als sein Ruf es vermuten lässt.
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