FC Bayern: Manuel Neuer wird von Lothar Matthäus kritisiert

Manuel Neuer verhandelt mit dem FC Bayern München über einen neuen Vertrag. Seine kolportierte Forderung stößt Vereinslegende Lothar Matthäus sauer auf - der Ex-Profi regt bei "Sky" einen Kompromiss zwischen beiden Partein an. Bayern habe seinem Kapitän schon genug Wertschätzung entgegen gebracht. Neuer solle nicht zu hoch pokern, Bayern sich nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen.

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Lothar Matthäus hat Manuel Neuer in seiner "Sky"-Kolumne für dessen angebliche Forderung an den FC Bayern München kritisiert.
Laut Medienberichten soll der 34-Jährige eine Vertragsverlängerung bis 2025 fordern. Aktuell steht Neuer nur noch bis 2021 unter Vertrag. Laut Matthäus solle sich der Bayern-Kapitän "daran erinnern, dass Dankbarkeit und Wertschätzung keine Einbahnstraßen sind". Matthäus deutlich:

Manuel Neuer und FC Bayern sollen sich in der Mitte treffen

Berichten zufolge habe Bayern Neuer immerhin eine Verlängerung um zwei Jahre bis 2023 angeboten, obwohl man bereits den ehemaligen U21-Nationaltorhüter Alexander Nübel (FC Schalke 04, kommt ablösefrei) ab der kommenden Saison bis 2025 unter Vertrag genommen hat.
"Wenn die Bayern einen Vertrag bis 2023 anbieten und der Spieler aber einen bis 2025 möchte, sollte man sich in der Mitte, also bei 2024 treffen", schlägt Matthäus vor.
Ein Spieler mit Neuers Verletzungshistorie – unter anderem mehrere Mittelfußbrüche – könne "leider nicht garantieren, dass er bis 39 oder 40 problemlos spielt".

Matthäus: Bayern hat Neuer viel Wertschätzung gezeigt

Neuer halte er indes neben Robert Lewandowski und Joshua Kimmich für einen der drei unersetzlichen Spieler der Bayern. Dennoch sollte der Torwart Einsicht zeigen. Die Bayern hätten ihm nämlich bereits mehr Wertschätzung als je irgendeinem anderen Spieler entgegen gebracht.
"Man hat alles und jeden angegriffen, der der Meinung war, Marc-André ter Stegen solle ins deutsche Tor", nannte der DFB-Rekordnationalspieler als Beispiel. Der Klub habe Neuer zudem "zurecht und über alle Maßen in all den langen Verletzungspausen unterstützt und zu ihm gehalten".
Zudem habe Trainer Hans-Dieter Flick nach Verkündung des Nübel-Transfers "ganz klar Partei für Neuer ergriffen".

Matthäus: "Nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen"

Der Torwart solle deshalb "Einsicht und Vernunft" zeigen und keine Forderungen stellen, "die dem Arbeitgeber Kopfzerbrechen bereiten. Wenn er seine Leistung bringt, muss er sich über Konkurrenz im Tor sowieso keine Sorgen machen, denn die gibt es dann weit und breit nicht."
Die Bayern wiederum sollten sich von ihrem Kapitän "nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen. Ich kann und möchte mir Manuel in keinem anderen Trikot vorstellen, aber wenn er denkt, dass bei einem anderen Verein von der Kragenweite eines FC Bayern, ein besseres Angebot und reizvollere Rahmenbedingungen bekommt, dann möge er zugreifen."
Matthäus ist allerdings klar "skeptisch, ob er einen solchen finden würde. Mal ganz davon abgesehen, dass die Coronakrise auch dazu führen wird, dass die kommenden Verträge mit Sicherheit nicht mehr so dotiert sein werden, wie sie es davor waren."
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